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Mandeln

Datenbank-gestützte Auswertung · in unserer Datenbank 561 Arbeiten, davon 75 kontrollierte Studien am Menschen · Stand · So werten wir aus

Mandeln sind die Samen des Mandelbaums; Studien am Menschen zeigen gemischte Wirkungen auf Blutfette, Gewicht, Entzündung, Darm, Kognition und Blutzucker.

Mandeln: ausgewertet wurden 113 Studien am Menschen, darunter 66 randomisierte kontrollierte Studien und 13 Metaanalysen oder systematische Übersichten; die kontrollierten Studien umfassen zusammen 4.433 Teilnehmer. Stand: 23. Oktober 2026.

Diese Seite als PDF · Resümee

1. Was ist Mandeln? Vorkommen, Herkunft und Formen

Mandeln sind die Samen des Mandelbaums (Prunus dulcis), eines Rosengewächses aus dem Mittelmeerraum und Vorderasien. Sie werden seit Langem als Nahrungsmittel gegessen, roh, geröstet oder zu Mehl, Mus, Öl und Mandelmilch verarbeitet. In Studien wird geprüft, wie sich der Verzehr von Mandeln auf Stoffwechsel, Körpergewicht und Wohlbefinden verhält.

Der Mandelbaum gedeiht in gemäßigten bis warmen Klimazonen, vor allem im Mittelmeerraum, in Vorderasien, in Kalifornien und in Australien. Als Lebensmittel sind Mandeln ganzjährig als Snack, Backzutat und Grundlage von Mandelgetränken verfügbar.

Nach der Ernte werden die Früchte getrocknet und die grüne Fruchthülle sowie die harte Schale entfernt, übrig bleibt der Samen mit seiner braunen Haut. In Studien werden ganze Mandeln (roh oder geröstet), entfettetes Mandelpulver, Mandelmehl, Mandelmus, Mandelmilch, Mandelöl und die Mandelhaut geprüft.

Untersuchte Formen und Zubereitungen

  • Ganze Mandeln, roh oder geröstet
  • Mandelmehl und entfettetes Mandelpulver
  • Mandelmus
  • Mandelmilch bzw. Mandelgetränk
  • Mandelöl
  • Mandelhaut und Mandelkleie

Nicht gemeint sind auf dieser Seite:

  • Bittermandel (Prunus amara), die Amygdalin enthält und nicht als Lebensmittel verzehrt wird
  • Erdnuss, die botanisch ein Hülsenfrüchtler ist
  • Andere Baumnüsse wie Walnuss, Haselnuss, Cashew und Pistazie
  • Mandelaroma (Benzaldehyd) als zugesetzter Aromastoff

2. Wie wirkt Mandeln? Ergebnisse nach Anwendungsgebiet

AnwendungsgebietErgebnis in kontrollierten StudienBeweiskraftStudienTeilnehmer
Herz und Stoffwechsel (Blutfette)gemischthoch2 Metaanalysen · 35 kontrolliert · 20 weitere2.734
Gewicht, Sättigung und Appetitüberwiegend kein Unterschiedhoch1 Metaanalysen · 33 kontrolliert · 10 weitere2.552
Entzündung und oxidativer Stressüberwiegend kein Unterschiedhoch5 Metaanalysen · 17 kontrolliert · 8 weitere639
Darm und Mikrobiomgemischthoch1 Metaanalysen · 12 kontrolliert · 10 weitere595
Blutzucker und Insulingemischtgering1 Metaanalysen · 23 kontrolliert · 6 weitere2.074
Kognition und Stimmungüberwiegend kein Unterschiedgering0 Metaanalysen · 10 kontrolliert · 1 weitere443
Haut und Hautpflegegemischtgering0 Metaanalysen · 4 kontrolliert · 3 weitere67
Weitere Untersuchungenüberwiegend verbesserthoch0 Metaanalysen · 10 kontrolliert · 8 weitere546

So lesen Sie die Tabelle: Gezählt werden Studien am Menschen, deren Ergebnisse das jeweilige Gebiet betreffen. „Hoch“ heißt: mindestens eine Metaanalyse und zwei kontrollierte Studien mit Verbesserung, oder mindestens drei kontrollierte Studien, von denen drei Viertel eine Verbesserung zeigen, mit zusammen mindestens 300 Teilnehmern. „Mittel“ heißt: mindestens zwei kontrollierte Studien mit Verbesserung, und zwar mehrheitlich, oder eine Metaanalyse neben kontrollierten Studien. „Gering“ heißt: eine kontrollierte Studie mit Verbesserung. Gibt es in einem Gebiet keine kontrollierte Studie, ist die Beweiskraft höchstens „gering“ (Ergebnis „nur Übersichten“ oder „nur Beobachtungsdaten“). Alles andere ist „unklar“. Eine Studie zählt als Verbesserung, wenn mindestens die Hälfte ihrer Messgrößen in diesem Gebiet besser ausfiel. Übersichten über Mischpräparate zählen nicht als Metaanalyse; Ergebnisse, die nur Nebenwirkungen oder Anteile von Anwendern beschreiben, zählen nicht als Wirkung. Dieselbe Studie zählt nur einmal.

3. Was die Studien im Einzelnen zeigen

Mandeln, Herz und Stoffwechsel (Blutfette): Studien am Menschen

In mehreren randomisierten Studien senkten ganze Mandeln gegenüber Kontrollkost das Gesamtcholesterin 15161828 und das LDL-Cholesterin 16185183. Eine systematische Übersicht über Mandelstudien bestätigt die LDL-Senkung 2. Die Triglyceride sanken in zwei Studien stärker als unter nussfreier Kost 2728, in anderen nicht 4183. Der Blutdruck blieb in mehreren randomisierten Studien ohne Unterschied 20415383, in einer Studie sank der systolische Wert stärker 27; das Leberfett blieb unverändert 3783. Bei LDL-Partikeln war das Bild gemischt: Kleine Partikel sanken in einer Studie stärker als unter Kontrollkost 79, unter Statinen verschob sich das Muster zu kleineren Partikeln 52. Die Gefäßfunktion besserte sich in einer Studie gegenüber üblichen Snacks 83, bei koronarer Herzkrankheit nicht 53. Mehrere dieser Studien finanzierte das Almond Board of California, ein Verband der Mandelwirtschaft 162961. Übersichten zu Nüssen allgemein, in denen Mandeln nur ein Teil waren, fanden ebenfalls niedrigere Cholesterinwerte 1310. Eine weitere Metaanalyse über Mandeln, Paranüsse und Leinsamen wies für Mandeln bei koronarer Herzkrankheit eigens niedrigeres Gesamt- und LDL-Cholesterin aus 8. Offen bleiben die Wirkung auf klinische Endpunkte, der Einfluss der Zubereitungsform und die Übertragbarkeit auf Menschen ohne erhöhtes Risiko.

