Lithium
Lithium ist ein Alkalimetall, dessen Salze in der Medizin die Stimmung stabilisieren; Studien am Menschen zeigen je nach Krankheitsbild gemischte Ergebnisse.
Lithium: ausgewertet wurden 262 Studien am Menschen, darunter 29 randomisierte kontrollierte Studien und 56 Metaanalysen oder systematische Übersichten; die kontrollierten Studien umfassen zusammen 2.645 Teilnehmer. Stand: 24. Oktober 2026.
1. Was ist Lithium? Vorkommen, Herkunft und Formen
Lithium ist ein Alkalimetall und das leichteste Metall; in der Natur kommt es in Gestein, Mineralquellen und im Trinkwasser in sehr geringen Mengen vor. Als Salz wird es in der Medizin als Stimmungsstabilisierer eingesetzt. Daneben wird eine sehr niedrige Aufnahme über das Trinkwasser untersucht.
Lithium findet sich in geringen Mengen in Gestein, Böden, Mineralwässern und im Trinkwasser. In der Medizin wird es als Salz in fester Form oder als Lösung gegeben.
Gewonnen wird Lithium aus lithiumhaltigen Erzen und Salzlaugen; für die medizinische Anwendung entstehen daraus Salze wie Lithiumcarbonat oder Lithiumcitrat. In Studien werden unterschiedliche Formen geprüft, darunter Lithiumcarbonat, Lithiumcitrat, Lithiumorotat sowie die sehr niedrige Aufnahme über das Trinkwasser.
Untersuchte Formen und Zubereitungen
- Lithiumcarbonat
- Lithiumcitrat
- Lithiumorotat
- Lithiumchlorid, in Wasser gelöst
- Spuren von Lithium im Trinkwasser
Nicht gemeint sind auf dieser Seite:
- Natrium und Kalium, andere Alkalimetalle
- Lithium-Ionen-Akkus und andere technische Anwendungen
- Andere Stimmungsstabilisierer wie Valproat und Lamotrigin
- Markenpräparate und Fertigprodukte
2. Wie wirkt Lithium? Ergebnisse nach Anwendungsgebiet
| Anwendungsgebiet | Ergebnis in kontrollierten Studien | Beweiskraft | Studien | Teilnehmer |
|---|---|---|---|---|
| Demenz und Alzheimer-Krankheit | überwiegend kein Unterschied | mittel | 15 Metaanalysen · 2 kontrolliert · 26 weitere | 141 |
| Bipolare Störung | gemischt | mittel | 11 Metaanalysen · 5 kontrolliert · 54 weitere | 347 |
| Depression | gemischt | mittel | 6 Metaanalysen · 10 kontrolliert · 24 weitere | 1.027 |
| Neuroprotektion | überwiegend kein Unterschied | mittel | 11 Metaanalysen · 5 kontrolliert · 21 weitere | 206 |
| Suizidprävention | überwiegend kein Unterschied | mittel | 8 Metaanalysen · 2 kontrolliert · 26 weitere | 613 |
| Spuren von Lithium im Trinkwasser | nur Übersichten | gering | 3 Metaanalysen · 0 kontrolliert · 2 weitere | 0 |
| Weitere Untersuchungen | überwiegend kein Unterschied | hoch | 10 Metaanalysen · 10 kontrolliert · 104 weitere | 603 |
So lesen Sie die Tabelle: Gezählt werden Studien am Menschen, deren Ergebnisse das jeweilige Gebiet betreffen. „Hoch“ heißt: mindestens eine Metaanalyse und zwei kontrollierte Studien mit Verbesserung, oder mindestens drei kontrollierte Studien, von denen drei Viertel eine Verbesserung zeigen, mit zusammen mindestens 300 Teilnehmern. „Mittel“ heißt: mindestens zwei kontrollierte Studien mit Verbesserung, und zwar mehrheitlich, oder eine Metaanalyse neben kontrollierten Studien. „Gering“ heißt: eine kontrollierte Studie mit Verbesserung. Gibt es in einem Gebiet keine kontrollierte Studie, ist die Beweiskraft höchstens „gering“ (Ergebnis „nur Übersichten“ oder „nur Beobachtungsdaten“). Alles andere ist „unklar“. Eine Studie zählt als Verbesserung, wenn mindestens die Hälfte ihrer Messgrößen in diesem Gebiet besser ausfiel. Übersichten über Mischpräparate zählen nicht als Metaanalyse; Ergebnisse, die nur Nebenwirkungen oder Anteile von Anwendern beschreiben, zählen nicht als Wirkung. Dieselbe Studie zählt nur einmal.
3. Was die Studien im Einzelnen zeigen
Lithium, Demenz und Alzheimer-Krankheit: Studien am Menschen
Bei leichter kognitiver Beeinträchtigung bremste niedrig dosiertes Lithium in einer randomisierten Studie gegenüber Placebo den geistigen Abbau und senkte das phosphorylierte Tau im Nervenwasser 8074. Eine weitere randomisierte Pilotstudie mit niedrig dosiertem Lithiumcarbonat bei leichter kognitiver Beeinträchtigung erreichte keines ihrer Hauptziele 67. Eine Metaanalyse randomisierter Studien bei Alzheimer-Demenz fand dagegen keine gesicherte Besserung von Kognition, Alltagsfunktion oder Nervenwasser-Biomarkern 20. Günstige Wirkungen auf Amyloid und Tau zeigen Übersichten vor allem in Tierversuchen 3038. In Beobachtungsstudien, die mehrere Metaanalysen und Übersichten zusammenfassen, ging eine Lithiumbehandlung mit einem niedrigeren Demenzrisiko einher 28404458; das zeigt einen Zusammenhang, keinen Nachweis. Bei älteren Menschen mit bipolarer Störung fand eine Übersicht kein erhöhtes Risiko neurokognitiver Störungen unter langjährigem Lithium 31.
