Zimt
Zimt ist die getrocknete Innenrinde von Cinnamomum-Arten; Studien am Menschen zeigen beim Blutdruck Senkungen, bei Blutzucker und Gewicht gemischte Ergebnisse.
Zimt: ausgewertet wurden 138 Studien am Menschen, darunter 44 randomisierte kontrollierte Studien und 38 Metaanalysen oder systematische Übersichten; die kontrollierten Studien umfassen zusammen 3.313 Teilnehmer. Stand: 23. Oktober 2026.
1. Was ist Zimt? Vorkommen, Herkunft und Formen
Zimt ist die getrocknete Innenrinde von Bäumen der Gattung Cinnamomum aus der Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae) und wird weltweit als Gewürz verwendet. Im Handel stehen zwei Arten im Vordergrund: der Ceylon-Zimt (Cinnamomum verum) und der Cassia-Zimt (Cinnamomum cassia). Traditionell gilt Zimt als wärmendes Mittel, das unter anderem bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt wurde.
Die Bäume wachsen in tropischen Regionen, unter anderem in Sri Lanka, Südindien, China, Indonesien und Vietnam. Verwendet wird Zimt als Gewürz in Speisen und Getränken sowie in Kapseln, Extrakten und Ölen.
Für die Gewinnung werden junge Triebe geschält, die Rinde wird getrocknet und zu Stangen gerollt oder gemahlen. Extrakte entstehen mit Wasser oder Alkohol, ätherisches Öl durch Wasserdampfdestillation. In Studien am Menschen werden überwiegend Rindenpulver in Kapseln, wässrige und alkoholische Extrakte sowie ätherisches Öl geprüft.
Untersuchte Formen und Zubereitungen
- Ceylon-Zimt (Cinnamomum verum) als Rinde oder Pulver
- Cassia-Zimt (Cinnamomum cassia) als Rinde oder Pulver
- Wässriger oder alkoholischer Rindenextrakt, meist in Kapselform
- Ätherisches Öl aus der Rinde
- Zimtaufguss oder Zimttee
- Zimt als Zutat in angereicherten Lebensmitteln
Nicht gemeint sind auf dieser Seite:
- Isoliertes Zimtaldehyd oder Zimtsäure als Einzelstoff; eine Studie dazu ist keine Studie zu Zimt.
- Andere Gewürze wie Nelke, Muskatnuss oder Ingwer.
- Blätter und Blüten anderer Cinnamomum-Arten, die als Gewürzblatt oder Knospe gehandelt werden.
2. Wie wirkt Zimt? Ergebnisse nach Anwendungsgebiet
| Anwendungsgebiet | Ergebnis in kontrollierten Studien | Beweiskraft | Studien | Teilnehmer |
|---|---|---|---|---|
| Blutzucker und Zuckerstoffwechsel | gemischt | hoch | 15 Metaanalysen · 21 kontrolliert · 32 weitere | 1.560 |
| Blutfette | gemischt | hoch | 16 Metaanalysen · 14 kontrolliert · 11 weitere | 1.108 |
| Körpergewicht und Körperzusammensetzung | gemischt | hoch | 10 Metaanalysen · 9 kontrolliert · 5 weitere | 668 |
| Entzündungs- und Oxidationswerte | überwiegend kein Unterschied | hoch | 5 Metaanalysen · 10 kontrolliert · 12 weitere | 751 |
| Blutdruck | überwiegend verbessert | hoch | 7 Metaanalysen · 3 kontrolliert · 3 weitere | 240 |
| Regelschmerzen | gemischt | mittel | 1 Metaanalysen · 2 kontrolliert · 1 weitere | 99 |
| Verdauungsbeschwerden | überwiegend kein Unterschied | gering | 0 Metaanalysen · 2 kontrolliert · 2 weitere | 134 |
| Weitere Untersuchungen | gemischt | hoch | 5 Metaanalysen · 16 kontrolliert · 20 weitere | 924 |
So lesen Sie die Tabelle: Gezählt werden Studien am Menschen, deren Ergebnisse das jeweilige Gebiet betreffen. „Hoch“ heißt: mindestens eine Metaanalyse und zwei kontrollierte Studien mit Verbesserung, oder mindestens drei kontrollierte Studien, von denen drei Viertel eine Verbesserung zeigen, mit zusammen mindestens 300 Teilnehmern. „Mittel“ heißt: mindestens zwei kontrollierte Studien mit Verbesserung, und zwar mehrheitlich, oder eine Metaanalyse neben kontrollierten Studien. „Gering“ heißt: eine kontrollierte Studie mit Verbesserung. Gibt es in einem Gebiet keine kontrollierte Studie, ist die Beweiskraft höchstens „gering“ (Ergebnis „nur Übersichten“ oder „nur Beobachtungsdaten“). Alles andere ist „unklar“. Eine Studie zählt als Verbesserung, wenn mindestens die Hälfte ihrer Messgrößen in diesem Gebiet besser ausfiel. Übersichten über Mischpräparate zählen nicht als Metaanalyse; Ergebnisse, die nur Nebenwirkungen oder Anteile von Anwendern beschreiben, zählen nicht als Wirkung. Dieselbe Studie zählt nur einmal.
3. Was die Studien im Einzelnen zeigen
Zimt, Blutzucker und Zuckerstoffwechsel: Studien am Menschen
Bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes und bei Frauen mit polyzystischem Ovarsyndrom senkte Zimt in mehreren Metaanalysen den Nüchternblutzucker 419242636. Auch der Langzeitblutzucker besserte sich in mehreren kontrollierten Studien und Metaanalysen 42426365862. Der Blutzucker nach dem Essen sank in Metaanalysen 424. Mit einer einzelnen Testmahlzeit flachte Zimt den Blutzuckeranstieg gegenüber der Kontrollmahlzeit ab 9496. Bei Prädiabetes lagen die fortlaufend gemessenen Glukosewerte unter Zimt niedriger als unter Placebo 97, und der Nüchternblutzucker stieg unter Zimt nicht an, unter Placebo dagegen schon 99. Keinen Unterschied beim Nüchternblutzucker fanden eine Metaanalyse und mehrere randomisierte Studien 38879298. Beim HbA1c, beim Insulin oder bei der Insulinresistenz fanden einzelne Metaanalysen und eine randomisierte Studie keinen Unterschied 63847525387. Ein einmaliger Zimtaufguss veränderte bei gesunden Studierenden die Kapillarglukose kurz nach dem Trinken nicht signifikant 61. Die Beweiskraft ist hoch, die Ergebnisse sind aber gemischt; viele Übersichten nennen die Zimtart und die Form nicht, und die geprüften Mengen unterscheiden sich; Ergebnisse einer Form lassen sich nicht auf eine andere übertragen. Offen bleibt, welche Zimtart und welche Zubereitung bei welcher Menge den größten Nutzen hat.