StudieArt · TeilnehmerPräparat · Dosis · Dauer · VergleichErgebnis
1 Del et al. 2015Metaanalyse · 2.582 TeilnehmerBaumnüsse, darunter Mandeln, als Mischung; dosisstandardisiert auf 1 oz (28,4 g) pro Tag; 3 bis 26 Wochen; gegen Kontrollgruppe ohne NussinterventionGesamtcholesterin: verbessert (-4.7 mg/dL; 95% CI: -5.3, -4.0 mg/dL); LDL-Cholesterin: verbessert (-4.8 mg/dL; 95% CI: -5.5, -4.2 mg/dL); Apolipoprotein B: verbessert (-3.7 mg/dL; 95% CI: -5.2, -2.3 mg/dL)
2 Musa-Veloso et al. 2025systematische Übersicht · 2.485 TeilnehmerMandelprodukte als Untersuchungsprodukt; mindestens 4 Wochen; gegen Kontrolle ohne Nüsse/BaumnüsseLDL-Cholesterin: verbessert (-0.132 mmol/L; 95% CI: -0.190, -0.075 mmol/L; p < 0.001); Gesamtcholesterin: verbessert (-0.160 mmol/L; 95% CI: -0.218, -0.101 mmol/L; p < 0.001); Nicht-HDL-Cholesterin: verbessert (-0.204 mmol/L; 95% CI: -0.281, -0.127 mmol/L; p < 0.001)
3 Liu et al. 2020Metaanalyse · 1.677 TeilnehmerMandel-angereicherte Diät im Vergleich zu anderen nussreichen Diäten; gegen Kontroll-, Walnuss-, Pistazien-, Haselnuss- und Cashew-DiätLDL-Cholesterin-Senkung (Rang): verbessert (ranked second best); Triglycerid-Senkung: unklar; Gesamtcholesterin-Senkung: unklar
8 Jia et al. 2024Metaanalyse · 324 TeilnehmerPolyphenolreiche Samenlebensmittel: Mandeln, Paranuss, Leinsamen; gegen Kontrolle (nicht näher beschrieben)Gesamtcholesterin (Mandeln): verbessert (MD = -15.53, 95% CI (-21.97, -9.1), p < 0.00001); LDL-Cholesterin (Mandeln): verbessert (MD = -14.62, 95% CI (-20.92, -8.33), p < 0.00001)
9 Vilela et al. 2024MetaanalyseNüsse, überwiegend Mandeln; 28 bis 84 g/Tag; 4 bis 72 Monate; gegen Energierestriktion ohne NüsseGesamtcholesterin, HDL-c, LDL-c, LDL-c/HDL-c, Triglyceride: kein Unterschied; Systolischer und diastolischer Blutdruck: kein Unterschied
10 Guasch-Ferré et al. 2023ÜbersichtNüsse, darunter Mandeln, ohne Nussöl; gegen nussreiche vs. übliche ErnährungGesamtcholesterin: verbessert (MD, -0.09 to -0.28 mmol/L); LDL-Cholesterin: verbessert (MD, -0.09 to -0.26 mmol/L); Triglyceride: verbessert (MD, -0.05 to -0.17 mmol/L)
14 Medina-Vera et al. 2021systematische ÜbersichtRohe Mandeln (unter anderen antioxidativen Lebensmitteln)Blutlipide: verbessert
15 Gayathri et al. 2022randomisiert kontrolliert · 400 Teilnehmer43 g Mandeln pro Tag; 43 g/Tag; 12 Wochen; gegen übliche Kost ohne NüsseGesamtcholesterin: verbessert (-5.4 mg/dl (-10.2, -0.6); p = 0.03)

Weitere Studien zu diesem Gebiet: 16 18 20 21 23 27 28 29 30 33 35 36 37 38 39 41 43 49 50 51 52 53 56 57 58 59 61 62 64 65 70 76 78 79 88 89 95 102 104 105 106 108 109 112 113 114 115 116 117

Mandeln, Gewicht, Sättigung und Appetit: Studien am Menschen

Bei Erwachsenen mit Übergewicht, Prädiabetes oder metabolischem Syndrom nahm der Taillenumfang in mehreren randomisierten Studien stärker ab als unter Kontrollkost 284376. Körper- oder Bauchfett sank in weiteren Studien stärker 1851. Beim Körpergewicht und beim BMI überwogen die Befunde ohne Unterschied 2025263679. Auch in weiteren randomisierten Studien zu Körpergewicht und Körperzusammensetzung zeigte sich kein Vorteil 374164. Einzelne Studien berichteten über eine höhere Energieaufnahme 2652 oder einen höheren BMI und Taillenumfang 54. Nach einem Mandelsnack aßen Erwachsene im weiteren Tagesverlauf weniger als nach Keksen 31, Hunger und Sättigung unterschieden sich gegenüber Gebäck aber nicht 66. Eine Metaanalyse zu mandelbasierter Ernährung bei Typ-2-Diabetes fand einen niedrigeren BMI 12; eine Metaanalyse zu Nüssen unter Kalorienreduktion, meist Mandeln, fand keinen Vorteil bei Gewicht und Körperzusammensetzung 9. Die Datenlage ist insgesamt umfangreich, aber gemischt; untersucht wurden überwiegend ganze Mandeln, roh oder geröstet, teils als Ersatz für isokalorische Snacks, teils als Ergänzung. Wo Mandeln gegen andere Lebensmittel getauscht wurden, ist ein Teil des Effekts dem Austausch zuzurechnen; die Studie mit Keksen als Vergleich finanzierte das Almond Board of California 25. Zu Mandelmehl, Mandelmus, Mandelmilch und Mandelöl stehen Gewichtsstudien noch aus.

