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Magnesium

Magnesium ist ein Mineralstoff für Energie, Muskeln, Nerven und Herz; Studien am Menschen zeigen Wirkungen vor allem bei Diabetes, Blutdruck, Stress und Migräne.

Stand:

Magnesium: ausgewertet wurden 288 Studien am Menschen, darunter 141 randomisierte kontrollierte Studien und 69 Metaanalysen oder systematische Übersichten; die kontrollierten Studien umfassen zusammen 16.263 Teilnehmer. Stand: 3. Oktober 2026.

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1. Was ist Magnesium? Vorkommen, Herkunft und Formen

Magnesium ist ein Mineralstoff, den der Körper für mehrere hundert Enzyme braucht, unter anderem für die Energiegewinnung, die Muskel- und Nervenfunktion und den Herzrhythmus. Etwa die Hälfte des Magnesiums im Körper steckt in den Knochen, nur ein sehr kleiner Teil im Blut.

Gute Quellen sind Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen, grünes Blattgemüse und manche Mineralwässer.

Präparate enthalten Magnesium als Salz, etwa Citrat, Oxid, Glycinat (Bisglycinat), Aspartat, Chlorid, Carbonat oder L-Threonat. Die Salze unterscheiden sich im Magnesiumgehalt und darin, wie gut sie aufgenommen und vertragen werden.

Untersuchte Formen und Zubereitungen

  • Magnesiumsalze zum Einnehmen (Citrat, Oxid, Glycinat, Aspartat, Chlorid, L-Threonat)
  • Magnesiumreiches Mineralwasser
  • Magnesium zum Auftragen (Öl, Bad)
  • Mischpräparate mit Magnesium – die übrigen Bestandteile werden jeweils genannt

Nicht gemeint sind auf dieser Seite:

  • Magnesiumsulfat als Infusion oder Spritze in Klinik und Narkose (Präeklampsie, Asthmaanfall, Narkose, Herzchirurgie)
  • Magnesium als Abführmittel zur Darmreinigung vor Untersuchungen und als Säureblocker

2. Wie wirkt Magnesium? Ergebnisse nach Anwendungsgebiet

AnwendungsgebietErgebnis in kontrollierten StudienBeweiskraftStudienTeilnehmer
Blutzucker und Stoffwechselüberwiegend verbesserthoch19 Metaanalysen · 37 kontrolliert · 21 weitere3.101
Blutdruck, Herz und Gefäßegemischthoch19 Metaanalysen · 31 kontrolliert · 24 weitere8.093
Stress, Angst und Stimmungüberwiegend verbesserthoch2 Metaanalysen · 28 kontrolliert · 8 weitere1.331
Schlafgemischthoch4 Metaanalysen · 19 kontrolliert · 4 weitere1.214
Knochenüberwiegend kein Unterschiedhoch2 Metaanalysen · 5 kontrolliert · 2 weitere332
Muskeln und Muskelkrämpfegemischtmittel1 Metaanalysen · 15 kontrolliert · 2 weitere1.041
Kopfschmerz und Migränenur Übersichtengering3 Metaanalysen · 0 kontrolliert · 4 weitere0
Schwangerschaftüberwiegend verbessertgering1 Metaanalysen · 1 kontrolliert · 1 weitere36
Weitere Messgrößenüberwiegend verbesserthoch19 Metaanalysen · 119 kontrolliert · 53 weitere6.935

So lesen Sie die Tabelle: Gezählt werden Studien am Menschen, deren Ergebnisse das jeweilige Gebiet betreffen. „Hoch“ heißt: mindestens eine Metaanalyse und zwei kontrollierte Studien mit Verbesserung, oder mindestens drei kontrollierte Studien, von denen drei Viertel eine Verbesserung zeigen, mit zusammen mindestens 300 Teilnehmern. „Mittel“ heißt: mindestens zwei kontrollierte Studien mit Verbesserung, und zwar mehrheitlich, oder eine Metaanalyse neben kontrollierten Studien. „Gering“ heißt: eine kontrollierte Studie mit Verbesserung. Gibt es in einem Gebiet keine kontrollierte Studie, ist die Beweiskraft höchstens „gering“ (Ergebnis „nur Übersichten“ oder „nur Beobachtungsdaten“). Alles andere ist „unklar“. Eine Studie zählt als Verbesserung, wenn mindestens die Hälfte ihrer Messgrößen in diesem Gebiet besser ausfiel. Übersichten über Mischpräparate zählen nicht als Metaanalyse; Ergebnisse, die nur Nebenwirkungen oder Anteile von Anwendern beschreiben, zählen nicht als Wirkung. Dieselbe Studie zählt nur einmal.

3. Was die Studien im Einzelnen zeigen

Magnesium, Blutzucker und Stoffwechsel: Studien am Menschen

Bei Typ-2-Diabetes senkten orale Magnesiumsalze in zwei Metaanalysen die Nüchternglukose stärker als die Kontrolle, das HbA1c nur in einer davon deutlich 1011. In zwei weiteren Metaanalysen sanken auch Insulinresistenz und Nüchternglukose 1238. Bei Prädiabetes besserten sich die Insulinresistenz und der Blutzucker zwei Stunden nach Trinken einer Zuckerlösung, nicht aber die Nüchternglukose 25. Zwei Metaanalysen, die Magnesium mit Chrom, Zink, Selen, Calcium oder Vitaminen zusammenfassten, fanden bei polyzystischem Ovarsyndrom und Schwangerschaftsdiabetes niedrigere Nüchternglukose und Insulinresistenz 1861. Welchen Anteil das Magnesium daran hat, lässt sich nicht trennen. Untersucht wurden vor allem orale Magnesiumsalze wie Oxid, Citrat und Chlorid sowie einzelne Mischpräparate; die Ergebnisse hängen von Salzform, Tagesmenge und Ausgangs-Magnesiumstatus ab.