| Studie | Art · Teilnehmer | Präparat · Dosis · Dauer · Vergleich | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 8 Terao et al. 2024 | Metaanalyse · 6.547 Teilnehmer | Lithium (niedrig dosiert); niedrig dosiert; gegen Placebo, Donanemab, Lecanemab, Aducanumab | Mini-Mental State Examination: verbessert (significantly outperformed); Alzheimer's Disease Assessment Scale-cognitive subscale: verbessert (significantly higher than placebo) |
| 17 Matsunaga et al. 2019 | Metaanalyse · 568 Teilnehmer | Lithium (3 RCTs) und Tideglusib (2 RCTs) als GSK-3-Inhibitoren; gegen Placebo | Kognitive Funktionswerte (Lithium-Subgruppe): verbessert (SMD = -0.41, p = 0.04) |
| 20 Pereira et al. 2026 | systematische Übersicht · 394 Teilnehmer | Lithium (Verbindung nicht genannt); gegen Placebo oder Standardtherapie | Globale Kognition (MMSE): kein Unterschied (MD -1.61, 95% CI -4.11 to 0.88); Globale Kognition (ADAS-Cog): kein Unterschied (MD -1.82, -3.05 to -0.60); Gedächtnis (Figurenabruf): unklar |
| 22 Matsunaga et al. 2015 | Metaanalyse · 232 Teilnehmer | Lithium (Verbindung nicht genannt); gegen Placebo | Kognitive Leistung (ADAS-cog oder MMSE): verbessert (standardized mean difference = -0.41, 95% confidence interval = -0.81 to -0.02, p = 0.04) |
| 27 Deng et al. 2026 | systematische Übersicht | Lithium (als Salz, Form nicht spezifiziert); niedrig dosiert (low-dose) in MCI/AD-Studien, sonst nicht berichtet; 10 Wochen bis 3 Jahre; gegen Placebo oder andere Behandlung (nicht näher berichtet) | globale kognitive Verschlechterung: verbessert |
| 28 Campedelli et al. 2026 | Metaanalyse | Lithium (Verbindung nicht spezifiziert); gegen Lithiumexposition vs. keine Exposition | Demenzrisiko (gepoolte Hazard Ratio): verbessert (HR 0.633 (95% CI: 0.517-0.775; p = 0.003)); Alzheimer-Diagnose (Hazard Ratio): kein Unterschied (HR 0.656 (95% CI: 0.427-1.009; p = 0.052)); Kognitive Outcomes (SMD): verbessert (SMD -0.410 (95% CI: -0.810 to -0.020; p = 0.040)) |
| 30 Xiao et al. 2026 | systematische Übersicht | Lithium-Monotherapie; niedrig dosiert, langfristig; langfristig; gegen keine einheitliche Kontrolle berichtet | intrazerebrale Amyloidablagerung: unklar (inconsistent effects); AD-bedingte kognitive Defizite: unklar (inconsistent effects) |
| 31 Parlapani et al. 2026 | systematische Übersicht | Lithium (Langzeittherapie); Langzeittherapie; gegen Kein Lithium / andere Behandlung | Risiko neurokognitiver Störungen: kein Unterschied (Eight out of nine studies did not support an association) |
Weitere Studien zu diesem Gebiet: 40 44 50 52 55 56 58 67 74 95 97 99 103 168 169 171 174 190 194 205 216 218 221 224 229 232 235 236 240 249 252 254 257 258 261
Lithium und Bipolare Störung: Studien am Menschen
Bei bipolarer Störung senkte Lithium allein in Metaanalysen randomisierter Studien das Risiko neuer Stimmungsepisoden gegenüber Placebo 57, in einer davon für manische wie depressive Episoden 5. Bei Kindern und Jugendlichen mit akuter Manie sprachen in einer Netzwerk-Metaanalyse unter Lithium mehr Behandelte an als unter Placebo, die Manie-Symptome gingen aber nicht stärker zurück 10. Übersichten sprechen für eine Wirksamkeit auch bei Kindern, rund um die Geburt und im Alter, wobei größere Studien noch ausstehen 615. Bei Jugendlichen mit akuter Manie sprachen in einer randomisierten Studie unter Lithium weniger an als unter Quetiapin, die Remissionsraten unterschieden sich nicht 64. Bei Erwachsenen mit Manie unter Divalproex besserte zusätzliches Lithium die Beschwerden in einer kleinen randomisierten Pilotstudie nicht stärker als Placebo, und mehr Teilnehmende brachen ab 70.
| Studie | Art · Teilnehmer | Präparat · Dosis · Dauer · Vergleich | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 5 Kishi et al. 2021 | Metaanalyse · 9.821 Teilnehmer | Lithium, teils mit Valproat/Oxcarbazepin oder Antipsychotika; mittlere Studiendauer 70,5 ± 36,6 Wochen; gegen Placebo und andere Wirkstoffe | Rückfallrate jeglicher affektiver Episode: verbessert; Rückfallrate depressiver Episode: verbessert; Rückfallrate manischer/hypomaner/gemischter Episode: verbessert |
| 6 Janiri et al. 2023 | Übersicht · 8.209 Teilnehmer | Lithium (Form nicht genannt); gegen Placebo bzw. Nicht-Lithium | Wirksamkeit bei bipolarer Störung im Kindesalter: verbessert; Verhinderung von Stimmungsepisoden peripartal: verbessert; Wirksamkeit bei bipolarer Störung im Alter: verbessert |
| 7 Nestsiarovich et al. 2022 | Metaanalyse · 7.773 Teilnehmer | Lithium, Stimmungsstabilisierer, Antipsychotika, Antidepressiva; 24-104 Wochen Nachbeobachtung; gegen Placebo oder alternative Wirkstoffe | Neue bipolare Episoden (Lithium vs. Placebo): verbessert (ORs varied 0.19-0.46) |
| 10 Vita et al. 2025 | Metaanalyse · 2.844 Teilnehmer | Lithium (Salzform nicht genannt) im Vergleich zu Antipsychotika und anderen Stimmungsstabilisierern; mittlere Studiendauer 5,4 Wochen; gegen Placebo, Second-Generation-Antipsychotika, andere Stimmungsstabilisierer | Mania-Ansprechen (Response) vs Placebo: verbessert (RR = 1.35, 95% CI = 1.00, 1.83, p = .049); Reduktion der Manie-Symptomatik vs Placebo: kein Unterschied (no mood stabilizer outperformed placebo); Therapieabbrüche jeglicher Ursache vs Placebo: kein Unterschied (no significant treatment-placebo differences for all-cause discontinuation) |
| 13 Riedinger et al. 2023 | systematische Übersicht · 1.222 Teilnehmer | Lithium (Verbindung nicht spezifiziert); gegen keine Placebo-kontrollierten RCTs mit therapeutischen Spiegeln | Wirksamkeit bei bipolarer Depression: unklar |
| 15 Janiri et al. 2023 | systematische Übersicht · 857 Teilnehmer | Lithium (Verbindung nicht spezifiziert); gegen Placebo, Antipsychotika oder andere Pharmaka | Wirksamkeit bei manischen/gemischten Episoden vs. Placebo: verbessert; Wirksamkeit vs. Antipsychotika: verschlechtert; Wirksamkeitsspanne: unklar (32% to 82.4%) |
| 19 Kupka et al. 2024 | systematische Übersicht · 403 Teilnehmer | Lithium (Verbindung nicht genannt); gegen Nicht-Absetzer bzw. Fortführung vs. Absetzen und Wiederaufnahme | Nichtansprechen auf erneute Lithiumbehandlung: unklar |
| 27 Deng et al. 2026 | systematische Übersicht | Lithium (als Salz, Form nicht spezifiziert); niedrig dosiert (low-dose) in MCI/AD-Studien, sonst nicht berichtet; 10 Wochen bis 3 Jahre; gegen Placebo oder andere Behandlung (nicht näher berichtet) | zusammengesetzte kognitive Scores: kein Unterschied |
Weitere Studien zu diesem Gebiet: 36 43 48 49 51 53 64 70 72 76 81 98 100 102 104 106 109 110 114 117 120 128 134 139 144 146 152 160 170 173 183 187 191 195 196 197 200 204 205 208 209 210 213 215 218 222 226 228 231 233 234 236 237 239 241 245 246 247 248 249 254 262
Lithium und Depression: Studien am Menschen
Bei Depression ist das Bild uneinheitlich. Als Zusatz zu Antidepressiva fand eine Metaanalyse placebokontrollierter Studien unter Lithium häufigeres Ansprechen, das nach Korrektur für Veröffentlichungsverzerrung nicht mehr gesichert war 4. Bei älteren Menschen mit behandlungsresistenter Depression unterschied sich eine Lithium-Zugabe in einer randomisierten Studie weder beim Wohlbefinden noch bei der Remission von einem Wechsel auf Nortriptylin 61. Gegenüber einer Quetiapin-Zugabe besserten sich die Beschwerden in einer weiteren randomisierten Studie ähnlich 62. Nach erfolglosem SSRI brachte eine Lithium-Zugabe in einer randomisierten Studie keinen gesicherten Vorteil gegenüber einer Dosisanpassung des SSRI 60, und nach erfolglosem Imipramin wirkte sie in einer weiteren schwächer als eine Citalopram-Zugabe 65. Als Erhaltungsbehandlung nach erfolgreicher Magnetstimulation beugte Lithium Rückfällen in einer randomisierten Studie ähnlich vor wie fortgesetzte Magnetstimulation, bei mehr Nebenwirkungen 69. Nach Ketamin-Infusionen hielt Lithium die Besserung in einer randomisierten Studie nicht besser als Placebo 84, und niedrig dosiertes Lithiumcarbonat als Zusatz führte in einer kleinen placebokontrollierten Studie nicht häufiger zum Ansprechen 92. Systematische Übersichten berichten einen Nutzen bei behandlungsresistenter Altersdepression 34 und von niedrig dosiertem Lithium als Zusatz 43; eine systematische Übersicht direkter Vergleiche hält Lithium, Quetiapin und Esketamin für wirksam, Quetiapin beschreibend etwas vor Lithium 33. Eine systematische Übersicht zu Kindern, peripartalen und älteren Erwachsenen fand die Wirksamkeit bei majorer Depression im Kindesalter unklar 6. Die Beweiskraft ist mittel: Viele Studien sind klein und verglichen Lithium mit anderen Behandlungen statt mit Placebo.