StudieArt · TeilnehmerPräparat · Dosis · Dauer · VergleichErgebnis
9 Vilela et al. 2024MetaanalyseNüsse, überwiegend Mandeln; 28 bis 84 g/Tag; 4 bis 72 Monate; gegen Energierestriktion ohne NüsseGewichtsverlust, BMI, Taillen- und Hüftumfang: kein Unterschied; Körperzusammensetzung (Fettmasse, fettfreie Masse, Magermasse): kein Unterschied
11 Franco et al. 2022systematische ÜbersichtMandeln, Haselnüsse, Erdnüsse, Walnüsse, Nussmischung; Walnüsse 22,1 g bis 56 g; Erdnüsse 56 g; akute und chronische Studien; gegen unterschiedliche Dosen bzw. konventionelle ErdnüsseEnergiestoffwechsel-Marker (Ruheumsatz, RQ, DIT): kein Unterschied
12 Ojo et al. 2021MetaanalyseMandel-basierte Ernährung; gegen KontrolleBody-Mass-Index: verbessert (p < 0.05)
16 2022randomisiert kontrolliert · 184 Teilnehmer43 g Mandeln pro Tag; 43 g/Tag; 12 Wochen; gegen übliche Ernährung ohne Nüsse in jeglicher Form; vom Hersteller finanziertKörpergewicht: kein Unterschied (1%); Body-Mass-Index: kein Unterschied (1%); Taillenumfang: kein Unterschied (1%)
17 Smith et al. 2022randomisiert kontrolliert · 180 TeilnehmerMandeln (ganze Mandeln); 300 kcal/Tag; 30 Tage; gegen Pommes frites (mit/ohne Kräuter-Gewürz-Mischung), kalorienangepasstFettmasse (DXA): kein Unterschied (P = 0.443); Körpergewichtsänderung (3 Gruppen): kein Unterschied (P = 0.014)
18 Liu et al. 2017randomisiert kontrolliert · 169 TeilnehmerGanze Mandeln, 56 g täglich; 56 g/Tag; 16 Wochen; gegen Kontrollgruppe mit iso-kalorischem kohlenhydratreichem LebensmittelKörperfettmasse: verbessert; Körperfettanteil: verbessert (P = 0.019); Viszerales Fett: verbessert (P < 0.001)
20 Jamshed et al. 2016randomisiert kontrolliert · 150 TeilnehmerPakistanische oder Amerikanische Mandeln, über Nacht eingeweicht; 10 g/Tag; 12 Wochen (Follow-ups Woche 6 und 12); gegen Keine Intervention (keine Mandeln)Körpergewicht: kein Unterschied (remained fairly constant)
21 Jamshed et al. 2015randomisiert kontrolliert · 150 TeilnehmerGanze Mandeln (pakistanische oder amerikanische Sorte); 10 g/Tag, eingeweicht, ohne Haut, vor dem Frühstück; 12 Wochen; gegen Keine Intervention (NI) vs. pakistanische vs. amerikanische MandelnKörpergewicht: kein Unterschied

Weitere Studien zu diesem Gebiet: 22 23 24 26 27 28 31 33 35 36 37 41 43 46 51 52 54 59 64 66 70 72 74 76 78 79 86 87 89 101 104 106 107 109 113 114

Mandeln, Entzündung und oxidativer Stress: Studien am Menschen

Zwei Metaanalysen fanden unter Mandeln niedrigeres C-reaktives Protein 45, eine davon auch niedrigeres Interleukin-6, nicht aber bei Adipositas oder Vorerkrankungen 4. Interleukin-6 sank auch in randomisierten Studien bei Adipositas und Typ-2-Diabetes 4168. Zwei Metaanalysen fanden zudem weniger Malondialdehyd, einen Marker für oxidativen Stress 67. Andere randomisierte Studien fanden keine Unterschiede bei Entzündungs- und Oxidationsmarkern 37577680. In einer Studie mit Mandeln allein und zusammen mit dunkler Schokolade unterschied sich der oxidative Stress nicht von üblicher Kost 49. Die Befunde stammen überwiegend aus kleinen, kurzen Studien an übergewichtigen oder stoffwechselauffälligen Erwachsenen. Die Datenlage ist damit umfangreich, aber uneinheitlich, und die Übertragbarkeit auf andere Formen wie Mandelmehl, Mandelmus oder Mandelmilch ist offen.

StudieArt · TeilnehmerPräparat · Dosis · Dauer · VergleichErgebnis
1 Del et al. 2015Metaanalyse · 2.582 TeilnehmerBaumnüsse, darunter Mandeln, als Mischung; dosisstandardisiert auf 1 oz (28,4 g) pro Tag; 3 bis 26 Wochen; gegen Kontrollgruppe ohne NussinterventionC-reaktives Protein: kein Unterschied
4 Fatahi et al. 2022Metaanalyse · 847 TeilnehmerMandelverzehr (Form nicht näher angegeben); Wirksam bei <60 g/Tag; gegen kein MandelverzehrC-reaktives Protein (CRP): verbessert (WMD: -0.25 mg/L; 95% CI: -0.43, -0.06 mg/L); Interleukin-6 (IL-6): verbessert (WMD: -0.11 pg/mL; 95% CI: -0.21, -0.01 pg/mL); Tumornekrosefaktor-alpha (TNF-α): kein Unterschied (WMD: -0.05 pg/mL; 95% CI: -0.11, 0.01 pg/mL)
5 Eslami et al. 2025Metaanalyse · 544 TeilnehmerMandeln (ganze Mandeln); gegen Kontrolle (keine Mandeln)C-reaktives Protein (CRP): verbessert (WMD, -0.28 mg/L; 95% CI, -0.52, -0.04; p = 0.02); Malondialdehyd (MDA): kein Unterschied
6 Kolahi et al. 2025Metaanalyse · 424 TeilnehmerMandeln; > 60 g/Tag; gegen KontrolleMalondialdehyd (MDA): verbessert (WMD = -0.46, p = 0.002); 8-Hydroxy-2'-desoxyguanosin (8-OHdG): verbessert (WMD = -5.83, p < 0.001); Harnsäure (UA): verbessert (WMD = -0.64, p = 0.009)
7 Luo et al. 2023Metaanalyse · 424 TeilnehmerMandelkonsum (Form nicht spezifiziert); gegen KontrolleMalondialdehyd (MDA): verbessert (WMD: - 6.63 nmol/ml; 95 % CI: - 8.72 to - 4.54; P < 0.001); oxidiertes LDL (Ox-LDL): kein Unterschied (Hedges' g: - 0.12; 95 % CI: - 0.34 to 0.10; P = 0.28)
12 Ojo et al. 2021MetaanalyseMandel-basierte Ernährung; gegen KontrolleCRP und TNF-α: kein Unterschied (p > 0.05)
14 Medina-Vera et al. 2021systematische ÜbersichtRohe Mandeln (unter anderen antioxidativen Lebensmitteln)Oxidative und entzündliche Marker: verbessert
35 Jung et al. 2018randomisiert kontrolliert · 84 Teilnehmer56 g ganze Mandeln täglich als Snack; 56 g/Tag; 2 Wochen Run-in, zwei 4-Wochen-Phasen, 2 Wochen Washout; gegen isokalorische KekseIL-10: verschlechtert (decreased by almond intake (P ≤ 0.05)); ICAM-1, IL-1β, IL-6: unklar (tended to be lower with almonds); Protein-Carbonyle, MDA, oxLDL: kein Unterschied (Neither the almonds nor cookies altered)

Weitere Studien zu diesem Gebiet: 37 41 44 46 49 53 56 57 58 59 63 68 70 76 80 84 102 104 105 108 109 110

Mandeln, Darm und Mikrobiom: Studien am Menschen

Für Darm und Mikrobiom ist die Beweiskraft hoch, die Ergebnisse sind aber gemischt. Die Vielfalt der Darmflora stieg in zwei randomisierten Studien gegenüber Crackern oder Keksen 4042, in anderen nicht 3234. Butyrat im Stuhl lag nach Mandeln höher als unter Kontrolle 32, andere kurzkettige Fettsäuren blieben unverändert 3442. Bei metabolischem Syndrom sanken Entzündungsmarker im Stuhl, wenn sie anfangs erhöht waren 76. Bei Darmbeschwerden und Darmtransit zeigten die Studien keinen Unterschied 3234; harte Stühle wurden in einer Studie seltener 34. Untersucht wurden überwiegend ganze Mandeln, roh oder geröstet, sowie Mandelmehl, Mandelmus und Mandelhaut. Offen bleibt, welche Zubereitung und Menge die Darmflora am günstigsten beeinflusst und ob die beobachteten Laborveränderungen klinische Bedeutung haben.