| Studie | Art · Teilnehmer | Präparat · Dosis · Dauer · Vergleich | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 4 de et al. 2025 | systematische Übersicht · 3.054 Teilnehmer | Zimt-Supplementierung, überwiegend in Kapselform; Art nicht genannt; ≤2 g/Tag und >2 g/Tag; 30 bis 120 Tage; gegen Placebo- oder Kontrollgruppe | Nüchternblutzucker: verbessert (WMD: -15.26 mg/dL; 95% CI: -22.23 to -8.30); Postprandialer Glukosewert: verbessert (WMD: -39.22 mg/dL; 95% CI: -63.90 to -14.55); HbA1c: verbessert (WMD: -0.56 mg/dL; 95% CI: -0.99 to -0.13) |
| 6 Krittanawong et al. 2022 | Metaanalyse · 1.070 Teilnehmer | Zimtkonsum, Art und Form nicht genannt; gegen Zimtkonsum vs. kein Zimtkonsum | HbA1c: kein Unterschied (WMD of 0.0 (CI, -0.44-0.45)) |
| 8 Zhou et al. 2022 | Metaanalyse · 1.020 Teilnehmer | Zimtsupplement (Art/Form nicht genannt); 40 Tage bis 4 Monate; gegen Placebo | Glykolipidwerte (Blutzucker): verbessert (All p < 0.05) |
| 19 Wahyuningtyas et al. 2021 | Metaanalyse · 206 Teilnehmer | Zimtextrakt (Zimtart im Abstract nicht genannt); gegen Placebo oder Kontrolle (RCTs) | Nüchternblutzucker: verbessert (MD= -4.8 mg/dL, 95% CI: -8.04 to -1.57, p=0.004); Insulinspiegel: verbessert (MD = -2.20 mIU/dL, 95% CI: -4.17 to -0.23, p=0.03) |
| 23 Al-Makhmari et al. 2025 | Übersicht | Cassia-Zimt (Cinnamomum cassia); gegen Randomisierte kontrollierte Studien und Metaanalysen | Glukosetransport und Enzymhemmung: verbessert |
| 24 Jafari et al. 2025 | Metaanalyse | Zimt-Supplementierung; gegen Kontrollgruppe | Nüchternblutzucker: verbessert (SMD = - 1.28; 95% CI: - 1.65, - 0.90); Nüchterninsulin: verbessert (SMD = - 0.26; 95% CI: - 0.50, - 0.02); HbA1c: verbessert (SMD = - 0.71; 95% CI: - 1.02, - 0.40) |
| 25 Gou et al. 2025 | Übersicht | Zimtsupplementierung (Art und Form nicht genannt); höhere Dosen >1,5 g/Tag günstiger; kürzere Intervention ≤2 Monate günstiger; gegen Placebo (randomisierte placebokontrollierte Studien) | Nüchternblutzucker: verbessert; Insulinresistenz: verbessert |
| 26 Moridpour et al. 2024 | Metaanalyse | Zimt-Supplementierung (Art/Form nicht genannt); gegen Kontrollgruppe | Nüchternblutzucker: verbessert (SMD: -1.32; 95% CI: -1.77, -0.87, p < 0.001); HOMA-IR (Insulinresistenz): verbessert (SMD: -1.32; 95% CI: -1.77, -0.87, p < 0.001); HbA1c: verbessert (SMD: -0.67; 95% CI: -1.18, -0.15, p = 0.011) |
Weitere Studien zu diesem Gebiet: 28 30 31 32 34 36 38 39 41 44 46 47 50 52 53 54 55 56 57 58 61 62 63 64 67 68 72 73 77 87 89 90 92 94 96 97 98 99 100 104 105 108 112 116 117 118 119 120 121 122 125 128 129 130 131 132 133 135 136 137
Zimt und Blutfette: Studien am Menschen
Bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes und verwandten Stoffwechselstörungen sank das LDL-Cholesterin in mehreren Metaanalysen 710242841. Auch Gesamtcholesterin und Triglyceride sanken in mehreren Metaanalysen 7102441; eine Metaanalyse fand nur bei Triglyceriden und Gesamtcholesterin eine Senkung 11, eine andere nur bei den Triglyceriden 27. Beim HDL-Cholesterin fanden einige Metaanalysen einen Anstieg 243841, andere keinen Unterschied 671127. Eine Metaanalyse zum gemahlenen Cassia-Zimt-Rindenpulver fand keine Unterschiede bei Gesamtcholesterin, Triglyceriden, LDL und HDL 47, und eine weitere Übersicht ohne Angabe von Art und Form ebenfalls keine Unterschiede bei den Blutfettwerten 52. Einzelne randomisierte Studien fanden gegenüber Placebo keinen Unterschied beim LDL-Cholesterin 6064 und beim Lipidprofil 8992; nach einer Zimt-Testmahlzeit unterschieden sich die Triglyceride nicht von der Kontrollmahlzeit 94. Die Befunde stammen überwiegend aus Supplementen in Kapselform, deren Zimtart meist nicht berichtet wurde. Die Beweiskraft der Übersichten ist hoch, doch die unspezifische Angabe von Zimtart, Form und Menge sowie die kurzen Studiendauern begrenzen die Übertragbarkeit auf konkrete Zubereitungen.
| Studie | Art · Teilnehmer | Präparat · Dosis · Dauer · Vergleich | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 4 de et al. 2025 | systematische Übersicht · 3.054 Teilnehmer | Zimt-Supplementierung, überwiegend in Kapselform; Art nicht genannt; ≤2 g/Tag und >2 g/Tag; 30 bis 120 Tage; gegen Placebo- oder Kontrollgruppe | Gesamtcholesterin (Kapselform): verbessert (WMD: -13.39 mg/dL; 95% CI: -24.71 to -2.07); LDL-C (Kapselform): verbessert (WMD: -6.49 mg/dL, 95% CI: -12.69 to -0.29); Triglyceride (Kapselform): verbessert (WND: -19.75 mg/dL; 95% CI, -33.71 to -5.80) |
| 6 Krittanawong et al. 2022 | Metaanalyse · 1.070 Teilnehmer | Zimtkonsum, Art und Form nicht genannt; gegen Zimtkonsum vs. kein Zimtkonsum | LDL-Cholesterin: kein Unterschied (WMD 0.38 (CI, -6.07-6.83)); HDL-Cholesterin: kein Unterschied (WMD 0.40 (CI, -1.14-1.94)) |
| 7 Jamali et al. 2020 | Metaanalyse · 1.025 Teilnehmer | Zimt-Supplementierung (Art/Form nicht genannt); Studien < 2 und ≥ 2 Monate; gegen Kontrollgruppen der eingeschlossenen Studien | Triglyceride: verbessert (WMD: -26.27 mg/dl, 95 % CI: [-38.93, -13.61], P < 0.001); Gesamtcholesterin: verbessert (WMD: -13.93 mg/dl, 95 % CI: [-25.64, -2.22], P = 0.020); LDL-Cholesterin: verbessert (WMD: -6.13 mg/dl, 95 % CI: [-10.72, -1.53], P = 0.009) |
| 8 Zhou et al. 2022 | Metaanalyse · 1.020 Teilnehmer | Zimtsupplement (Art/Form nicht genannt); 40 Tage bis 4 Monate; gegen Placebo | Glykolipidwerte (Lipide): verbessert (All p < 0.05) |
| 10 Wu et al. 2022 | Metaanalyse · 773 Teilnehmer | Zimt oder Zimtextrakte, Art nicht spezifiziert; Hochdosis-Subgruppe ≥1,5 g/d; gegen Placebo | Gesamtcholesterin: verbessert (WMD: -0.19 mmol/L [-7.34 mg/dL]; 95% CI: -0.24, -0.14 [-9.27, -5.41]); Triglyceride: verbessert (WMD: -0.10 mmol/L [-8.85 mg/dL]; 95% CI: -0.16, -0.04 [-14.16, -3.54]); LDL-Cholesterin: verbessert (WMD: -0.16 mmol/L [-6.18 mg/dL]; 95% CI: -0.20, -0.11 [-7.72, -4.25]) |