| Studie | Art · Teilnehmer | Präparat · Dosis · Dauer · Vergleich | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 4 Hsu et al. 2026 | Metaanalyse · 13.616 Teilnehmer | Lithium-Augmentation zusätzlich zu Antidepressiva; gegen Placebo-kontrollierte RCTs | Ansprechrate (≥50% Symptomreduktion): verbessert (OR 2.06; 1.30-3.27); Ansprechrate nach Bias-Adjustierung (PET-PEESE/Selektionsmodelle): kein Unterschied (statistically non-significant) |
| 6 Janiri et al. 2023 | Übersicht · 8.209 Teilnehmer | Lithium (Form nicht genannt); gegen Placebo bzw. Nicht-Lithium | Wirksamkeit bei majorer Depression im Kindesalter: unklar; Wirksamkeit bei resistenter Depression im Alter: verbessert |
| 21 Nelson et al. 2014 | Metaanalyse · 237 Teilnehmer | Lithium als Zusatz zu Antidepressiva (TCA oder Zweitgeneration); gegen Placebo zusätzlich zum Antidepressivum | Ansprechrate (Odds Ratio) Lithium vs. Placebo, alle Kontraste: verbessert (2.89 (95% CI 1.65, 5.05, z=3.72, p=0.0002)); Ansprechrate bei trizyklischen Antidepressiva: verbessert; Ansprechrate bei Zweitgenerations-Antidepressiva: verbessert |
| 33 Eckert et al. 2026 | systematische Übersicht | Lithium-Augmentation; gegen Quetiapin oder Esketamin | Wirksamkeit bei behandlungsresistenter Depression: verbessert; Deskriptive Überlegenheit von Quetiapin gegenüber Lithium: kein Unterschied |
| 34 Pozuelo et al. 2025 | systematische Übersicht | Lithium (Verbindung nicht genannt); gegen Vergleichsbehandlung | Reduktion depressiver Symptome nach Behandlung: verbessert |
| 43 Strawbridge et al. 2023 | systematische Übersicht | Niedrig dosiertes Lithium (LDL); Serumspiegel ≤0,6 mmol/L; gegen Placebo oder andere Vergleichsgruppe | Depression (als Zusatztherapie): verbessert (potentially as an adjunctive therapy) |
| 46 Strawbridge et al. 2023 | systematische Übersicht | Lithium (Verbindung nicht genannt); gegen andere Interventionen (ECT, Ketamin, Bupropion, Aripiprazol, Quetiapin) | Veränderung pro-inflammatorischer Marker: unklar |
| 60 Pérez et al. 2025 | randomisiert kontrolliert · 257 Teilnehmer | Lithium-Augmentation zusätzlich zu SSRI; 6 Wochen; gegen SSRI-Dosisoptimierung, Nortriptylin-Kombination, Venlafaxin-Wechsel, Problemlösetherapie | Ansprechrate (Response) Woche 6: unklar (28.2% v. 14.3%, odds ratio = 2.36 [95% CI 1.0-5.6], p = 0.05); Remissionsrate Woche 6: unklar (16.9% v. 12.2%, odds ratio = 1.46, [95% CI 0.57-3.71], p = 0.27); HDRS-17-Score-Reduktion: unklar (-2.6 [95% CI -4.9 to -0.4], p = 0.021) |
Weitere Studien zu diesem Gebiet: 61 63 65 69 79 84 88 91 92 98 122 133 136 145 154 155 193 197 206 225 233 238 239 241 242 243 244 245 250 256 259 260
Lithium und Neuroprotektion: Studien am Menschen
Bei bipolarer Störung berichten systematische Übersichten über neurotrophe und neuroprotektive Wirkungen einer Lithium-Langzeitbehandlung 3144. Eine systematische Übersicht zu niedrig dosiertem Lithium berichtet von geringerem kognitivem Abbau 43, und eine randomisierte kontrollierte Studie fand bei jungen Menschen mit erster manischer Episode eine günstigere Veränderung des Volumens der weißen Substanz in der linken Capsula interna unter Lithium im Vergleich zu Quetiapin 86. Demgegenüber zeigte eine randomisierte kontrollierte Studie an Erwachsenen mit HIV-assoziierter neurokognitiver Störung keinen Unterschied im Neuroprotektions-Biomarker-Panel zwischen Lithium und Placebo 73, und eine weitere randomisierte kontrollierte Studie an jungen Menschen mit erster manischer Episode fand keine unterschiedliche Veränderung des Brain-PAD zwischen Lithium- und Quetiapin-Gruppe 82. Die Befunde stammen überwiegend aus Übersichtsarbeiten und kleinen randomisierten Studien an spezifischen Patientengruppen.