StudieArt · TeilnehmerPräparat · Dosis · Dauer · VergleichErgebnis
12 Ojo et al. 2021MetaanalyseMandel-basierte Ernährung; gegen KontrolleWachstum SCFA-produzierender Darmbakterien: verbessert
13 Fitzgerald et al. 2021systematische ÜbersichtNüsse (Mandeln, Walnüsse, Haselnüsse, Pistazien)Alpha-Diversität: unklar; Beta-Diversität: unklar; Bakterielle Zusammensetzung (SCFA-produzierende Gattungen): unklar
29 Dikariyanto et al. 2020randomisiert kontrolliert · 107 TeilnehmerTrocken geröstete ganze Mandeln vs. Kontroll-Minimuffins; 20% des geschätzten Energiebedarfs; 6 Wochen (nach 2-wöchiger Run-in-Phase); gegen Isokalorische Kontrollsnacks (Minimuffins); vom Hersteller finanziertFäkale kurzkettige Fettsäuren: kein Unterschied
32 Creedon et al. 2022randomisiert kontrolliert · 87 TeilnehmerGanze Mandeln oder gemahlene Mandeln (Mandelmehl); 56 g/Tag; 4 Wochen; gegen Isokalorische Kontrolle als Ersatz für übliche SnacksFäkale Bifidobakterien: kein Unterschied (q = 0.613); Butyrat: verbessert (P = 0.046); Mikrobiota-Zusammensetzung und Diversität: kein Unterschied
34 Sartori et al. 2026randomisiert kontrolliert · 84 TeilnehmerGanze Mandeln; 56 g/Tag; 12 Wochen; gegen Isokalorischer SnackZusammensetzung des Darmmikrobioms: kein Unterschied; Konzentration kurzkettiger Fettsäuren: kein Unterschied; Häufigkeit harter Stühle: verbessert (0.0 [0.1] vs 0.1 [0.4] stools/d, P = 0.002)
39 Dhillon et al. 2023randomisiert kontrolliert · 73 TeilnehmerGanze Mandeln als Snack; 2 oz/Tag; 8 Wochen; gegen Isokalorischer Kontrollsnack aus Graham Crackers (325 kcal/Tag)Mikrobielle Aminosäurebiosynthese, Aminozucker- und Nukleotidzucker-Stoffwechselwege: unklar (p < 0.05)
40 Dhillon et al. 2019randomisiert kontrolliert · 73 TeilnehmerMandel-Snack (ganze Mandeln); 56,7 g/d; 364 kcal; 8 Wochen; gegen Isokalorischer Snack aus Graham Crackers (77,5 g/d; 338 kcal/d)Quantitative Alpha-Diversität (Shannon-Index): verbessert (3% greater); Qualitative Alpha-Diversität (Chao1-Index): verbessert (8% greater); Häufigkeit von Bacteroides fragilis: verbessert (decreased ... by 48%)
42 Choo et al. 2021randomisiert kontrolliert · 69 TeilnehmerGanze Mandeln (2 Portionen täglich); 56 g/Tag; 8 Wochen; gegen Isokalorischer kohlenhydratreicher Keks-SnackZusammensetzung der fäkalen Mikrobiota: verbessert (P= .011); Bakterielle Vielfalt, Gleichmäßigkeit und Artenreichtum: verbessert (P< .01); Relative und absolute Abundanz von Ruminococcaceae (Ruminiclostridium): verbessert (false discovery rate P = .002)

Weitere Studien zu diesem Gebiet: 67 69 70 76 84 85 92 93 96 100 101 105 109 113 114

Mandeln, Blutzucker und Insulin: Studien am Menschen

Unter Kalorienreduktion sanken Nüchternglukose und Insulin mit und ohne Mandeln gleichermaßen 79. Bei der Insulinresistenz fanden zwei randomisierte Studien eine Verbesserung gegenüber Kontrolle 1516, zwei weitere keinen Unterschied 2957; der HbA1c blieb in mehreren Studien unverändert 263637. Der Blutzuckeranstieg nach dem Essen fiel in randomisierten Studien nach Mandeln geringer aus als ohne Mandeln oder nach Keksen 2331. Eine randomisierte Studie mit ganzen Mandeln vor den Mahlzeiten bei Prädiabetes besserte Glukose- und Insulinwerte sowie die Glukoseschwankungen gegenüber Kontrolle 4348. Demgegenüber berichtete eine randomisierte kontrollierte Studie mit ganzen Mandeln bei Prädiabetes schlechtere Werte für Insulinsensitivität, postprandiale Glukose und Nüchterninsulin 54. Eine Metaanalyse zu mandelbasierter Ernährung bei Typ-2-Diabetes fand einen Vorteil nur beim HbA1c, nicht bei Nüchternblutzucker, postprandialem Blutzucker, GLP-1, HOMA-IR oder Nüchterninsulin 12. Eine Metaanalyse zu Nüssen unter Kalorienreduktion, meist Mandeln, fand keinen Unterschied bei Blutzucker und Insulin 9. Der Zusatz von Mandeln zu Mahlzeiten aus Trockenfrüchten und Reis senkte in einer kleinen Studie meist deren glykämischen Index 71. Die Beweiskraft ist insgesamt gering, weil die Studien meist klein, kurz und uneinheitlich in Form, Menge und Vergleich sind; mehrere Vergleiche tauschten Mandeln gegen andere Lebensmittel, sodass ein Teil des Effekts dem Austausch zuzurechnen ist. Zu Mandelmehl, Mandelmus, Mandelmilch und Mandelöl liegen in diesem Gebiet keine kontrollierten Befunde vor.

