Wo die Forschung fehlt
Was im Labor gut beschrieben und am Menschen nie geprüft wurde — über alle Stoffe hinweg, aus der eigenen Studiendatenbank berechnet.
1. Was diese Seite zeigt
Für jedes Paar aus Stoff und Anwendungsgebiet zählen wir, wie viele Arbeiten einen Wirkmechanismus beschreiben — an Zellen, an menschlichem Gewebe, im Tierversuch — und wie viele den Stoff am Menschen geprüft haben. Wo das Verhältnis kippt, ist der Mechanismus gut beschrieben und die Anwendung ungeprüft. Genau dort liegt Forschungsbedarf — und für Hersteller die Frage, ob sich eine Anwendungsbeobachtung lohnt.
Eine Lücke ist kein Beleg für Wirkung. Sie ist ein Beleg dafür, dass niemand nachgesehen hat. Beides ist eine Aussage.
2. Ohne eine einzige kontrollierte Studie am Menschen
Geordnet nach dem Missverhältnis zwischen Mechanismus-Belegen und Untersuchungen am Menschen. Die Zahlen stammen aus der eigenen Studiendatenbank und werden mit ihr fortgeschrieben.
3. Am Menschen nur vereinzelt geprüft
Hier gibt es kontrollierte Studien, aber sehr wenige im Verhältnis zur Grundlagenforschung. Eine unabhängige Wiederholung wäre der nächste Schritt.
4. Wie wir die Lücken lesen
- Bindung von Stoffen ist bei Huminsäurekomplexen der meistbeschriebene Wirkweg — und am Menschen praktisch ungeprüft. Ein Mechanismus, der sich messen ließe.
- Onkologie taucht bei mehreren Stoffen auf: viele Zellversuche, keine kontrollierte Studie. Hier ist die Lücke methodisch erwartbar, nicht ein Versäumnis.
- Wo ein Stoff in einem Gebiet dicht geprüft ist und im Nachbargebiet nicht, ist die Übertragung naheliegend — und offen.
Diese Seite wird mit jeder Ernte neu berechnet. Die vollständige Liste umfasst 324 Paare.
Jede Aussage auf dieser Seite trägt ihre Stufe — belegt, plausibel oder Vermutung — und führt zur Originalarbeit. Die Entscheidung im Einzelfall trifft die behandelnde Person; die Zusammenhänge liefern wir.