| Studie | Art · Teilnehmer | Präparat · Dosis · Dauer · Vergleich | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 18 Hamad et al. 2023 | Metaanalyse · 469 Teilnehmer | Lithium, teils kombiniert mit Valproat; Dosen variierten zwischen den Studien; gegen Placebo | Überlebensrate: kein Unterschied (hazard ratio = 0.95, 95% confidence interval: 0.65 to 1.37, P = 0.77); Änderung der ALS Functional Rating Scale (revised): kein Unterschied (P = 0.35); Änderung der forcierten Vitalkapazität (% vorhergesagt): kein Unterschied (P = 0.73) |
| 20 Pereira et al. 2026 | systematische Übersicht · 394 Teilnehmer | Lithium (Verbindung nicht genannt); gegen Placebo oder Standardtherapie | CSF-Biomarker: kein Unterschied |
| 22 Matsunaga et al. 2015 | Metaanalyse · 232 Teilnehmer | Lithium (Verbindung nicht genannt); gegen Placebo | CSF-Biomarker (p-Tau181, total Tau, Amyloid-β42): kein Unterschied |
| 29 Boere et al. 2026 | systematische Übersicht | Lithium (Salzform nicht genannt); gegen Nicht-Lithium-Patienten, andere Behandlung, gesunde Kontrollen oder Ausgangswerte | Volumen von Hippocampus, Amygdala, ACC und PFC: verbessert; Integrität der weißen Substanz im frontolimbischen Schaltkreis: verbessert; Amygdala-PFC/ACC-Konnektivität, hippocampale Integrität und Volumina: verbessert |
| 31 Parlapani et al. 2026 | systematische Übersicht | Lithium (Langzeittherapie); Langzeittherapie; gegen Kein Lithium / andere Behandlung | Neurotrophe Effekte: unklar (accumulating evidence supports Lithium's neurotrophic effects) |
| 37 Hassan et al. 2024 | systematische Übersicht | Lithium (Verbindung nicht genannt); gegen Andere neuroprotektive Strategien bzw. Kontrolle | Schlaganfallvolumen: unklar; Funktionelle Erholung: kein Unterschied |
| 41 Solleti et al. 2024 | systematische Übersicht | Lithium (Verbindung nicht spezifiziert); gegen Querschnittsstudien zu Amygdalavolumen unter Lithium | Amygdalavolumen: unklar |
| 43 Strawbridge et al. 2023 | systematische Übersicht | Niedrig dosiertes Lithium (LDL); Serumspiegel ≤0,6 mmol/L; gegen Placebo oder andere Vergleichsgruppe | Kognitiver Abbau: verbessert |
Weitere Studien zu diesem Gebiet: 44 48 55 56 67 73 82 86 90 191 194 199 200 202 205 208 210 218 224 228 229 233 235 236 248 251 253 257 261
Lithium und Suizidprävention: Studien am Menschen
In der Suizidprävention zeigt sich ein gemischtes Bild: Beobachtungsstudien, die eine systematische Übersicht zusammenfasst, fanden bei affektiven Störungen weniger Suizide unter Lithium, unter langfristiger Behandlung mehr als unter kurzfristiger 54. Höhere Lithiumwerte im Trinkwasser gingen in einer Metaanalyse von Bevölkerungsvergleichen und einer Übersicht mit niedrigerer Suizidsterblichkeit einher 157. Bei Jugendlichen mit bipolarer Störung berichtet eine Übersicht weniger Suizidgedanken und Selbstverletzungen, bei gemischter Studienlage 36. In randomisierten Studien ist ein Schutz nicht gesichert: Lithiumcarbonat zusätzlich zur üblichen Versorgung verringerte wiederholte suizidbezogene Ereignisse nicht gegenüber Placebo 59; eine Nachauswertung derselben Studie bei therapietreuen Teilnehmern konnte einen Schutz weder belegen noch ausschließen 89. Eine Metaanalyse randomisierter Studien fand gegenüber Placebo oder üblicher Behandlung keinen gesicherten Unterschied bei Suiziden und Suizidversuchen 11. Die Beweiskraft ist mittel; die Studien untersuchten unterschiedliche Lithiumverbindungen und Populationen, und die Trinkwasser-Befunde stammen aus Beobachtungsstudien ganzer Bevölkerungen, die Zusammenhänge, aber keine Ursachen zeigen. Offen bleibt, welche Salzform und welcher Serumspiegel für einen möglichen Nutzen entscheidend sind.
| Studie | Art · Teilnehmer | Präparat · Dosis · Dauer · Vergleich | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 11 Nabi et al. 2022 | Metaanalyse · 2.578 Teilnehmer | Lithium (Verbindung nicht spezifiziert); gegen Placebo oder Behandlung wie üblich | Suizidrate: kein Unterschied (OR = 0.41 (95% confidence interval 0.03-2.49), p = 0.45); Nicht-fatales suizidales Verhalten: kein Unterschied; Suizidversuche: kein Unterschied |
| 14 Ghaemi et al. 2024 | Metaanalyse · 1.203 Teilnehmer | Lithiumsalze (nicht näher spezifiziert); gegen Placebo | Suizide unter Lithium vs. Placebo (vollständige Analyse): verbessert; Statistische Signifikanz der vollständigen Analyse: verbessert (95% CIs 0.05, 0.83) |
| 35 Waszak et al. 2025 | systematische Übersicht | Lithium (Verbindung nicht genannt); Studien 2014–2024; gegen Valproat und andere Stimmungsstabilisierer | Suizidrisiko: verbessert |
| 36 Sesso et al. 2024 | systematische Übersicht | Lithium (Form nicht spezifiziert); gegen andere Stimmungsstabilisierer, Placebo oder unbehandelt | Suizidgedanken und selbstverletzendes Verhalten: verbessert |
| 45 Wilkinson et al. 2023 | Metaanalyse | Lithium (Verbindung nicht genannt); gegen Placebo/kein Lithium oder aktive Kontrollen | Suizid-Odds bei bipolarer Störung vs. aktive Kontrolle: verbessert (OR = .58, p = .005); Suizid-Odds bei bipolarer Störung vs. Placebo/kein Lithium: verbessert (OR = .46, p = .009); Suizid-Odds bei gemischten Diagnosen vs. Placebo/kein Lithium: verbessert (OR = .27, p < .001) |
| 47 Riblet et al. 2022 | Metaanalyse | Lithium (Salzform nicht genannt); gegen Kontrollbedingung | Peto Odds Ratio für Suizid: kein Unterschied (OR = 0.30, 95% CI 0.09-1.02); Inzidenzratenverhältnis für Suizid: kein Unterschied (IRR = 0.22, 95% CI 0.05-1.05) |
| 48 Fountoulakis et al. 2022 | systematische Übersicht | Lithium (Monotherapie oder Kombination); gegen andere neuere Wirkstoffe | Suizidgedanken: verbessert |
| 51 Ogasawara et al. 2022 | Metaanalyse | Lithium vs. Quetiapin; gegen Quetiapin vs. Lithium | Suizidbezogene Ereignisse: kein Unterschied (OR: 2.35, 95% CI: 0.40-13.65, P = 0.34) |
Weitere Studien zu diesem Gebiet: 54 59 66 101 107 143 166 171 178 188 200 201 203 205 206 211 212 213 216 217 218 220 222 233 241 248 249 255
Lithium und Spuren von Lithium im Trinkwasser: Studien am Menschen
Höhere Lithiumwerte im Trinkwasser gingen in einer Metaanalyse von Bevölkerungsvergleichen und einer Übersicht mit niedrigerer Suizidsterblichkeit einher 157. Zwei weitere Übersichtsarbeiten betrachten Bevölkerungen und Patienten mit affektiven Störungen. Eine Übersichtsarbeit prüft die Annahme, dass höhere Lithiumwerte im Trinkwasser mit niedrigeren Suizidraten einhergehen 211. Die zweite Übersichtsarbeit hält einen solchen Zusammenhang für möglich 212. Es handelt sich um Beobachtungsdaten ganzer Bevölkerungen, nicht um kontrollierte Einzelstudien; sie zeigen Zusammenhänge, keine Ursachen. Die Beweiskraft ist gering; untersucht wurden Spuren von Lithium im Trinkwasser, nicht Lithium als Medikament.