| 11 Maierean et al. 2017 | Metaanalyse · 750 Teilnehmer | Zimt-Supplementierung (Art und Form nicht genannt); Dosis im Abstract nicht angegeben; Supplementierungsdauer als Meta-Regressor untersucht; gegen Kontrollgruppen der eingeschlossenen RCTs | Triglyceride: verbessert (WMD: -0.27 mmol/L [-23.91 mg/dL], 95% CI: -0.39, -0.14 [-34.54, -12.40], P < .01); Gesamtcholesterin: verbessert (WMD: -0.36 mmol/L [-13.92 mg/dL], 95% CI: -0.63, -0.09 [-24.36, -3.48], P < .01); LDL-Cholesterin: kein Unterschied (WMD: -0.16 mmol/L [-6.19 mg/dL], 95% CI: -0.35, 0.03 [-13.53, 1.16], P = .10) |
| 19 Wahyuningtyas et al. 2021 | Metaanalyse · 206 Teilnehmer | Zimtextrakt (Zimtart im Abstract nicht genannt); gegen Placebo oder Kontrolle (RCTs) | HDL-Cholesterin: unklar (MD= -27.24 mg/dL, 95% CI: -32.62 to -21.85, p< 0.00001) |
| 24 Jafari et al. 2025 | Metaanalyse | Zimt-Supplementierung; gegen Kontrollgruppe | LDL-Cholesterin: verbessert (SMD = - 0.71; 95% CI: - 1.02, - 0.40); Gesamtcholesterin: verbessert (SMD = - 1.15; 95% CI: - 1.55, - 0.75); Triglyceride: verbessert (SMD = - 0.91; 95% CI: - 1.25, - 0.56) |
Weitere Studien zu diesem Gebiet: 25 27 28 30 32 37 38 39 41 46 47 50 52 58 60 64 66 68 71 77 89 92 93 94 97 98 100 112 122 127 129 132 133
Zimt, Körpergewicht und Körperzusammensetzung: Studien am Menschen
In mehreren Metaanalysen sank der Body-Mass-Index gegenüber den Kontrollgruppen 5942. Auch das Körpergewicht verbesserte sich in mehreren Studien 592842. Der Taillenumfang sank in mehreren Metaanalysen 92441 und in einer randomisierten Studie bei Migräne 84; das Taille-Hüft-Verhältnis sank in einer Metaanalyse und in derselben Studie 584. Eine Metaanalyse fand zudem eine Verringerung der Fettmasse 9. Dem stehen mehrere Studien gegenüber, die keinen Unterschied bei Gewicht, Body-Mass-Index oder Taillenumfang zeigten 205051536588; auch Body-Adiposity-Index und Halsumfang unterschieden sich in einer randomisierten Studie nicht 65. Die Befunde stammen überwiegend von Zimt-Supplementen in Kapsel- oder Pulverform, deren Zimtart oft nicht genannt wird. In einer randomisierten Studie bei Typ-2-Diabetes zeigte Zimt zu schwarzem Tee keinen gesicherten Unterschied bei den Körpermaßen 59. Die Beweiskraft ist hoch, die Ergebnisse sind aber gemischt; Präparate, Formen und Teilnehmergruppen unterscheiden sich, und die Zimtart fehlt oft.
| Studie | Art · Teilnehmer | Präparat · Dosis · Dauer · Vergleich | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 4 de et al. 2025 | systematische Übersicht · 3.054 Teilnehmer | Zimt-Supplementierung, überwiegend in Kapselform; Art nicht genannt; ≤2 g/Tag und >2 g/Tag; 30 bis 120 Tage; gegen Placebo- oder Kontrollgruppe | BMI (Dosis ≤2 g/Tag): verbessert (WMD: -1.18 kg/m2; 95% CI: -1.97 to -0.39) |
| 5 Yazdanpanah et al. 2020 | Metaanalyse · 1.480 Teilnehmer | Zimt-Supplementierung (Art und Form nicht berichtet); gegen Kontrollgruppen der eingeschlossenen RCTs | Body-Mass-Index: verbessert (WMD = -0.40 kg/m2, 95% CI: -0.57, -0.22 kg/m2, p < .001); Körpergewicht: verbessert (WMD = -0.92 kg; 95% CI: -1.51, -0.33 kg; p = .002); Taille-Hüft-Verhältnis: verbessert (WMD = -0.02, 95% CI: -0.038, -0.018; p < 0.001) |
| 9 Mousavi et al. 2020 | Metaanalyse · 786 Teilnehmer | Zimt-Supplementierung (Art/Form nicht genannt); ≥2 g/d für Effekte auf Fettmasse; ≥12 Wochen für Fettmasse-Effekte; gegen Kontrollgruppe | Körpergewicht: verbessert (WMD: -1.02 kg, 95% CI: -1.66 to -0.38, P = 0.002); Body-Mass-Index: verbessert (WMD: -0.51 kg/m2, 95% CI: -0.74, -0.28, P < 0.001); Taillenumfang: verbessert (WMD: -2.40 cm, 95% CI: -4.48, -0.33, P = 0.02) |
| 24 Jafari et al. 2025 | Metaanalyse | Zimt-Supplementierung; gegen Kontrollgruppe | Taillenumfang: verbessert (SMD = - 0.40; 95% (CI): - 0.73, - 0.06) |
| 28 Xiaomei et al. 2024 | systematische Übersicht | Zimt-Supplement, Form nicht genannt; gegen Placebo oder Kontrolle (12 RCTs) | Gewichtsabnahme (WMD): verbessert (-0.47 kg (95 % CI: -0.80 to -0.15, p < 0.001)) |
| 32 Novakovic et al. 2024 | Übersicht | Zimt, Art und Form nicht genannt; gegen kein einheitlicher Vergleich, Übersicht über Tier- und klinische Studien | Adipositas: verbessert |
| 41 Kutbi et al. 2022 | Metaanalyse | Zimt-Supplementierung (Art/Form nicht berichtet); Wirksam bei Dosis ≤1,5 g; gegen Kontrollgruppen randomisierter Studien | Taillenumfang: verbessert (WMD = -1.68 cm; P = 0.016) |
| 42 Keramati et al. 2022 | systematische Übersicht | Zimt-Supplement, Art und Form nicht genannt; ≥3 g/Tag günstiger; gegen Kontrollgruppe | Körpergewicht: verbessert (ES: -0.67 kg; 95% CI: -0.99, -0.35, p ˂ .001); Body-Mass-Index: verbessert (ES: -0.45 kg/m2 ; 95% CI: -0.57, -0.33, p ˂ .001); Taillenumfang: kein Unterschied (ES: -1.05 cm; 95% CI: -2.26, 0.15, p = .087) |
Weitere Studien zu diesem Gebiet: 46 50 51 53 59 65 72 73 82 88 89 100 103 112 122 132
Zimt, Entzündungs- und Oxidationswerte: Studien am Menschen
Bei Erwachsenen mit Stoffwechselstörungen, Typ-2-Diabetes, PCOS, rheumatoider Arthritis und Migräne fanden mehrere kontrollierte Studien und Metaanalysen Verbesserungen einzelner Entzündungs- und Oxidationswerte. Für CRP zeigten sich in mehreren kontrollierten Studien und Metaanalysen Verbesserungen 17244892. Malondialdehyd besserte sich in mehreren kontrollierten Studien und Metaanalysen 244871. Die antioxidative Kapazität verbesserte sich in mehreren kontrollierten Studien und Metaanalysen 2529374871. Interleukin-6 sank in mehreren Metaanalysen knapp signifikant und in einer randomisierten Studie bei Migräne gegenüber Placebo 29374883. Übersichten über Metaanalysen fanden dagegen bei Malondialdehyd und CRP keinen gesicherten Unterschied 2937, und eine randomisierte Studie bei Typ-2-Diabetes fand bei Malondialdehyd und antioxidativer Kapazität keinen Unterschied 87. Die Befunde stammen überwiegend von Zimtpulver in Kapseln, daneben von Rindenextrakten und nicht näher bezeichneten Zimtsupplementen; die Zimtart (Ceylon oder Cassia) und die geprüfte Menge werden meist nicht berichtet. Nach einer Zimt-Testmahlzeit unterschied sich das Interleukin-6 nicht von der Kontrollmahlzeit 94. Die Beweiskraft ist hoch, doch die meisten kontrollierten Einzelstudien fanden keinen Unterschied; offen bleibt, welche Zubereitung welche Entzündungswerte verlässlich beeinflusst.