StudieArt · TeilnehmerPräparat · Dosis · Dauer · VergleichErgebnis
9 Vilela et al. 2024MetaanalyseNüsse, überwiegend Mandeln; 28 bis 84 g/Tag; 4 bis 72 Monate; gegen Energierestriktion ohne NüsseGlykämie und Insulinämie: kein Unterschied
12 Ojo et al. 2021MetaanalyseMandel-basierte Ernährung; gegen KontrolleHbA1c: verbessert (p < 0.05); Nüchternblutzucker: kein Unterschied (p > 0.05); 2-h-postprandialer Blutzucker: kein Unterschied (p > 0.05)
15 Gayathri et al. 2022randomisiert kontrolliert · 400 Teilnehmer43 g Mandeln pro Tag; 43 g/Tag; 12 Wochen; gegen übliche Kost ohne NüsseOraler Insulin-Dispositionsindex (DIo): verbessert (+ 0.7 mmol/L (0.1, 1.3); p = 0.03); Insulinresistenz (HOMA IR): verbessert (-0.4 (-0.7, -0.04; p = 0.03)); Inkrementelle AUC und MAGE (kontinuierliches Glukosemonitoring): verbessert
16 2022randomisiert kontrolliert · 184 Teilnehmer43 g Mandeln pro Tag; 43 g/Tag; 12 Wochen; gegen übliche Ernährung ohne Nüsse in jeglicher Form; vom Hersteller finanziertInsulinresistenz: verbessert (−0.5(−1.0–0.0); P = 0.04); Nüchternglukose: kein Unterschied (3%)
17 Smith et al. 2022randomisiert kontrolliert · 180 TeilnehmerMandeln (ganze Mandeln); 300 kcal/Tag; 30 Tage; gegen Pommes frites (mit/ohne Kräuter-Gewürz-Mischung), kalorienangepasstNüchternglukose: kein Unterschied (P = 0.985); Nüchterninsulin: kein Unterschied (P = 0.082); HOMA-IR: kein Unterschied (P = 0.080)
22 Carter et al. 2023randomisiert kontrolliert · 140 TeilnehmerMandeln (AL) vs. isokalorischer kohlenhydratreicher Snackriegel (SB); 15% des Energiebedarfs; Akut, 150 Minuten nach Snack; gegen Isokalorischer kohlenhydratreicher SnackriegelC-Peptid AUC: verbessert (47% smaller); GIP AUC: verbessert (18%, p = 0.005); Glucagon AUC: verbessert (39% p < 0.001)
23 Tan et al. 2013randomisiert kontrolliert · 137 TeilnehmerGanze Mandeln; 43 g/Tag; 4 Wochen; gegen Keine Mandeln (Kontrolle) sowie Einnahme zu Frühstück, Mittagessen, Morgen- oder NachmittagssnackPostprandiale Serumglukose-Antwort: verbessert
26 Hunter et al. 2022randomisiert kontrolliert · 134 TeilnehmerGanze Mandeln, zum Frühstück und Nachmittagssnack; 1·5 oz Mandeln täglich; 6 Monate; gegen Kontrollgruppe mit gewohnter ErnährungHbA1c: kein Unterschied (A: 5·4 (sem 0·04), C: 5·5 (sem 0·04); P > 0·05)

Weitere Studien zu diesem Gebiet: 28 29 31 36 37 38 41 43 46 54 57 58 59 71 72 76 79 104 106 109 111 114

Mandeln, Kognition und Stimmung: Studien am Menschen

Für Kognition und Stimmung ist die Beweiskraft gering; die meisten kontrollierten Studien fanden keinen Unterschied. Gegenüber Kontrollkost besserten sich Exekutivfunktion und Verarbeitungsgeschwindigkeit in einer Studie bei Prädiabetes 46. Bei leichter bis mittelschwerer Alzheimer-Demenz besserten sich Gedächtnis, Orientierung und Schlaf unter gemahlenen süßen Mandeln mit etwas Kandiszucker stärker als unter der bisherigen Behandlung allein 47. Bei gesunden Älteren besserte sich das Gedächtnis nur in der Gruppe mit der höheren Mandelmenge gegenüber dem Ausgangswert; ein gesicherter Unterschied zur Snackgruppe fehlte 80. Arbeitsgedächtnis und Stimmung blieben bei Älteren mit Übergewicht unverändert 27, ebenso Angst und Depression bei leichten Beschwerden 34. Nach ungewohnter Belastung zeigten Stimmung und Müdigkeit unter Mandeln keinen gesicherten Unterschied zu Getreideriegeln 45. Offen bleibt, ob sich die Befunde bei Prädiabetes und Alzheimer-Demenz in größeren und längeren Studien bestätigen.

StudieArt · TeilnehmerPräparat · Dosis · Dauer · VergleichErgebnis
27 Coates et al. 2020randomisiert kontrolliert · 128 TeilnehmerMandelreiche Ernährung (ganze Mandeln) vs. nussfreie Kost; 15 % der Energie; 12 Wochen; gegen Isokalorische nussfreie ErnährungKognitive Leistung (Arbeitsgedächtnis): kein Unterschied; Stimmung: kein Unterschied
34 Sartori et al. 2026randomisiert kontrolliert · 84 TeilnehmerGanze Mandeln; 56 g/Tag; 12 Wochen; gegen Isokalorischer SnackAngst- und Depressionswerte (PHQ-ADS): kein Unterschied (11.6 ± 5.3 vs 12.5 ± 5.3; P = 0.945); Funktionelle Beeinträchtigung (Intention-to-treat): kein Unterschied (9.6 ± 7.0 vs 12.2 ± 8.7, P = 0.055); Funktionelle Beeinträchtigung (Per-Protokoll): verbessert (9.0 ± 6.4 vs 12.5 ± 9.6; P = 0.015)
44 Nieman et al. 2022randomisiert kontrolliert · 64 TeilnehmerMandeln (AL) vs. Getreideriegel (CB), kalorienangepasst; 57 g Mandeln pro Tag; 4 Wochen vor dem exzentrischen Training; gegen Getreideriegel (kalorienangepasst)Müdigkeit nach dem Training: kein Unterschied (p = 0.051); Anspannung nach dem Training: verbessert (p = 0.033)
46 Gulati et al. 2026randomisiert kontrolliert · 60 TeilnehmerMandeln, 20 % der täglichen Energie; 20 % der Tagesenergie als Mandeln; 24 Wochen; gegen isokalorische Diät und Bewegung ohne MandelnExekutivfunktion (One Touch Stockings of Cambridge): verbessert (β = -2.5, 95% CI: -4.4, -0.6, P = 0.01); Verarbeitungsgeschwindigkeit (Reaktionszeit): verbessert (β = 73.8, 95% CI: 25.7, 122.0, P = 0.003); Verarbeitungsgeschwindigkeit (Reaktionszeit): verbessert (β = 39.3, 95% CI: 9.4, 69.1, P = 0.011)
47 Mohajeri et al. 2026randomisiert kontrolliert · 60 Teilnehmer10 g/Tag gemahlenes Süßmandelpulver plus 1 TL Kandiszucker; 10 g/Tag Mandelpulver plus 1 TL Kandiszucker; 3 Monate; gegen Fortführung der bisherigen Verordnungen ohne MandelMMSE-Orientierungsskala: verbessert (p=0.024); MoCA-Gesamtwert: verbessert (p=0.001); MoCA-Gedächtnisskala: verbessert (p=0.005)
64 Siegel et al. 2023randomisiert kontrolliert · 25 Teilnehmerganze Mandeln vs. isokalorische ungesalzene Brezeln; 57 g/Tag Mandeln bzw. 86 g/Tag Brezeln; 8 Wochen; gegen isokalorische ungesalzene Brezeln (Kontrolle)Stimmung (POMS-2): kein Unterschied (p > 0.05)
66 Sayer et al. 2017randomisiert kontrolliert · 22 Teilnehmer28 g ganze, leicht gesalzene geröstete Mandeln vs. isoenergetisches Gebäck; 28 g Mandeln; zwei Testtage vor und am Ende der 12-Wochen-Intervention; gegen isoenergetisches Gebäck mit gleichem MakronährstoffgehaltNeuronale Reaktionen auf visuelle Nahrungsreize: kein Unterschied
75 Moitra et al. 2026randomisiert kontrolliertGanze, ungesalzene Mandeln mit Haut; 60 g täglich; 20 Wochen; gegen Isokalorische Getreide-Hülsenfrucht-SnacksAngstsymptome: unklar (p = 0.016)