| Studie | Art · Teilnehmer | Präparat · Dosis · Dauer · Vergleich | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 1 Barjasteh-Askari et al. 2020 | Metaanalyse · 3.740.113 Teilnehmer | Lithium im Trinkwasser; gegen Regionen mit höherer vs. niedrigerer Lithiumkonzentration | Suizidmortalität: verbessert (OR= 0.42; 95% CI: 0.27-0.67; p-value <0.01); Suizidmortalität bei Männern: verbessert (OR= 0.54; 95% CI: 0.35-0.84; p-value <0.01); Suizidmortalität bei Frauen: kein Unterschied (OR= 0.70; 95% CI: 0.48-1.01; p-value =0.057) |
| 57 Vita et al. 2015 | systematische Übersicht | Lithium im Trinkwasser; gegen höhere vs. niedrigere Lithiumwerte im Trinkwasser | Suizidsterblichkeit: verbessert |
| 58 Mauer et al. 2014 | systematische Übersicht | Lithium in Standard- und Spurendosis (verschiedene Verbindungen); Standarddosis und Spurendosis (niedrig dosiert); gegen Placebo in RCTs; ökologische/epidemiologische Vergleiche | Zusammenhang zwischen Spurendosis-Lithium und niedrigen Suizid-/Tötungs-/Mortalitäts-/Kriminalitätsraten: verbessert (Nine out of 11 epidemiological studies) |
| 211 Tondo et al. 2025 | Übersicht | Lithiumsalze (Carbonat, Citrat, Orotat, Chlorid) und Lithium im Trinkwasser; gegen Placebo, keine Behandlung oder Alternativbehandlung | Suizidrate: verbessert |
| 212 Tondo et al. 2024 | Übersicht | Lithiumsalze (Carbonat, Citrat, Orotat); Langzeitbehandlung; gegen Placebo oder alternative Behandlungen | Suizidrate bei höheren Lithiumwerten im Trinkwasser: unklar |
Lithium: weitere Messgrößen in Studien
Bei Kindern und Jugendlichen mit Störung des Sozialverhaltens fand eine systematische Übersicht eine Wirksamkeit gegen aggressives Verhalten 15. Lithiumcarbonat zusätzlich zu Radiojod erhöhte bei Hyperthyreose die Heilungsrate gegenüber Radiojod allein 12. Bei Huntington-Krankheit und spinocerebellärer Ataxie berichtet eine systematische Übersicht über Besserungen, während sie bei amyotropher Lateralsklerose keinen Unterschied sah 55. Gegen Unruhe und Aggression bei Alzheimer-Demenz war niedrig dosiertes Lithium in einer randomisierten Studie Placebo nicht überlegen 68. Nervenschäden durch Chemotherapie beugte Lithium in einer randomisierten Studie nicht besser vor als Placebo 83.
| Studie | Art · Teilnehmer | Präparat · Dosis · Dauer · Vergleich | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 2 Schoretsanitis et al. 2022 | systematische Übersicht · 25.907 Teilnehmer | Lithiumsalze (Art nicht genannt); langfristig; gegen Patienten ohne Lithiumbehandlung | Prävalenz eingeschränkter Nierenfunktion (25.5% (95% CI = 19.8-32.2)); Odds Ratio für eingeschränkte Nierenfunktion vs. Nicht-Lithium (2.09 (95% CI = 1.24-3.51)) |
| 3 Macaron et al. 2026 | Metaanalyse · 17.740 Teilnehmer | Lithiumsalze (nicht näher spezifiziert); Langzeitanwendung; gegen Patienten ohne Lithiumbehandlung | Mittlere geschätzte glomeruläre Filtrationsrate (eGFR) (MD = -11.14 ml/min/1.73 m2, 95% CI: -16.61, -5.68); Jährlicher eGFR-Rückgang (MD = 0.13 ml/min/1.73 m2, 95% CI: 0.06, 0.20); Serumkreatinin-Konzentration (MD = 0.05, 95% CI: 0.03, 0.07) |
| 9 Shahraki et al. 2026 | systematische Übersicht · 5.853 Teilnehmer | Lithiumsalze (Verbindung nicht spezifiziert); chronische Therapie; gegen sporadischer Hyperparathyreoidismus | Hyperkalzämie-Prävalenz (7.2% (423/5,853)); Hyperparathyreoidismus-Prävalenz (4.8% (156/3,239)); Multiglanduläre Erkrankung bei Operation (25-83%) |
| 12 Abd-ElGawad et al. 2025 | Metaanalyse · 2.047 Teilnehmer | Lithiumcarbonat (LiCO3) zusätzlich zu Radiojod; kurzzeitig intensivierte vs. verdünnte Dosen (Subgruppen); kurzzeitig (Subgruppenanalyse); gegen Radiojod allein | Heilungsrate: verbessert (RR 1.12, 95% CI [1.03,1.23], p = 0.01); Freies T4 (7 Tage): verbessert (MD -4.90, 95% CI [-7.91, -1.89], p = 0.001); Freies T4 (häufigster Zeitpunkt): verbessert (MD -3.83, 95% CI [-7.45, -0.20], p = 0.04) |
| 15 Janiri et al. 2023 | systematische Übersicht · 857 Teilnehmer | Lithium (Verbindung nicht spezifiziert); gegen Placebo, Antipsychotika oder andere Pharmaka | Wirksamkeit bei Störung des Sozialverhaltens, besonders aggressives Verhalten: verbessert |
| 16 Sabtiari et al. 2025 | systematische Übersicht · 727 Teilnehmer | Lithium (Form nicht genannt); gegen Kognition vor vs. nach Lithiumbeginn (innerhalb Personen) | Globale Kognition: unklar (15 studies); Gedächtnis: unklar (19 studies); Verarbeitungs- und psychomotorische Geschwindigkeit: unklar (8 studies) |
| 18 Hamad et al. 2023 | Metaanalyse · 469 Teilnehmer | Lithium, teils kombiniert mit Valproat; Dosen variierten zwischen den Studien; gegen Placebo | Schwere unerwünschte Ereignisse (odds ratio = 1.13, 95% confidence interval: 0.73 to 1.75, P = 0.58) |
| 20 Pereira et al. 2026 | systematische Übersicht · 394 Teilnehmer | Lithium (Verbindung nicht genannt); gegen Placebo oder Standardtherapie | Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse |
Weitere Studien zu diesem Gebiet: 22 23 24 25 26 32 39 42 48 51 55 56 58 63 68 69 70 71 73 75 77 78 83 85 87 88 93 94 96 97 98 100 105 108 111 112 113 115 116 118 119 121 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 135 136 137 138 140 141 142 143 147 148 149 150 151 153 156 157 158 159 160 161 162 163 164 165 167 169 171 172 174 175 176 177 179 180 181 182 184 185 186 189 190 192 197 198 200 206 207 209 210 214 219 221 223 227 229 230 235 241 245 249 250 263 264
4. Wie wird Lithium dosiert? Zubereitung, Dosis und Dauer in Studien
Die Studien verwendeten überwiegend Lithiumsalze ohne näher benannte Salzform, in einzelnen Studien Lithiumcarbonat, teils als Extended-Release-Präparat oder niedrig dosiert. Lithiumcitrat, Lithiumorotat und Lithiumchlorid in Wasser gelöst wurden in den eingeschlossenen Studien nicht als eigenständige Formen geprüft. In vielen Studien wurde Lithium als Zusatz zu anderen Wirkstoffen wie Antidepressiva, Antipsychotika oder Antikonvulsiva untersucht.