| Studie | Art · Teilnehmer | Präparat · Dosis · Dauer · Vergleich | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 2 Long et al. 2023 | Übersicht · 3.852 Teilnehmer | Zimtextrakt neben 14 weiteren Polyphenolquellen; gegen Kontrolle (Placebo/Standardtherapie) je RCT | Krankheitsaktivität DAS28: verbessert; CRP und Blutsenkungsgeschwindigkeit: verbessert; Oxidativer Stress: verbessert |
| 17 Vallianou et al. 2019 | Metaanalyse · 285 Teilnehmer | Ceylon-Zimt (Cinnamomum Zeylanicum), Form nicht genannt; Subgruppen <1500 mg/Tag und ≥1500 mg/Tag; Subgruppe >12 Wochen; gegen Kontrollgruppen | Serum-CRP: verbessert (WMD: -0.81 mg/L, 95% CI: -1.36 to -0.26, p = 0.004) |
| 22 Johnson et al. 2026 | Übersicht | Zimt neben anderen Gewürzen, Art/Form nicht genannt; 7 Tage; gegen andere Gewürze bzw. Kontrolle, nicht einzeln aufgeschlüsselt | DNA-Strangbrüche in PBMCs: kein Unterschied |
| 24 Jafari et al. 2025 | Metaanalyse | Zimt-Supplementierung; gegen Kontrollgruppe | CRP: verbessert (SMD = - 0.78; 95% CI: - 1.28, - 0.27); MDA: verbessert (SMD = - 0.76; 95% CI: - 1.07, - 0.45) |
| 25 Gou et al. 2025 | Übersicht | Zimtsupplementierung (Art und Form nicht genannt); höhere Dosen >1,5 g/Tag günstiger; kürzere Intervention ≤2 Monate günstiger; gegen Placebo (randomisierte placebokontrollierte Studien) | Antioxidationskapazität: verbessert |
| 29 Zhang et al. 2024 | systematische Übersicht | Zimtsupplementierung, Art und Form nicht genannt; gegen Kontrollgruppen der eingeschlossenen RCTs | Totale antioxidative Kapazität (TAC): verbessert (WMD = 0.34; 95% CI: 0.04, 0.64); Interleukin-6 (IL-6): verbessert (WMD = -1.48; 95% CI: 2.96, -0.01); Malondialdehyd (MDA): kein Unterschied (WMD = -0.47; 95% CI: 0.99, 0.05) |
| 30 Banaszak et al. 2024 | Übersicht | Zimt neben Curcumin und Resveratrol | Gesamtantioxidative Kapazität, MDA, TNF-α, IL-6, hs-CRP: verbessert |
| 32 Novakovic et al. 2024 | Übersicht | Zimt, Art und Form nicht genannt; gegen kein einheitlicher Vergleich, Übersicht über Tier- und klinische Studien | oxidativer Stress und Entzündung: verbessert |
Weitere Studien zu diesem Gebiet: 37 40 46 48 49 59 67 71 72 83 85 86 87 92 94 121 122 132 133
Zimt und Blutdruck: Studien am Menschen
Mehrere Metaanalysen fanden bei Erwachsenen, teils mit Stoffwechselerkrankungen oder Typ-2-Diabetes, eine Senkung des systolischen Blutdrucks durch Zimt 131424294151. Für den diastolischen Blutdruck zeigten dieselben Metaanalysen ebenfalls eine Senkung 131424294151. Eine weitere Metaanalyse fand beim systolischen Blutdruck insgesamt keinen Unterschied, beim diastolischen eine Senkung 15. Bei Bluthochdruck im Anfangsstadium unterschied sich der Blutdruck am Studienende nicht zwischen Zimt und Placebo; nur die Tagesänderung des systolischen Werts fiel unter Zimt stärker aus 98. Bei Typ-2-Diabetes fand eine randomisierte Studie mit Zimt zu schwarzem Tee keinen Unterschied 59. In den Metaanalysen und Übersichten sind Zimtart und Zubereitungsform meist nicht berichtet, sodass offen bleibt, ob die Befunde für Ceylon-Zimt, Cassia-Zimt, Pulver oder Extrakt gelten; die geprüfte Menge ist dort ebenfalls nicht angegeben.
| Studie | Art · Teilnehmer | Präparat · Dosis · Dauer · Vergleich | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 13 Mousavi et al. 2020 | Metaanalyse · 641 Teilnehmer | Orale Zimt-Supplementierung (Art/Form nicht berichtet); ≤2 g Zimt mit größerem Effekt auf SBP; ≥12 Wochen mit größerem Effekt auf SBP; gegen Kontrollgruppe der eingeschlossenen RCTs | Systolischer Blutdruck: verbessert (WMD: -6.23 mmHg, 95% CI: -10.69 to -1.77, P = 0.006); Diastolischer Blutdruck: verbessert (WMD: -3.93 mmHg, 95% CI: -6.33 to -1.52, P = 0.001) |
| 14 Hadi et al. 2020 | Metaanalyse · 641 Teilnehmer | Zimt-Supplement, Art nicht genannt; ≤2 g/Tag in signifikanten Subgruppen; länger als 8 Wochen in signifikanten Subgruppen; gegen Placebo/Kontrolle in 9 RCTs | Systolischer Blutdruck: verbessert (WMD: -5.17 mmHg, 95% CI: -9.35 to -0.99, P = 0.01); Diastolischer Blutdruck: verbessert (WMD: -3.36 mmHg, 95% CI: -5.67 to -1.04, P ≤ 0.001) |
| 15 Ghavami et al. 2021 | Metaanalyse · 582 Teilnehmer | Zimt-Supplement, Art und Form nicht genannt; hohe Dosis >1500 mg/Tag untersucht; Langzeit ≥8 Wochen untersucht; gegen Kontrollgruppe der eingeschlossenen RCTs | Systolischer Blutdruck: kein Unterschied (WMD: -0.61mmHg; 95% CI: -1.36, 0.14, P= 0.111); Systolischer Blutdruck bei ≥8 Wochen: verbessert (WMD: -1.25 mmHg; 95% CI: -2.22, -0.28, P= 0.012); Diastolischer Blutdruck: verbessert (WMD: -0.93mmHg, 95% CI: -1.55 to -0.32, P= 0.003) |
| 24 Jafari et al. 2025 | Metaanalyse | Zimt-Supplementierung; gegen Kontrollgruppe | diastolischer Blutdruck: verbessert (SMD = - 1.04; 95% CI: - 1.54, - 0.55); systolischer Blutdruck: verbessert (SMD = - 0.85; 95% CI: - 1.54, - 0.16) |
| 25 Gou et al. 2025 | Übersicht | Zimtsupplementierung (Art und Form nicht genannt); höhere Dosen >1,5 g/Tag günstiger; kürzere Intervention ≤2 Monate günstiger; gegen Placebo (randomisierte placebokontrollierte Studien) | Blutdruckregulation: verbessert |
| 29 Zhang et al. 2024 | systematische Übersicht | Zimtsupplementierung, Art und Form nicht genannt; gegen Kontrollgruppen der eingeschlossenen RCTs | Systolischer Blutdruck: verbessert (ES = -2.36 mmHg; 95% CI: 3.86, -1.40); Diastolischer Blutdruck: verbessert (ES = -1.65 mmHg; 95% CI: 2.41, -0.90) |
| 41 Kutbi et al. 2022 | Metaanalyse | Zimt-Supplementierung (Art/Form nicht berichtet); Wirksam bei Dosis ≤1,5 g; gegen Kontrollgruppen randomisierter Studien | Systolischer Blutdruck: verbessert (WMD = -3.95 mmHg; P = 0.018); Diastolischer Blutdruck: verbessert (WMD = -3.36 mmHg; P = 0.001) |
| 51 Jamali et al. 2020 | Metaanalyse | Zimt-Supplement, Art und Form nicht genannt; gegen Kontrollgruppe ohne Zimt | Systolischer Blutdruck: verbessert (SMD: -0.532, 95% CI: [-1.032, -0.033], P = 0.037); Diastolischer Blutdruck: verbessert (SMD: -0.681, 95% CI: [-1.297, -0.065], P = 0.030) |
Weitere Studien zu diesem Gebiet: 59 92 98 112 126
Zimt und Regelschmerzen: Studien am Menschen
Bei Regelschmerzen verringerte Zimt in Kapseln die Schmerzstärke in einer randomisierten Studie stärker als Placebo 102. In einer randomisierten Studie mit Studentinnen linderten getrocknete Feigen Schmerzstärke und -dauer stärker als Zimt und Placebo; ein Vorteil von Zimt gegenüber Placebo wird nicht berichtet 70. Die Beweiskraft ist mittel; die Zahl der kontrollierten Studien ist klein, die Teilnehmerinnenzahl begrenzt, und zu Art, Form und geprüfter Menge des Zimts fehlen bei mehreren Studien genaue Angaben. Offen bleibt, ob sich die Befunde auf eine bestimmte Zimtart oder Zubereitung übertragen lassen.