Weitere Studien zu diesem Gebiet: 77 80 113

Mandeln, Haut und Hautpflege: Studien am Menschen

Bei gesunden Frauen erhöhte der Verzehr ganzer Mandeln gegenüber Brezeln die minimale Erythemdosis, also die UV-Menge bis zur Hautrötung; Rauheit, Melaninindex, Feuchtigkeit und Sebum blieben unverändert 55. Bei Frauen nach den Wechseljahren nahmen Faltenschwere und -breite unter Mandeln stärker ab als unter einem kalorienangepassten Snack 60. Eine größere Folgestudie fand weniger Falten und Pigmentierung gegenüber dem Ausgangswert 82; Hautfeuchtigkeit und Wasserverlust unterschieden sich nicht 6082. Bei jungen Erwachsenen mit leichter bis mittelschwerer Akne gingen die Läsionen unter ganzen Mandeln stärker zurück als unter einem kalorienangepassten Getreide-Hülsenfrucht-Snack 75. Die Beweiskraft ist gering: Es handelt sich um wenige, kleine randomisierte kontrollierte Studien an insgesamt 67 Teilnehmern, meist gegen einen kalorienangepassten Snack, sodass ein Teil des Effekts auf den Austausch zurückgehen kann. Untersucht wurden überwiegend ganze Mandeln; zu Mandelmehl, Mandelmus, Mandelmilch, Mandelöl und Mandelkleie liegen für die Haut keine kontrollierten Befunde vor.

StudieArt · TeilnehmerPräparat · Dosis · Dauer · VergleichErgebnis
55 Li et al. 2021randomisiert kontrolliert · 39 TeilnehmerGanze Mandeln oral; 1,5 oz Mandeln täglich; 12 Wochen; gegen 1,8 oz Brezeln täglichMinimale Erythemdosis (MED): verbessert; Allergan-Rauheit: kein Unterschied; Melaninindex: kein Unterschied
60 Foolad et al. 2019randomisiert kontrolliert · 28 TeilnehmerMandeln als 20% der täglichen Energiezufuhr; 20% der täglichen Energiezufuhr; 16 Wochen; gegen Kalorienangepasster SnackFaltenschwere und -breite: verbessert (p < .02); Transepidermaler Wasserverlust: kein Unterschied (p = .65)
75 Moitra et al. 2026randomisiert kontrolliertGanze, ungesalzene Mandeln mit Haut; 60 g täglich; 20 Wochen; gegen Isokalorische Getreide-Hülsenfrucht-SnacksGesamtläsionen: unklar (-22.2% vs. -9.8%); Entzündliche Läsionen: unklar (-8.3% vs. +12%); Nicht-entzündliche Läsionen: unklar (-26.1% vs. -20.4%)
82 Rybak et al. 2021randomisiert kontrolliertMandeln als 20 % der täglichen Energieaufnahme; 20 % der täglichen Energieaufnahme; 24 Wochen; gegen Kalorienangepasster SnackFaltenstärke: unklar (15% and 16%); Gesichtspigmentierung: unklar (20%); Hautfeuchtigkeit: kein Unterschied
101 Bridges et al. 2023QuerschnittstudiePflanzliches Kindergetränk auf Mandel-Buchweizen-Basis; gegen kein Vergleich (retrospektive Elternbefragung)Hautausschlag reduziert: verbessert (over 75%)
107 Mohammadian-Dameski et al. 2025ÜbersichtSüßmandelöl, topisch als Einreibung; gegen Vergleich der traditionellen persischen Anwendung mit modernen StudienHauttrockenheit und Wachstumsförderung bei Neugeborenen: verbessert
113 Dreher et al. 2021ÜbersichtMandeln (ganze Mandeln); 42,5 g/Tag oder mehr; über 6 Wochen; gegen Kontroll-DiätenHautalterung durch UVB: verbessert (reduced rate)

Mandeln: weitere Messgrößen in Studien

Bei koronarer Herzkrankheit sank die Harnsäure im Blut unter Mandeln stärker als ohne Mandeln 20. Nach ungewohnter Muskelbelastung blieb die Kraft unter Mandeln besser erhalten als unter Kontrollsnacks 4563, in einer weiteren Studie nicht 64; Muskelschmerz ließ in zwei Studien nach 6364. Die Studien in diesem Gebiet waren meist klein und kurz; zu Mandelmilch, Mandelhaut und Mandelkleie stehen kontrollierte Studien noch aus.