| Präparat oder Form | Dosis | Dauer | Studie |
|---|---|---|---|
| Extended-Release-Lithiumcarbonat zusätzlich zur üblichen Versorgung | Beginn 600 mg/Tag; Spiegel 0,54 bzw. 0,46 mEq/L | — | 59 |
| Lithium-Augmentation zusätzlich zu SSRI | — | 6 Wochen | 60 |
| Lithium-Augmentation des bestehenden Antidepressivums | — | ca. 10 Wochen | 61 |
| Lithium (Form nicht genannt) vs. Quetiapin | — | 12 Monate | 63 |
| Lithium (Salzform nicht genannt) versus Quetiapin | Lithium-Zielserumspiegel 1.0-1.2 mEq/L; Quetiapin 400-600 mg | 6 Wochen | 64 |
| Lithium-Augmentation (Plasmaspiegel-angepasst) vs. Citalopram-Augmentation | Lithium: Plasmaspiegel-angepasst; Citalopram: 30 mg/Tag | 10 Wochen | 65 |
| Lithium vs. Valproat | — | 2,5 Jahre | 66 |
| Lithiumcarbonat niedrig dosiert oder Placebo | niedrig dosiert, genaue Dosis nicht genannt | 2 Jahre | 67 |
| Lithiumcarbonat | 150–600 mg täglich | 12 Wochen | 68 |
| Lithium-Erhaltungstherapie (Form nicht genannt) vs. rTMS | Lithiumdosis nicht genannt; Venlafaxin 150-225 mg/d | 24 Wochen | 69 |
| Divalproex plus verblindetes Lithium | — | 12 Wochen | 70 |
| Sertralin plus Lithium (Salzform nicht genannt) | — | 12 Wochen | 71 |
| Lithium zusätzlich zu Haloperidol | Standard-Lithium (Dosis nicht genannt) | 21 Tage | 72 |
| Lithium (Salzform nicht genannt) | — | 24 Wochen | 73 |
| Lithiumcarbonat | subtherapeutische Spiegel 0,25–0,5 mEq/L | 2 Jahre doppelblind, dann 24 Monate einfachblind | 74 |
5. Ist Lithium sicher? Nebenwirkungen in Studien
Lithiumsalze gingen in Übersichtsarbeiten mit eingeschränkter Nierenfunktion und sinkender geschätzter glomerulärer Filtrationsrate einher 23; die Autoren einer Metaanalyse halten laufende Kontrollen der Nierenwerte für unerlässlich 3. Bei älteren Menschen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung blieb die Nierenfunktion unter niedrig dosiertem Lithium in einer randomisierten Studie unverändert, doch traten mehr unerwünschte Ereignisse auf als unter Placebo, darunter Gewichtszunahme und TSH-Anstieg 75. Bei Kindern und Jugendlichen mit Manie brachen unter Lithium mehr Behandelte wegen Nebenwirkungen ab als unter Placebo 10. Bei Kindern und Jugendlichen wurden keine schweren lithiumbedingten Ereignisse berichtet 615, doch die Studien sind meist klein und kurz.
| Studie | Berichtete Nebenwirkungen |
|---|---|
| 2 Schoretsanitis et al. 2022 | Beeinträchtigte Nierenfunktion (CKD) bei 25,5% der Lithiumpatienten |
| 3 Macaron et al. 2026 | Verschlechterte Nierenfunktion (eGFR, Kreatinin) |
| 5 Kishi et al. 2021 | individuelle unerwünschte Ereignisse berichtet, Details nicht im Abstract |
| 6 Janiri et al. 2023 | keine schweren unerwünschten Ereignisse bei Kindern; geringes Risiko kongenitaler Anomalien |
| 8 Terao et al. 2024 | Lithium möglicherweise sicherer als die Antikörper |
| 9 Shahraki et al. 2026 | Hyperkalzämie 7,2%, Hyperparathyreoidismus 4,8%, Rezidivrate ca. 16% nach 10 Jahren |
| 10 Vita et al. 2025 | Lithium mit mehr unerwünschtheitsbedingten Abbrüchen als Placebo |
| 15 Janiri et al. 2023 | Keine schweren lithiumbedingten Ereignisse; häufige Nebenwirkungen wie bei Erwachsenen |
| 16 Sabtiari et al. 2025 | Bedenken zu kognitiven Nebenwirkungen; gemischte Ergebnisse |
| 17 Matsunaga et al. 2019 | Tideglusib mit erhöhter AST-Erhöhung; keine weiteren signifikanten Unterschiede |
| 18 Hamad et al. 2023 | Kein Unterschied bei schweren unerwünschten Ereignissen |
| 20 Pereira et al. 2026 | Kein erhöhtes Risiko für schwerwiegende unerwünschte Ereignisse; medikamentenbezogene UEs häufiger, heterogen |
6. Was noch offen ist: Grenzen der Studienlage
- Die meisten Studien nennen die Salzform nicht; Lithiumorotat wurde in den ausgewerteten Studien nicht geprüft.
- Viele kontrollierte Studien waren klein und kurz, prüften Lithium als Zusatz zu anderen Wirkstoffen oder verglichen es mit anderen Medikamenten statt mit Placebo.
- Die Befunde zu Lithiumspuren im Trinkwasser stammen aus Beobachtungsstudien ganzer Bevölkerungen und zeigen Zusammenhänge, keine Ursachen.
7. Fazit: Was über Lithium gesichert ist
Lithium ist ein Alkalimetall, das als Salz in der Medizin als Stimmungsstabilisierer eingesetzt wird. Am besten belegt ist der Rückfallschutz bei bipolarer Störung gegenüber Placebo 57; bei Depression und Alzheimer-Demenz ist ein Nutzen in randomisierten Studien nicht gesichert 420. In der Suizidprävention stehen Zusammenhänge aus Beobachtungs- und Trinkwasserstudien 54157 einer randomisierten Studie ohne gesicherten Unterschied gegenüber 59.
Die Beweiskraft ist in den meisten Gebieten mittel: Viele Studien waren klein, prüften Lithium als Zusatz zu anderen Wirkstoffen oder verglichen es mit anderen Medikamenten statt mit Placebo. Lithiumsalze gingen mit eingeschränkter Nierenfunktion einher 23, und niedrigdosiertes Lithium verursachte mehr unerwünschte Ereignisse als Placebo 75.
Häufige Fragen
Wie gut ist Lithium am Menschen untersucht?
Lithium: ausgewertet wurden 262 Studien am Menschen, darunter 29 randomisierte kontrollierte Studien und 56 Metaanalysen oder systematische Übersichten; die kontrollierten Studien umfassen zusammen 2.645 Teilnehmer. Stand: 24. Oktober 2026.
Was bringt Lithium bei Demenz und Alzheimer-Krankheit? Das zeigen die Studien
Ausgewertet sind 15 Metaanalysen oder systematische Übersichten, 2 kontrollierte Studien und 26 weitere Studien, die kontrollierten Studien mit zusammen 141 Teilnehmern. Ergebnis der kontrollierten Studien: überwiegend kein Unterschied. Beweiskraft nach unseren offengelegten Regeln: mittel. Belege: 8172022
Was bringt Lithium bei Bipolare Störung? Das zeigen die Studien
Was bringt Lithium bei Depression? Das zeigen die Studien
Was bringt Lithium bei Neuroprotektion? Das zeigen die Studien
Ausgewertet sind 11 Metaanalysen oder systematische Übersichten, 5 kontrollierte Studien und 21 weitere Studien, die kontrollierten Studien mit zusammen 206 Teilnehmern. Ergebnis der kontrollierten Studien: überwiegend kein Unterschied. Beweiskraft nach unseren offengelegten Regeln: mittel. Belege: 18202229
Was bringt Lithium bei Suizidprävention? Das zeigen die Studien
Ausgewertet sind 8 Metaanalysen oder systematische Übersichten, 2 kontrollierte Studien und 26 weitere Studien, die kontrollierten Studien mit zusammen 613 Teilnehmern. Ergebnis der kontrollierten Studien: überwiegend kein Unterschied. Beweiskraft nach unseren offengelegten Regeln: mittel. Belege: 11143536
Was bringt Lithium bei Spuren von Lithium im Trinkwasser? Das zeigen die Studien
Was ist Lithium und wie wird es in der Medizin verwendet?