| Studie | Art · Teilnehmer | Präparat · Dosis · Dauer · Vergleich | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 12 Xu et al. 2020 | Metaanalyse · 647 Teilnehmer | Zimt, Fenchel oder Ingwer (Form nicht berichtet); Beobachtungszeitraum ein Zyklus; gegen Placebo | Schmerzintensität, Zimt vs. Placebo: verbessert (WMD = 1.815, 95% CI = 1.330-2.301); Schmerzdauer, Zimt vs. Placebo: verbessert (WMD = 16.200, 95% CI = 15.271-17.129) |
| 35 Tahir et al. 2024 | Metaanalyse | Aromatherapie mit ätherischen Ölen, u. a. Zimt; gegen Kontrolle bzw. kein Aromatherapie-Arm | Schmerzscore bei primärer Dysmenorrhoe: verbessert (SMD -3.19 (CI -5.09, -1.28; I² = 98%)); Schmerzscore in RCTs: verbessert (− 0.98 (CI-1.40, -0.57; I² = 64%)); moderate bis schwere Schmerzen: verbessert (RR: 0.39; CI 0.25, 0.60; I² = 36%) |
| 70 Amanak et al. 2020 | randomisiert kontrolliert · 99 Teilnehmer | Zimt (Form und Art nicht genannt); 3 Menstruationszyklen; gegen Placebo und getrocknete Feigen | Schmerzstärke und -dauer: unklar |
| 102 Jahangirifar et al. 2018 | randomisiert kontrolliert | Zimtkapseln, 1000 mg; 1000 mg während der ersten 72 h der Menstruation; zwei aufeinanderfolgende Zyklen; gegen Placebo (1000 mg Stärke) | Schmerzintensität (VAS): verbessert (P = 0.001); Schmerzintensität (VAS), zweite Behandlung: verbessert (P = 0.002) |
Zimt und Verdauungsbeschwerden: Studien am Menschen
Bei Krebspatienten mit Übelkeit und Erbrechen unter Chemotherapie linderte das Einatmen von Zimtöl die Beschwerden stärker als eine Kontrolle mit Kochsalzlösung 74. Bei Durchfallbeschwerden verlängerte ein wässriger Extrakt aus Cassia-Zimt gegenüber Placebo die Darmpassagezeit und veränderte Stuhlwerte und Darmflora 75. Bei funktioneller Dyspepsie besserten sich die Beschwerden unter Zimtöl-Kapseln und unter Sesamöl-Placebo ohne Unterschied zwischen den Gruppen 78. Die Beweiskraft ist gering, die Studien sind klein und untersuchen unterschiedliche Formen, sodass sich Befunde nicht auf andere Zubereitungen übertragen lassen.
| Studie | Art · Teilnehmer | Präparat · Dosis · Dauer · Vergleich | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 21 Phang et al. 2026 | Übersicht | Zimtöl, teils in Mischung mit Pfefferminz-Kümmelöl; gegen verschiedene diätetische Kategorien, narrativ zusammengefasst | Dyspepsie-Symptome: unklar |
| 75 Park et al. 2023 | randomisiert kontrolliert · 70 Teilnehmer | Wässriger Cassia-Zimt-Rindenextrakt (CWE), Kapseln; 3 Kapseln à 400 mg CWE zweimal täglich; 8 Wochen; gegen Placebo | Kolon-Transitzeit: verbessert (p = 0.019); fäkale Isobuttersäure: verbessert (p = 0.008); fäkales Spermidin: verbessert (p = 0.009) |
| 78 Zobeiri et al. 2021 | randomisiert kontrolliert · 64 Teilnehmer | Zimtöl-Weichkapsel (Cinnamomum zeylanicum), standardisiert auf Zimtaldehyd; 6 Wochen; gegen Sesamöl-Weichkapsel als Placebo | Gesamt-Dyspepsie-Score: kein Unterschied (P=0.174) |
| 97 Zelicha et al. 2024 | randomisiert kontrolliert · 18 Teilnehmer | Zimt-Gewürz (Art im Abstract nicht genannt); 4 g/Tag; 4 Wochen pro Phase, 2 Wochen Auswaschphase; gegen Placebo, randomisiert, doppelblind, Crossover | Verdauungssymptome |
Zimt: weitere Messgrößen in Studien
In einer Netzwerk-Metaanalyse senkte Zimt bei Fettleber (MASLD/MASH) die Leberenzyme 1; eine Metaanalyse zu Erwachsenen fand insgesamt keinen Unterschied bei den Leberenzymen 45. Eine Zimtrinden-Nasenspülung besserte bei allergischem Schnupfen die Lebensqualität 3, und eine systematische Übersicht beschreibt niedrigere Leptin- und Visfatin-Spiegel 16. Bei Migräne verringerte Zimtpulver gegenüber Placebo Häufigkeit, Stärke und Dauer der Anfälle 83. Bei Frauen mit rheumatoider Arthritis senkte Zimtpulver gegenüber Placebo Krankheitsaktivität, Schmerz und die Zahl schmerzhafter und geschwollener Gelenke 92. Bei Frauen mit polyzystischem Ovarsyndrom besserte Zimtextrakt in einer Metaanalyse die Regelmäßigkeit des Menstruationszyklus 19. Eine systematische Übersicht beschreibt bei Frauen mit polyzystischem Ovarsyndrom günstige Befunde zur Eierstockfunktion, die weitere Studien bestätigen sollen 46. Bei Frauen mit polyzystischem Ovarsyndrom senkte Zimt den Testosteronspiegel ähnlich wie Metformin 73. Der DHEA-Spiegel blieb ohne Unterschied 2073. Das Adiponectin blieb ohne Unterschied 16. Die Befunde stammen überwiegend aus kleinen, teils unvollständig berichteten Studien, mehrfach ohne Angabe von Zimtart, Form und Menge. Da sich Befunde einer Form nicht auf eine andere übertragen lassen, bleiben Art, Zubereitung und geprüfte Menge für die meisten dieser Zielgrößen offen.