StudieArt · TeilnehmerPräparat · Dosis · Dauer · VergleichErgebnis
19 Jamshed et al. 2021randomisiert kontrolliert · 150 TeilnehmerGanze Mandeln, pakistanische und amerikanische Sorte; 10 g/Tag; 12 Wochen; gegen Kontrollgruppe ohne InterventionAspartat-Aminotransferase im Serum: verbessert (p<0.05); Alanin-Aminotransferase im Serum: verbessert (p<0.05); Gamma-Glutamyl-Transferase im Serum: verbessert (p<0.05)
20 Jamshed et al. 2016randomisiert kontrolliert · 150 TeilnehmerPakistanische oder Amerikanische Mandeln, über Nacht eingeweicht; 10 g/Tag; 12 Wochen (Follow-ups Woche 6 und 12); gegen Keine Intervention (keine Mandeln)Serum-Harnsäure: verbessert; Serum-Harnsäure (Woche 12): verbessert (-14 to -18 % less)
43 Gulati et al. 2023randomisiert kontrolliert · 66 TeilnehmerGanze Mandeln, 20 g, 30 Minuten vor den Hauptmahlzeiten; 20 g vor jeder Hauptmahlzeit; 3 Monate; gegen Kontrollgruppe ohne Mandeln (offene Parallelgruppen)Handgriffstärke: verbessert (p < 0·001 for all)
44 Nieman et al. 2022randomisiert kontrolliert · 64 TeilnehmerMandeln (AL) vs. Getreideriegel (CB), kalorienangepasst; 57 g Mandeln pro Tag; 4 Wochen vor dem exzentrischen Training; gegen Getreideriegel (kalorienangepasst)Bein-Rücken-Kraft: verbessert (p = 0.029); Muskelkater (DOMS): kein Unterschied; Serum-Kreatinkinase direkt nach dem Training: verbessert (p = 0.034)
47 Mohajeri et al. 2026randomisiert kontrolliert · 60 Teilnehmer10 g/Tag gemahlenes Süßmandelpulver plus 1 TL Kandiszucker; 10 g/Tag Mandelpulver plus 1 TL Kandiszucker; 3 Monate; gegen Fortführung der bisherigen Verordnungen ohne MandelPittsburgh Sleep Quality Index: verbessert (p<0.001)
63 Rayo et al. 2024randomisiert kontrolliert · 26 TeilnehmerRohe, geschälte Mandeln vs. isokalorische Brezel; 2 oz/Tag; 8 Wochen Adaptation, dann 3 Tage Erholung; gegen Isokalorische Brezel (Kontrolle)Kreatinkinase nach 72 h: unklar (Δ - 50% from peak); Maximales Drehmoment bei 120°/s Flexion nach 24 h: verbessert (Δ + 12% between trials); Maximales Drehmoment bei 120°/s Flexion nach 72 h: verbessert (Δ + 9% between trials)
64 Siegel et al. 2023randomisiert kontrolliert · 25 Teilnehmerganze Mandeln vs. isokalorische ungesalzene Brezeln; 57 g/Tag Mandeln bzw. 86 g/Tag Brezeln; 8 Wochen; gegen isokalorische ungesalzene Brezeln (Kontrolle)Muskelkater bei körperlicher Aufgabe (AUC 72 h): verbessert (reduced by ~24%); Aufrechterhaltung der Sprungleistung: verbessert (p < 0.05); Kreatinkinase-Reaktion auf Belastung: kein Unterschied (p > 0.05)
73 Esquius et al. 2020randomisiert kontrolliert · 5 TeilnehmerMandel- oder Placebo-Supplement; Akut, 2 Stunden vor dem Training; gegen Mandel vs. PlaceboNicht veresterte Fettsäuren (NEFA): verbessert (0.09 mg·dL-1 (95% CI: 0.05-0.14; p < 0.001)); Leistung im Radfahrtest: verbessert (5389 ± 1795 W vs. placebo 4470 ± 2053 W, p = 0.043)

Weitere Studien zu diesem Gebiet: 75 81 90 91 94 97 98 99 101 103

4. Wie wird Mandeln dosiert? Zubereitung, Dosis und Dauer in Studien

Die Studien prüften überwiegend ganze Mandeln, roh, trocken geröstet oder über Nacht eingeweicht, teils mit und teils ohne Haut. Einzelne Untersuchungen nutzten Mandelmehl, entfettetes Mandelpulver, Mandelmus, Mandelöl sowie Mischungen mit anderen Nüssen oder Lebensmitteln. Zu Mandelmilch, Mandelhaut und Mandelkleie liegen nur wenige oder keine kontrollierten Befunde vor.

Präparat oder FormDosisDauerStudie
43 g Mandeln pro Tag43 g/Tag12 Wochen15
43 g Mandeln pro Tag43 g/Tag12 Wochen16
Mandeln (ganze Mandeln)300 kcal/Tag30 Tage17
Ganze Mandeln, 56 g täglich56 g/Tag16 Wochen18
Ganze Mandeln, pakistanische und amerikanische Sorte10 g/Tag12 Wochen19
Pakistanische oder Amerikanische Mandeln, über Nacht eingeweicht10 g/Tag12 Wochen (Follow-ups Woche 6 und 12)20
Ganze Mandeln (pakistanische oder amerikanische Sorte)10 g/Tag, eingeweicht, ohne Haut, vor dem Frühstück12 Wochen21
Mandeln (AL) vs. isokalorischer kohlenhydratreicher Snackriegel (SB)15% des EnergiebedarfsAkut, 150 Minuten nach Snack22
Ganze Mandeln43 g/Tag4 Wochen23
Ganze Mandeln im Vergleich zu Keksen10 % des Energiebedarfs oder 1030 kJ (42,5 g Mandeln), je nachdem, was größer war1 Jahr24
Ganze Mandeln, zum Frühstück und Nachmittagssnack1·5 oz Mandeln täglich6 Monate26
Mandelreiche Ernährung (ganze Mandeln) vs. nussfreie Kost15 % der Energie12 Wochen27
50 g ganze Mandeln täglich in hypokalorischer Diät50 g Mandeln pro Tag3 Monate28
Trocken geröstete ganze Mandeln vs. Kontroll-Minimuffins20% des geschätzten Energiebedarfs6 Wochen (nach 2-wöchiger Run-in-Phase)29
Ganze Mandeln als Snack20% des täglichen geschätzten Energiebedarfs6 Wochen30

5. Ist Mandeln sicher? Nebenwirkungen in Studien

Darmbeschwerden nahmen in den Studien kaum zu 3284. Das Körpergewicht blieb meist unverändert 2536, bei Prädiabetes stiegen in einer Studie jedoch BMI und Taillenumfang 54. In einem europäischen Anaphylaxie-Register waren Mandeln bei Erwachsenen nach Haselnuss und Walnuss ein häufiger Auslöser 90.

StudieBerichtete Nebenwirkungen
32 Creedon et al. 2022Keine Auswirkungen auf Darmsymptome
36 Huang et al. 2024keine berichtet; Hedonik der Mandeln gut verträglich
53 Chen et al. 2015keine nachteiligen Effekte berichtet
60 Foolad et al. 2019Keine Nebenwirkungen berichtet
73 Esquius et al. 2020Keine gastrointestinalen Beschwerden
84 Burns et al. 2016Minimale Veränderungen der Magen-Darm-Symptome
90 Höfer et al. 2025Anaphylaxie, Adrenalin-Einsatz niedrig
99 Garland et al. 2020Oxalat-Nephropathie mit Kreatininanstieg, Glomerulosklerose, Fibrose und Kalziumoxalatablagerung
101 Bridges et al. 2023keine berichtet
107 Mohammadian-Dameski et al. 2025Minimale Nebenwirkungen in den Studien beobachtet

6. Was noch offen ist: Grenzen der Studienlage

  • Die meisten Studien sind klein und kurz; klinische Endpunkte wie Herzinfarkt oder Schlaganfall wurden nicht geprüft.
  • Die Zubereitungsform wurde selten direkt verglichen, sodass unklar bleibt, ob ganze Mandeln, Mandelmehl, Mandelmus oder Mandelmilch unterschiedlich wirken.
  • Wo Mandeln gegen andere Lebensmittel getauscht wurden, ist ein Teil des Effekts dem Austausch zuzurechnen.
  • Mehrere Studien finanzierte die Mandelwirtschaft; ihre Befunde brauchen unabhängige Wiederholungen.
  • Die Übertragbarkeit auf Menschen ohne erhöhtes kardiovaskuläres oder metabolisches Risiko ist offen.