Lithium ist ein Alkalimetall und das leichteste Metall; in der Natur kommt es in Gestein, Mineralquellen und im Trinkwasser in sehr geringen Mengen vor. Als Salz wird es in der Medizin als Stimmungsstabilisierer eingesetzt. Daneben wird eine sehr niedrige Aufnahme über das Trinkwasser untersucht.
Zeigen Studien am Menschen eine Wirkung von Lithium bei bipolarer Störung?
Gibt es Hinweise auf eine Wirkung von Lithium bei Depression?
Was zeigen Studien zu Lithiumspuren im Trinkwasser?
Höhere Lithiumwerte im Trinkwasser gingen in einer Metaanalyse von Bevölkerungsvergleichen und einer Übersicht mit niedrigerer Suizidsterblichkeit einher 157. Zwei weitere Übersichtsarbeiten betrachten Bevölkerungen und Patienten mit affektiven Störungen. Eine Übersichtsarbeit prüft die Annahme, dass höhere Lithiumwerte im Trinkwasser mit niedrigeren Suizidraten einhergehen 211, die zweite hält einen solchen Zusammenhang für möglich 212. Es handelt sich um Beobachtungsdaten ganzer Bevölkerungen, nicht um kontrollierte Einzelstudien; sie zeigen Zusammenhänge, keine Ursachen.
Welche Nebenwirkungen und Sicherheitsaspekte berichten die Studien?
Lithiumsalze gingen in Übersichtsarbeiten mit eingeschränkter Nierenfunktion und sinkender geschätzter glomerulärer Filtrationsrate einher 23; die Autoren einer Metaanalyse halten laufende Kontrollen der Nierenwerte für unerlässlich 3. Bei älteren Menschen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung blieb die Nierenfunktion unter niedrig dosiertem Lithium in einer randomisierten Studie unverändert, doch traten mehr unerwünschte Ereignisse auf als unter Placebo, darunter Gewichtszunahme und TSH-Anstieg 75. Bei Kindern und Jugendlichen mit Manie brachen unter Lithium mehr Behandelte wegen Nebenwirkungen ab als unter Placebo 10. Bei Kindern und Jugendlichen wurden keine schweren lithiumbedingten Ereignisse berichtet 615, doch die Studien sind meist klein und kurz.
Quellen
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- 28Lithium exposure and risk of dementia and Alzheimer's disease: A systematic review and meta-analysisCampedelli L, Cicoli A, Lastretti M, Spagna S, D'Aleo E, Costa A · 2026
- 29Boere E, van der Wee NJA, de Leeuw M · 2026
- 30Xiao K, Sayed H, Xing J, Zhang XY, Ai J, Kirichek E et al. · 2026
- 31Parlapani E, Kirka A, Holeva V, Kaprinis S · 2026
- 32Needham N, Grosset D, Martin JT, MacGillivray T, Dhillon B, Martinovic J et al. · 2026
- 33
- 34Pozuelo Moyano B, Gomez Bautista D, Porras Ibarra KJ, Mueller C, von Gunten A, Vandel P et al. · 2025
- 35Waszak PM, Opalko J, Olszańska N, Zagożdżon P · 2025
- 36Sesso G, Bargnesi F, Olzi F, Mutti G, Berloffa S, Viglione V et al. · 2024
- 37Hassan BD, Dabas MM, Kanemitsu K, Faran N, Abbas T · 2024
- 38Singulani MP, Ferreira AFF, Figueroa PS, Cuyul-Vásquez I, Talib LL, Britto LR et al. · 2024
- 39Courtes AC, Jha R, Topolski N, Soares JC, Barichello T, Fries GR · 2024
- 40Lu Q, Lv H, Liu X, Zang L, Zhang Y, Meng Q · 2024
- 41
- 42Zhang M, Lou B, Huang W · 2023
- 43Strawbridge R, Kerr-Gaffney J, Bessa G, Loschi G, Freitas HLO, Pires H et al. · 2023
- 44
- 45Wilkinson ST, Trujillo Diaz D, Rupp ZW, Kidambi A, Ramirez KL, Flores JM et al. · 2023
- 46Strawbridge R, Izurieta E, Day E, Tee H, Young K, Tong CC et al. · 2023
- 47Riblet NB, Shiner B, Young-Xu Y, Watts BV · 2022
- 48Fountoulakis KN, Tohen M, Zarate CA · 2022
- 49Roosen L, Sienaert P · 2022
- 50Majidazar R, Rezazadeh-Gavgani E, Sadigh-Eteghad S, Naseri A · 2022
- 51Ogasawara M, Takeshima M, Esaki Y, Kaneko Y, Utsumi T, Aoki Y et al. · 2022
- 52
- 53Amerio A, Russo D, Miletto N, Aguglia A, Costanza A, Benatti B et al. · 2021
- 54Del Matto L, Muscas M, Murru A, Verdolini N, Anmella G, Fico G et al. · 2020
- 55Morlet É, Hozer F, Costemale-Lacoste JF · 2018
- 56Forlenza OV, Aprahamian I, de Paula VJ, Hajek T · 2016
- 57Vita A, De Peri L, Sacchetti E · 2015
- 58Mauer S, Vergne D, Ghaemi SN · 2014
- 59Katz IR, Rogers MP, Lew R, Thwin SS, Doros G, Ahearn E et al. · 2022
- 60Pérez V, Puigdemont D, de Diego-Adeliño J, Elices M, Leal I, Cabello M et al. · 2025
- 61Lenze EJ, Mulsant BH, Roose SP, Lavretsky H, Reynolds CF, Blumberger DM et al. · 2023
- 62Lithium and quetiapine augmentation therapy in treatment-resistant depression with atypical featuresIngrosso G, Masier S, D'Agostino A, Cleare AJ · 2026
- 63Cleare AJ, Kerr-Gaffney J, Goldsmith K, Zenasni Z, Yaziji N, Jin H et al. · 2025
- 64Patino LR, Klein CC, Strawn JR, Blom TJ, Tallman MJ, Adler CM et al. · 2021
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- 66Dervic K, Sher L, Galfalvy HC, Grunebaum M, Burke AK, Sullivan G et al. · 2023
- 67Gildengers AG, Ibrahim TS, Anderson SJ, Emanuel JE, Santini T, Diaz JL et al. · 2026
- 68Devanand DP, Crocco E, Forester BP, Husain MM, Lee S, Vahia IV et al. · 2022
- 69Noda Y, Wada M, Mimura Y, Taniguchi K, Tarumi R, Moriyama S et al. · 2025
- 70Cosgrove VE, Allende S, Gwizdowski I, Grace Fischer E, Ostacher M, Suppes T · 2022
- 71Wang H, Wang SL, Ge CJ, Lei LL, Zeng L, Qian MC · 2026
- 72Chou JC, Czobor P, Charles O, Tuma I, Winsberg B, Allen MH et al. · 1999
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- 96Teraoka JT, Agarwal A, Tang JJ, Dewland TA, Marcus GM · 2026
- 97Xu X, Li Y, Lu H, Wang H, Guo Y, Dregan A et al. · 2024
- 98Greil W, de Bardeci M, Nievergelt N, Toto S, Grohmann R, Seifert J et al. · 2024