| Studie | Art · Teilnehmer | Präparat · Dosis · Dauer · Vergleich | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 1 Chen et al. 2026 | Metaanalyse · 9.191 Teilnehmer | Zimt (Form nicht berichtet); gegen andere pflanzliche Therapien und Kontrollen | Alanin-Aminotransferase: verbessert (MD -25.10; P = .01); Aspartat-Aminotransferase: verbessert (MD -23.50; P < .01); Gamma-Glutamyl-Transpeptidase: verbessert (MD -12.44; P = .01) |
| 3 Hu et al. 2025 | Metaanalyse · 3.584 Teilnehmer | Zimtrinde (cinnamon bark) als Nasenspülung; gegen Placebo-Nasenspülung und andere Spüllösungen | Lebensqualität (RQLQ-Score): verbessert (MD: -1.3, 95% CrI (-1.6, -0.96)) |
| 16 Gheflati et al. 2023 | Übersicht · 363 Teilnehmer | Zimt-Supplementierung, Art und Form nicht spezifiziert; gegen Kontrollgruppen der eingeschlossenen randomisierten Studien | Leptin-Spiegel: verbessert; Visfatin-Spiegel: verbessert; Adiponectin-Spiegel: kein Unterschied (non-significant) |
| 18 Mousavi et al. 2021 | systematische Übersicht · 256 Teilnehmer | Orale Zimt-Supplementierung, Art und Form nicht genannt; Niedrig dosiert <1.500 mg/d in Subgruppen; Nachbeobachtung teils länger als 12 Wochen; gegen Placebo oder Kontrolle (randomisierte Studien) | ALT im Serum (Gesamt): kein Unterschied; AST im Serum (Gesamt): kein Unterschied; ALP im Serum (Gesamt): kein Unterschied |
| 19 Wahyuningtyas et al. 2021 | Metaanalyse · 206 Teilnehmer | Zimtextrakt (Zimtart im Abstract nicht genannt); gegen Placebo oder Kontrolle (RCTs) | Menstruationszyklus über sechs Monate: verbessert (MD= 2.28, 95% CI: 1.83 to 2.73, p< 0.00001) |
| 32 Novakovic et al. 2024 | Übersicht | Zimt, Art und Form nicht genannt; gegen kein einheitlicher Vergleich, Übersicht über Tier- und klinische Studien | hormoneller Status: verbessert |
| 33 Służały et al. 2024 | Übersicht | Zimt (Form nicht berichtet); gegen andere Naturprodukte und Kontrolle | Leberenzyme: kein Unterschied |
| 40 Kaag et al. 2023 | Übersicht | Zimtextrakt (Cinnamomum-Art nicht genannt); gegen Placebo bzw. Kontrolle in RCTs | Symptome der allergischen Rhinitis: verbessert |
Weitere Studien zu diesem Gebiet: 43 45 46 63 69 70 73 74 76 79 80 81 82 83 88 89 91 92 95 101 106 107 109 110 111 113 114 115 118 121 123 124 134
4. Wie wird Zimt dosiert? Zubereitung, Dosis und Dauer in Studien
Die Studien prüften Zimt überwiegend als Kapsel oder Pulver, daneben als wässrigen oder alkoholischen Rindenextrakt, als Zimtöl sowie als Zimtaufguss oder Zimttee. Einzelne Untersuchungen verwendeten Zimt als Zutat in angereicherten Lebensmitteln oder als Nasenspülung. Ceylon-Zimt und Cassia-Zimt wurden nur in einem Teil der Studien ausdrücklich unterschieden; viele Übersichten nennen die Zimtart und die Zubereitungsform nicht.
| Präparat oder Form | Dosis | Dauer | Studie |
|---|---|---|---|
| Cinnamomum zeylanicum (Ceylon-Zimt) Extrakt | 250 mg oder 500 mg | vier Monate | 58 |
| 3 g Zimt mit drei Gläsern schwarzem Tee | 3 g Zimt täglich | 8 Wochen | 59 |
| Zimt-Supplement (Form nicht genannt) | — | 28 Tage | 60 |
| 250 mL Zimtaufguss (cinnamon infusion) | 250 mL Aufguss | Einmalige Gabe, Messung nach 60 Minuten | 61 |
| Zimtkapseln (Art nicht genannt) | 3 g pro Tag | 90 Tage | 62 |
| Junge Ceylon-Zimt-Rinde (Alba-Qualität), Kapseln | 1,5 g/Tag | 120 Tage | 63 |
| Standardisierter Cinnamomum zeylanicum (Ceylon-Zimt) Extrakt, Kapseln | 1000 mg/Tag (zwei Kapseln täglich) | 12 Wochen | 64 |
| Verkapseltes Ceylon-Zimtpulver (Cinnamomum verum) | 3 g/Tag | 90 Tage | 65 |
| Zimt, Art nicht genannt | 3 g täglich | 90 Tage | 66 |
| Zimtpulver (Art nicht genannt) | 0,5 g Zimtpulver täglich | 3 Monate | 67 |
| Gewürzpulver-Mischung mit Zimt, Ingwer und Schwarzkümmel | 3 g/Tag Pulver (Gewürz oder Placebo) | 12 Wochen | 68 |
| Wasserlöslicher Zimtextrakt versus Placebo | — | 6 Monate | 69 |
| Zimt (Form und Art nicht genannt) | — | 3 Menstruationszyklen | 70 |
| 3 Zimtkapseln täglich, je 500 mg Zimt (Zimtart nicht genannt) | 3 Kapseln täglich, je 500 mg Zimt | 8 Wochen | 71 |
| Zimtkapseln, je 500 mg Zimt | 3 Kapseln täglich | 8 Wochen | 72 |
5. Ist Zimt sicher? Nebenwirkungen in Studien
Die Studien berichten überwiegend eine gute Verträglichkeit von Zimtzubereitungen. Eine Übersicht über Metaanalysen fand keine signifikanten toxischen oder Nebenwirkungen gegenüber Placebo, unabhängig von Dosis und Dauer 43. Einzelne Studien berichten Hautausschlag unter Zimtöl 78, Dyspepsie mit Abbruch bei zwei Teilnehmern 112 sowie Mundschleimhautveränderungen durch zimthaltigen Kaugummi und zimthaltige Bonbons 109; in einer Studie bei Prädiabetes traten keine schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse auf 99.
| Studie | Berichtete Nebenwirkungen |
|---|---|
| 2 Long et al. 2023 | Zugabe von Polyphenolen erhöhte unerwünschte Ereignisse nicht |
| 8 Zhou et al. 2022 | Nur bei einem Patienten eine Nebenwirkung |
| 10 Wu et al. 2022 | Sicherheit bewertet, keine Angaben zu Ereignissen |
| 11 Maierean et al. 2017 | nicht berichtet |
| 23 Al-Makhmari et al. 2025 | Sicherheitsprofil als Forschungsbedarf genannt, keine Angaben |
| 34 Bakhach et al. 2024 | Sicherheit sehr gut dokumentiert, wenige Nebenwirkungen |
| 43 Gu et al. 2021 | Keine signifikanten toxischen oder Nebenwirkungen gegenüber Placebo, unabhängig von Dosis und Dauer |
| 54 Medagama et al. 2014 | Sicherheitsdaten begrenzt, nicht im Detail berichtet |
| 58 Ranasinghe et al. 2025 | als sicher beschrieben, keine Details berichtet |
| 60 Laffin et al. 2023 | Nebenwirkungsraten in allen Gruppen ähnlich |
| 64 Muthukuda et al. 2025 | Günstiges Sicherheitsprofil |
| 76 Chen et al. 2021 | als sicher bezeichnet, keine Zahlen berichtet |
6. Was noch offen ist: Grenzen der Studienlage
- Viele Übersichten nennen weder die Zimtart (Ceylon oder Cassia) noch die Zubereitungsform, sodass offen bleibt, für welche Form die Befunde gelten.