7. Fazit: Was über Mandeln gesichert ist

Mandeln sind die Samen des Mandelbaums (Prunus dulcis) aus der Familie der Rosengewächse und werden seit Langem roh, geröstet oder als Mehl, Mus, Öl und Mandelmilch verzehrt. Studien am Menschen zeigen ein gemischtes Bild: Mehrere kontrollierte Studien mit ganzen Mandeln fanden günstigere Blutfettwerte, einen besseren Taillenumfang und eine günstigere Fettverteilung sowie niedrigere Entzündungs- und Oxidationsmarker. Andere kontrollierte Studien sahen keine Unterschiede bei Cholesterin, Blutdruck, Leberfett oder Körpergewicht, und einzelne berichteten sogar über ungünstigere Werte. Für Blutzucker, Haut und Kognition ist die Beweiskraft gering; zu Mandelmilch, Mandelhaut und Mandelkleie stehen randomisierte Studien noch aus. Die Befunde gelten für die jeweils untersuchte Form und Zubereitung; wo Mandeln gegen andere Lebensmittel getauscht wurden, ist ein Teil des Effekts dem Austausch zuzurechnen.

Häufige Fragen

Wie gut ist Mandeln am Menschen untersucht?

Mandeln: ausgewertet wurden 113 Studien am Menschen, darunter 66 randomisierte kontrollierte Studien und 13 Metaanalysen oder systematische Übersichten; die kontrollierten Studien umfassen zusammen 4.433 Teilnehmer. Stand: 23. Oktober 2026.

Was bringt Mandeln bei Herz und Stoffwechsel (Blutfette)? Das zeigen die Studien

Ausgewertet sind 2 Metaanalysen oder systematische Übersichten, 35 kontrollierte Studien und 20 weitere Studien, die kontrollierten Studien mit zusammen 2.734 Teilnehmern. Ergebnis der kontrollierten Studien: gemischt. Beweiskraft nach unseren offengelegten Regeln: hoch. Belege: 1238

Was bringt Mandeln bei Gewicht, Sättigung und Appetit? Das zeigen die Studien

Ausgewertet sind eine Metaanalyse oder systematische Übersicht, 33 kontrollierte Studien und 10 weitere Studien, die kontrollierten Studien mit zusammen 2.552 Teilnehmern. Ergebnis der kontrollierten Studien: überwiegend kein Unterschied. Beweiskraft nach unseren offengelegten Regeln: hoch. Belege: 9111216

Was bringt Mandeln bei Entzündung und oxidativer Stress? Das zeigen die Studien

Ausgewertet sind 5 Metaanalysen oder systematische Übersichten, 17 kontrollierte Studien und 8 weitere Studien, die kontrollierten Studien mit zusammen 639 Teilnehmern. Ergebnis der kontrollierten Studien: überwiegend kein Unterschied. Beweiskraft nach unseren offengelegten Regeln: hoch. Belege: 1456

Was bringt Mandeln bei Darm und Mikrobiom? Das zeigen die Studien

Ausgewertet sind eine Metaanalyse oder systematische Übersicht, 12 kontrollierte Studien und 10 weitere Studien, die kontrollierten Studien mit zusammen 595 Teilnehmern. Ergebnis der kontrollierten Studien: gemischt. Beweiskraft nach unseren offengelegten Regeln: hoch. Belege: 12132932

Was bringt Mandeln bei Blutzucker und Insulin? Das zeigen die Studien

Ausgewertet sind eine Metaanalyse oder systematische Übersicht, 23 kontrollierte Studien und 6 weitere Studien, die kontrollierten Studien mit zusammen 2.074 Teilnehmern. Ergebnis der kontrollierten Studien: gemischt. Beweiskraft nach unseren offengelegten Regeln: gering. Belege: 9121516

Was bringt Mandeln bei Kognition und Stimmung? Das zeigen die Studien

Ausgewertet sind 10 kontrollierte Studien und eine weitere Studie, die kontrollierten Studien mit zusammen 443 Teilnehmern. Ergebnis der kontrollierten Studien: überwiegend kein Unterschied. Beweiskraft nach unseren offengelegten Regeln: gering. Belege: 27344446

Welche Mandelform wurde in den Studien am häufigsten untersucht?

Die meisten kontrollierten Studien prüften ganze Mandeln, roh, trocken geröstet oder über Nacht eingeweicht, teils mit und teils ohne Haut. Mandelmehl, entfettetes Mandelpulver, Mandelmus und Mandelöl wurden seltener untersucht. Zu Mandelmilch, Mandelhaut und Mandelkleie liegen kaum kontrollierte Befunde vor.

Zeigen Mandeln eine Wirkung auf die Blutfette?

Mehrere randomisierte Studien fanden unter ganzen Mandeln niedrigeres Gesamt- oder LDL-Cholesterin als unter Kontrollkost 1516185183, einzelne auch niedrigere Triglyceride 2728. Andere randomisierte Studien fanden bei Gesamt- und LDL-Cholesterin oder Triglyceriden keinen Unterschied 374158; unter Statinen sank nur das Nicht-HDL-Cholesterin 52. Bei LDL-Partikeln war das Bild gemischt: Kleine Partikel sanken in einer Studie stärker als unter Kontrollkost 79, unter Statinen verschob sich das Muster zu kleineren Partikeln 52.

Helfen Mandeln beim Abnehmen?

Beim Körpergewicht und BMI überwogen in randomisierten Studien die Befunde ohne Unterschied 2025263679. Taillenumfang oder Bauchfett entwickelten sich dagegen in mehreren randomisierten Studien günstiger als unter Kontrollkost 2843761851. Einzelne Studien berichteten über eine höhere Energieaufnahme 2652 oder einen höheren BMI und Taillenumfang 54.

Wie verträglich sind Mandeln in den Studien?

Darmbeschwerden nahmen in den Studien kaum zu 3284. Das Körpergewicht blieb meist unverändert 2536, bei Prädiabetes stiegen in einer Studie jedoch BMI und Taillenumfang 54. In einem europäischen Anaphylaxie-Register waren Mandeln bei Erwachsenen nach Haselnuss und Walnuss ein häufiger Auslöser 90.

Was ist bei Mandeln als Mischung zu beachten?

Mehrere Übersichten prüften Mandeln nur zusammen mit anderen Nüssen oder Samen, etwa Walnüssen, Pistazien, Cashews, Haselnüssen, Paranüssen oder Leinsamen 13810. Solche Ergebnisse lassen sich nicht allein der Mandel zuordnen.

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International Health Research · https://ih-research.com/wissen/mandeln/ · Stand: 2026-10-23