- 99Pan CS, Jung CR, Yu SH, Wang WC, Wu SH, Huang FW et al. · 2026
- 100Lintunen J, Hamina A, Lähteenvuo M, Paljärvi T, Tanskanen A, Tiihonen J et al. · 2025
- 101Park SA, Son S, Tae BS, Choi H, Jeong JH, Yoon HK et al. · 2026
- 102Barnett JF, Wu SM, Launders N, Bramon E, Osborn DP, Hayes JF et al. · 2026
- 103Chen S, Underwood BR, Jones PB, Lewis JR, Cardinal RN · 2022
- 104Köhler-Forsberg O, Kjær TK, Nierenberg AA, Bschor T, Kessing LV, Kraft C et al. · 2026
- 105Oliva V, De Prisco M, Anmella G, Valenzuela-Pascual C, Mas A, Fernández T et al. · 2025
- 106Sköld M, Rolstad S, Joas E, Kardell M, Pålsson E, Goodwin GM et al. · 2021
- 107Ng VWS, Leung MTY, Chan EW, Lee EHM, Hayes JF, Osborn DPJ et al. · 2023
- 108Shafiq S, Ronksley PE, Scory TD, Elliott MJ, Bulloch AGM, Patten SB · 2024
- 109Lin CH, Chan HY, Chen CC, Chou FH · 2022
- 110Greil W, de Bardeci M, Nievergelt N, Erfurth A, Hasler G, Bridler R et al. · 2025
- 111Chan JKN, Wong CSM, Fang CZ, Hung SC, Lo HKY, Chang WC · 2024
- 112Chan JKN, Solmi M, Correll CU, Man Wong CS, Lo HKY, Lai FTT et al. · 2025
- 113Bann S, Nguyen A, Gill S, Raudzus J, Holmes DT, Wiseman SM · 2023
- 114Bosi A, Ceriani L, Elinder CG, Bellocco R, Clase CM, Landen M et al. · 2023
- 115Paton C, Bassett P, Rendora O, Barnes TRE · 2024
- 116Aiff H, Attman PO, Golic M, Ramsauer B, Schön S, Steingrimsson S et al. · 2025
- 117Li PY, Wang MT, Jeng JS, Lin TC, Hung TY, Chen YH et al. · 2026
- 118Trevino-Alvarez AM, Elmorshedy A, Pazdernik VM, Geske JR, Elashry M, Belasy A et al. · 2026
- 119Jacobsen SL, Kraft CL, Nierenberg AA, Devantier TA, Köhler-Forsberg O · 2025
- 120
- 121Xu N, Yu H, Deng Y, Yang R, Zheng L, Wang K et al. · 2026
- 122Kronsell A, Nordenskjöld A, Bodén R, Mittendorfer-Rutz E, Reutfors J, Rossides M et al. · 2025
- 123Ahmadi F, Muanda FT, Ehiwario J, McArthur E, Jandoc R, Slater J et al. · 2025
- 124Mehrpour O, Vohra V, Nakhaee S, Mohtarami SA, Shirazi FM · 2025
- 125Ott M, Forssén B, Werneke U · 2019
- 126Lv H, Wu Y, Lan L, Shen N · 2026
- 127Golic M, Aiff H, Attman PO, Ramsauer B, Schön S, Steingrimsson S et al. · 2023
- 128Herrera-Rivero M, Adli M, Akiyama K, Akula N, Amare AT, Ardau R et al. · 2024
- 129Parsaik AK, Chaudhary A, Sharma S, Delgoffe BE, Gabor R, Singh B · 2025
- 130Jheng SY, Chan FY, Chang FY, Cheng JK, Chen HY · 2026
- 131Lieber I, Ott M, Lundqvist R, Eliasson M, Werneke U · 2023
- 132Truedson P, Ott M, Wahlström L, Lundqvist R, Maripuu M, Lindmark K et al. · 2024
- 133Karageorgiou V, Michopoulos I, Hadjulis M, Mitrou P, Thireos E, Mathioudakis K et al. · 2026
- 134Nunes A, Stone W, Ardau R, Berghöfer A, Bocchetta A, Chillotti C et al. · 2021
- 135Truedson P, Ott M, Lindmark K, Ström M, Maripuu M, Lundqvist R et al. · 2022
- 136Forlenza OV, Hajek T, Almeida OP, Beunders AJM, Blumberg HP, Briggs FBS et al. · 2022
- 137Lieber I, Ott M, Lundqvist R, Eliasson M, Sandlund M, Werneke U · 2022
- 138Chandra D, Allbright K, Kinney GL, Li Y, Bowler R, Serban K et al. · 2026
- 139Grover S, Avasthi A, Chakravarty R, Dan A, Chakraborty K, Neogi R et al. · 2024
- 140Cho Y, Lee D, Baek JH, Hong KS · 2022
- 141Risch N, Dubois J, Etain B, Aouizerate B, Bellivier F, Belzeaux R et al. · 2023
- 142Xiong Z, Li Q, Li M, Liao D, Luo M, Xia Y et al. · 2025
- 143Xu N, Lv X, Deng Y, Huang S, Hu X, Cui Z et al. · 2026
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- 215Paribello P, Isayeva U, Pisanu C, Squassina A, Manchia M · 2024
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- 233Rybakowski JK, Ferensztajn-Rochowiak E · 2022
- 234Hobbs E, Reed R, Lorberg B, Robb AS, Dorfman J · 2022
- 235Singh A, Kumar T, Velagala VR, Thakre S, Joshi A · 2022
- 236Gogoleva IV, Gromova OA, Torshin IY, Grishina TR, Pronin AV · 2022
- 237Sleem A, El-Mallakh RS · 2021
- 238Caldiroli A, Capuzzi E, Tagliabue I, Capellazzi M, Marcatili M, Mucci F et al. · 2021
- 239Sakrajda K, Szczepankiewicz A · 2021
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- 241Lithium in severe affective disorders: Balancing safety with efficacyLeite R, Almeida M, Borges J, Costa A · 2021
- 242Catalano G, Robeel RA, Cheney GA, Spurling BC, Catalano MC, Schultz SK et al. · 2020
- 243Voineskos D, Daskalakis ZJ, Blumberger DM · 2020
- 244Goh KK, Chang SC, Chen CH, Lu ML · 2020
- 245Pisano S, Pozzi M, Catone G, Scrinzi G, Clementi E, Coppola G et al. · 2019
- 246Gold AK, Kinrys G · 2019
- 247Rybakowski JK · 2019
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- 249Ishii N, Terao T · 2018
- 250Stühler S, Quante A · 2018
- 251Bilotta F, Evered LA, Gruenbaum SE · 2017
- 252
- 253Hajek T, Weiner MW · 2016
- 254Rybakowski JK · 2016
- 255[Results of investigations on the association between lithium levels in drinking water and suicidal behaviour in the population: a narrative review]Hidvégi A, Rihmer Z, Döme P · 2016
- 256Haddad PM, Talbot PS, Anderson IM, McAllister-Williams RH · 2015
- 257Vo TM, Perry P, Ellerby M, Bohnert K · 2015
- 258
- 259Bauer M, Adli M, Ricken R, Severus E, Pilhatsch M · 2014
- 260Bschor T, Bauer M, Adli M · 2014
- 261Forlenza OV, de Paula VJ, Machado-Vieira R, Diniz BS, Gattaz WF · 2012
- 262
- 263Usuda K, Kono K, Dote T, Watanabe M, Shimizu H, Tanimoto Y et al. · 2007
- 264Lithium· 2006
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