- Die geprüften Mengen unterscheiden sich zwischen den Studien, und Ergebnisse einer Form lassen sich nicht auf eine andere übertragen.
- Ein Teil der Studien untersuchte Mischpräparate mit weiteren Wirkstoffen, deren Ergebnisse nicht dem Zimt allein zuzuschreiben sind.
- Die Studiendauern sind überwiegend kurz, und mehrere Untersuchungen sind klein oder unvollständig berichtet.
- Zu Regelschmerzen und Verdauungsbeschwerden ist die Zahl der kontrollierten Studien klein.
7. Fazit: Was über Zimt gesichert ist
Zimt ist die getrocknete Innenrinde von Bäumen der Gattung Cinnamomum, im Handel vor allem als Ceylon-Zimt und Cassia-Zimt. Studien am Menschen zeigen bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes, PCOS und verwandten Stoffwechselstörungen Verbesserungen von Nüchternblutzucker, Langzeitblutzucker und postprandialer Glukose sowie von Body-Mass-Index, Körpergewicht, Taillenumfang und Blutdruck. Auch beim LDL-Cholesterin, Gesamtcholesterin und den Triglyceriden fanden mehrere Metaanalysen Verbesserungen, während andere Studien keine Unterschiede zeigten. Bei Entzündungs- und Oxidationswerten sind die Befunde gemischt: Verbesserungen einzelner Werte stehen Studien ohne Unterschied gegenüber.
Die Beweiskraft ist für Blutzucker, Blutfette, Entzündungswerte, Körpergewicht und Blutdruck hoch, für Regelschmerzen mittel und für Verdauungsbeschwerden gering. Eindeutig günstig sind die Ergebnisse aber nur beim Blutdruck; bei Blutzucker, Blutfetten und Gewicht sind sie gemischt, bei Entzündungswerten fanden die meisten Einzelstudien keinen Unterschied. Entscheidend ist, dass viele Übersichten Zimtart, Form und geprüfte Menge nicht berichten und ein Teil der Studien Mischpräparate mit weiteren Wirkstoffen untersuchte. Ergebnisse gelten daher jeweils nur für die untersuchte Form und Zubereitung.
Häufige Fragen
Wie gut ist Zimt am Menschen untersucht?
Zimt: ausgewertet wurden 138 Studien am Menschen, darunter 44 randomisierte kontrollierte Studien und 38 Metaanalysen oder systematische Übersichten; die kontrollierten Studien umfassen zusammen 3.313 Teilnehmer. Stand: 23. Oktober 2026.
Was bringt Zimt bei Blutzucker und Zuckerstoffwechsel? Das zeigen die Studien
Was bringt Zimt bei Blutfette? Das zeigen die Studien
Was bringt Zimt bei Körpergewicht und Körperzusammensetzung? Das zeigen die Studien
Was bringt Zimt bei Entzündungs- und Oxidationswerte? Das zeigen die Studien
Ausgewertet sind 5 Metaanalysen oder systematische Übersichten, 10 kontrollierte Studien und 12 weitere Studien, die kontrollierten Studien mit zusammen 751 Teilnehmern. Ergebnis der kontrollierten Studien: überwiegend kein Unterschied. Beweiskraft nach unseren offengelegten Regeln: hoch. Belege: 2172224
Was bringt Zimt bei Blutdruck? Das zeigen die Studien
Was bringt Zimt bei Regelschmerzen? Das zeigen die Studien
Welche Zimtarten wurden in den Studien untersucht?
Ein Teil der Studien prüfte ausdrücklich Ceylon-Zimt (Cinnamomum verum), etwa als Rindenextrakt oder verkapseltes Pulver 586465. Andere Studien verwendeten Cassia-Zimt (Cinnamomum cassia), etwa als wässrigen Rindenextrakt 75. In vielen Übersichten wird die Zimtart jedoch nicht genannt, sodass sich die Befunde nicht sicher einer Art zuordnen lassen.
Zeigen Studien am Menschen eine Wirkung auf den Blutzucker?
Bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes und bei Frauen mit polyzystischem Ovarsyndrom senkte Zimt in mehreren Metaanalysen und randomisierten Studien den Nüchternblutzucker und den Langzeitblutzucker 41924263662. Einzelne Metaanalysen und randomisierte Studien fanden dagegen keinen Unterschied beim HbA1c, beim Insulin oder bei der Insulinresistenz 63847525387. Ein einmaliger Zimtaufguss veränderte bei gesunden Studierenden die Kapillarglukose kurz nach dem Trinken nicht signifikant 61.
Was zeigen die Studien zu Blutfetten?
In mehreren Metaanalysen sanken Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin und Triglyceride 7102441. Beim HDL-Cholesterin fanden einige Metaanalysen einen Anstieg 243841, andere keinen Unterschied 671127. Eine Metaanalyse zum gemahlenen Cassia-Zimt-Rindenpulver fand keine Unterschiede bei den Blutfettwerten 47.
Gibt es Studien zu Körpergewicht und Blutdruck?
Mehrere Metaanalysen fanden niedrigere Werte bei Körpergewicht, Body-Mass-Index oder Taillenumfang 5924284142; in einer randomisierten Studie bei Migräne nahmen Gewicht und Taillenumfang unter Placebo zu, unter Zimt nicht 84. Mehrere Studien zeigten jedoch keinen Unterschied bei Gewicht, Body-Mass-Index oder Taillenumfang 205051536588. Systolischer und diastolischer Blutdruck sanken in mehreren Metaanalysen 1314244151. Eine weitere Metaanalyse fand nur beim diastolischen Wert eine Senkung 15; bei Bluthochdruck im Anfangsstadium sank unter Zimt nur der systolische Tageswert stärker als unter Placebo 98.
Wie verträglich ist Zimt in den Studien?
Die Studien berichten überwiegend eine gute Verträglichkeit. Eine Übersicht über Metaanalysen fand keine signifikanten toxischen oder Nebenwirkungen gegenüber Placebo, unabhängig von Dosis und Dauer 43. Einzelne Studien berichten Hautausschlag unter Zimtöl 78, Dyspepsie mit Abbruch bei zwei Teilnehmern 112 sowie Mundschleimhautveränderungen durch zimthaltigen Kaugummi und zimthaltige Bonbons 109.
Quellen
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- 21Phang L, Kim A, Mu C, Rostami K · 2026
- 22
- 23Al-Makhmari S, Al-Aufi A, Al-Kindi S, Alriyami M, Sakr H, Boulassel MR et al. · 2025
- 24Jafari A, Mardani H, Faghfouri AH, AhmadianMoghaddam M, Musazadeh V, Alaghi A · 2025
- 25Gou H, Zhong L, Wei Q, Fan Y · 2025
- 26Moridpour AH, Kavyani Z, Khosravi S, Farmani E, Daneshvar M, Musazadeh V et al. · 2024
- 27
- 28
- 29Zhang K, Li Y, Lin X, Daneshar M, Karamian F, Li M · 2024
- 30Banaszak M, Górna I, Woźniak D, Przysławski J, Drzymała-Czyż S · 2024
- 31Garza MC, Pérez-Calahorra S, Rodrigo-Carbó C, Sánchez-Calavera MA, Jarauta E, Mateo-Gallego R et al. · 2024
- 32Novakovic S, Jakovljevic V, Jovic N, Andric K, Milinkovic M, Anicic T et al. · 2024
- 33Służały P, Paśko P, Galanty A · 2024
- 34Bakhach H, Nuffer M, Tall Bull S, Nuffer W · 2024
- 35Tahir HN, Rehman N, Tahir M, Alotaibi N, Al-Dhubaibi MS, Mohamed NEE et al. · 2024
- 36Zarezadeh M, Musazadeh V, Foroumandi E, Keramati M, Ostadrahimi A, Mekary RA · 2023
- 37Sarmadi B, Musazadeh V, Dehghan P, Karimi E · 2023
- 38Yu T, Lu K, Cao X, Xia H, Wang S, Sun G et al. · 2023
- 39Mackonochie M, Rodriguez-Mateos A, Mills S, Rolfe V · 2023
- 40Kaag S, Lorentz A · 2023
- 41Kutbi EH, Sohouli MH, Fatahi S, Lari A, Shidfar F, Aljhdali MM et al. · 2022
- 42Keramati M, Musazadeh V, Malekahmadi M, Jamilian P, Jamilian P, Ghoreishi Z et al. · 2022
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- 51Jamali N, Jalali M, Saffari-Chaleshtori J, Samare-Najaf M, Samareh A · 2020
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- 56Diabetes mellitus and phytotherapy in TurkeyParildar H, Serter R, Yesilada E · 2011
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- 64Muthukuda D, de Silva CK, Ajanthan S, Wijesinghe N, Dahanayaka A, Pathmeswaran A · 2025
- 65Lira Neto JCG, Araújo MFM, Penha JCD, Bezerra MAR, Fernandes BKC, Maranhão TA et al. · 2025
- 66Lira Neto JCG, Araújo MFM, Araújo AVEC, Figueira JNR, Maranhão TA, Damasceno MMC · 2023
- 67Mirmiranpour H, Huseini HF, Derakhshanian H, Khodaii Z, Tavakoli-Far B · 2020
- 68Al Dhaheri AS, Alkhatib DH, Feehan J, Cheikh Ismail L, Apostolopoulos V, Stojanovska L · 2024
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- 72Borzoei A, Rafraf M, Asghari-Jafarabadi M · 2018
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- 83Zareie A, Sahebkar A, Khorvash F, Bagherniya M, Hasanzadeh A, Askari G · 2020
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- 86Mirmiran P, Davari M, Hashemi R, Hedayati M, Sahranavard S, Bahreini S et al. · 2019
- 87Talaei B, Amouzegar A, Amouzegar A, Sahranavard S, Hedayati M, Mirmiran P et al. · 2017
- 88Gholami M, Mokhtari E, Abolghasemi J, Vafa M · 2024
- 89Peivandi S, Heydari-Latibari S, Ghasemzadeh F, Zamaniyan M, Bahar A, Majidi H et al. · 2024
- 90Rachid AP, Moncada M, Mesquita MF, Brito J, Bernardo MA, Silva ML · 2022
- 91de Araújo MRC, Maciel PP, Castellano LRC, Bonan PRF, Alves DDN, de Medeiros ACD et al. · 2021
- 92Shishehbor F, Rezaeyan Safar M, Rajaei E, Haghighizadeh MH · 2018
- 93
- 94Huang Y, Tsai MF, Thorat RS, Xiao D, Zhang X, Sandhu AK et al. · 2022
- 95Soares APDC, de Faria NC, Graciano GF, Dos Santos ALS, Valenzuela VDC, Toulson Davisson Correia MI et al. · 2022
- 96Moreira FD, Reis CEG, Gallassi AD, Moreira DC, Welker AF · 2024
- 97Zelicha H, Yang J, Henning SM, Huang J, Lee RP, Thames G et al. · 2024
- 98Cinnamon effects on blood pressure and metabolic profile: A double-blind, randomized, placebo-controlled trial in patients with stage 1 hypertensionShirzad F, Morovatdar N, Rezaee R, Tsarouhas K, Abdollahi Moghadam A · 2021
- 99Romeo GR, Lee J, Mulla CM, Noh Y, Holden C, Lee BC · 2020
- 100Zare R, Nadjarzadeh A, Zarshenas MM, Shams M, Heydari M · 2019
- 101Steels E, Steels E, Deshpande P, Thakurdesai P, Dighe S, Collet T · 2019
- 102Jahangirifar M, Taebi M, Dolatian M · 2018
- 103
- 104Wang J, Wang S, Yang J, Henning SM, Ezzat-Zadeh Z, Woo SL et al. · 2020
- 105Al-Luwaym AH, Al-Quwaidhi AJ, Al-Ghadeeb RB · 2024
- 106Candar A, Demirci H, Baran AK, Akpınar Y · 2018
- 107Güngör Serin B, Temiz BE, Tuncer H, Atakul MO, Gunes AC, Onat T et al. · 2026
- 108Alzahrani MA, Alsiary KA, Khan MA, Bushnaq A, Alzahrani B, Salama M et al. · 2023
- 109Kalogirou EM, Aktypi-Bampouranou A, Vasilaki M, Chatzidimitriou K, Tosios KI · 2026
- 110Sadr S, Tahermohammadi H, Kaveh S, Khanbabaee G, Tabatabaei SA, Choopani R et al. · 2023
- 111Ngô C, Sidibe FM, Goossens S, Tapa DZ, Kriegel I, Kone AA et al. · 2025
- 112Ranasinghe P, Jayawardena R, Pigera S, Wathurapatha WS, Weeratunga HD, Premakumara GAS et al. · 2017
- 113Yesukumar SJ, Bakir L, Mohamed IA, Danjuma M · 2025
- 114Mustapa MA, Guswenrivo I, Zurohtun A, Khairul Ikram NK, Muchtaridi M · 2023
- 115Acharya SB, Ghosh S, Yadav G, Sharma K, Ghosh S, Joshi S · 2018
- 116Balkrishna A, Tripathi SK, Singh SK, Verma S, Arya V · 2026
- 117
- 118Bashir S, Shah IM, Javeed S, Rafiquee A, Mir B, Hassan Mir R et al. · 2026
- 119Al-Rajaibi H, Elsamanoudy SA, Elsamanoudy AZ, Sakr HF · 2026
- 120Schenk S, Pignolet-Marti A, Graz B, Cavin AL, Puder JJ · 2026
- 121Muhammed Saeed AA, Noreen S, Awlqadr FH, Farooq MI, Qadeer M, Rai N et al. · 2025
- 122Beheshti AS, Qazvini MM, Abeq M, Abedi E, Fadaei MS, Fadaei MR et al. · 2025
- 123Adarthaiya S, Arivarasan VK · 2025
- 124Sivamaruthi BS, Kesika P, Sisubalan N, Chaiyasut C · 2025
- 125Cheng J, Li J, Xiong RG, Wu SX, Xu XY, Tang GY et al. · 2024
- 126Nyulas KI, Simon-Szabó Z, Pál S, Fodor MA, Dénes L, Cseh MJ et al. · 2024
- 127Grant JK, Dangl M, Ndumele CE, Michos ED, Martin SS · 2024
- 128McBenedict B, Orfao AL, Goh KS, Yau RCC, Alphonse B, Machado Lima J et al. · 2024
- 129Farhadnejad H, Saber N, Neshatbini Tehrani A, Kazemi Jahromi M, Mokhtari E, Norouzzadeh M et al. · 2024
- 130Srivastava SP, Upadhyay P, Das S, Tiwari N, Mishra S, Tripathi SM · 2024
- 131Cortez-Navarrete M, Pérez-Rubio KG, Escobedo-Gutiérrez MJ · 2023
- 132Mohsin SN, Saleem F, Humayun A, Tanweer A, Muddassir A · 2023
- 133Silva ML, Bernardo MA, Singh J, de Mesquita MF · 2022
- 134Tsui PF, Lin CS, Ho LJ, Lai JH · 2018
- 135Kim Y, Keogh JB, Clifton PM · 2016
- 136Xie W, Zhao Y, Zhang Y · 2011
- 137Non-Pharmaceutical Intervention Options For Type 2 Diabetes: Complementary & Integrative Health Approaches (Including Natural Products And Mind/Body Practices)McKennon SA · 2000
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