StudieArt · TeilnehmerPräparat · Dosis · Dauer · VergleichErgebnis
9 Yang et al. 2025Metaanalyse · 1.600 TeilnehmerMischung aus Calcium, Chrom, Selen und Magnesium; gegen Placebo oder Kontrolle (RCTs)Nüchternblutzucker: kein Unterschied; HOMA-IR: kein Unterschied; Lipidwerte: kein Unterschied
10 Maqrashi et al. 2025Metaanalyse · 1.345 TeilnehmerMagnesiumpräparate (Salz nicht genannt); gegen Placebo oder KontrolleSerum-Magnesium: verbessert (WMD = 0.69, 95% CI: 0.32 to 1.06); Nüchternblutzucker: verbessert (WMD = -0.58, 95% CI: -0.87 to -0.28); HbA1c: kein Unterschied (WMD = -0.16, 95% CI: -0.32 to 0.00)
11 Xu et al. 2022Metaanalyse · 1.325 TeilnehmerMagnesiumergänzung (Formulierungen in Subgruppen analysiert); optimale Durchschnitte: 279 mg/d, 429 mg/d, 300 mg/d; 116 d, 88 d, 120 d je Zielgröße; gegen Kontrollgruppe ohne Magnesium (24 RCTs)Nüchtern-Plasmaglukose: verbessert (-0.20 mM (95% CI: -0.30, -0.09)); HbA1c: verbessert (-0.22% (95% CI: -0.41, -0.03))
12 Zhao et al. 2020Metaanalyse · 1.168 TeilnehmerMagnesiumzufuhr über die Ernährung bzw. Magnesiumsupplemente; je 100 mg mehr tägliche Magnesiumzufuhr; gegen niedrigste vs. höchste Magnesiumzufuhr; Supplementierung vs. KontrolleTyp-2-Diabetes-Risiko bei höchster vs. niedrigster Magnesiumzufuhr: verbessert (22% lower risk); Typ-2-Diabetes-Risiko je 100 mg mehr Magnesium täglich: verbessert (reduced by 6%); Nüchtern-Plasmaglukose: verbessert (SMD, -0.32 [95% CI, -0.59 to -0.05])
13 Amiri et al. 2026Metaanalyse · 1.085 TeilnehmerOrale Magnesiumpräparate (Salzform nicht genannt); Subgruppen: > 250 und ≤ 250 mg/Tag; Subgruppen: unter oder über 12 Wochen; gegen PlaceboInsulinspiegel: kein Unterschied (MD = - 1.73; 95% CI: -3.73 to 0.27; p-value = 0.09); HOMA-IR: kein Unterschied (MD = - 0.74; 95% CI: -1.58 to 0.09; p-value = 0.08); HbA1c: kein Unterschied
18 Ye et al. 2026Metaanalyse · 618 TeilnehmerMineralstoffpräparate: Magnesium, Chrom, Zink, Selen, Chrompicolinat; gegen PlaceboNüchternglukose: verbessert (SMD = − 0.34, p < 0.001); Nüchterninsulin: verbessert (SMD = − 0.72, p < 0.001); HOMA-IR: verbessert (SMD = − 0.75, p < 0.001)
20 Deng et al. 2025Metaanalyse · 509 TeilnehmerMagnesium plus Vitamin D oder Vitamin E; gegen Kontrollgruppe (Placebo/keine Co-Supplementation)Serum-Triglyceride: kein Unterschied (MD = 1.84, 95% CI: -28.92, 32.60, p = 0.91); Serum-LDL-c: kein Unterschied (MD: -4.56, 95% CI: -14.19, 5.08, p = 0.35); Serum-HDL-c: kein Unterschied (MD: 1.96, 95% CI: -3.07, 6.98, p = 0.45)
21 Heidari et al. 2022Metaanalyse · 504 TeilnehmerVitamin E allein oder mit Omega-3 oder Magnesium; gegen PlaceboTriglyceride im Serum: verbessert (- 18.27 mg/dL, 95% CI - 34.68 to - 1.87); VLDL-Cholesterin: verbessert (- 5.88 mg/dL, 95% CI - 8.08 to - 3.68); LDL-Cholesterin: verbessert (- 12.84 mg/dL, 95% CI - 22.15 to - 3.52)

Weitere Studien zu diesem Gebiet: 22 25 26 32 34 38 43 50 52 53 55 56 57 58 59 61 63 67 71 72 74 76 81 82 91 93 100 101 109 112 115 116 120 121 132 133 135 137 138 145 147 148 150 154 159 169 175 180 181 183 193 203 204 211 220 224 227 230 233 236 247 257 258 259 260 261 267 269 275

Magnesium, Blutdruck, Herz und Gefäße: Studien am Menschen

Orale Magnesiumsalze zeigten in mehreren kontrollierten Studien eine Blutdrucksenkung, vor allem bei Menschen mit Bluthochdruck, Diabetes oder Magnesiummangel 3710111219. Bei Nierenkranken nahm die Wanddicke der Halsschlagader in zwei Metaanalysen ab 2229. Die gefäßerweiternde Funktion besserte sich in einer Metaanalyse 30, in einer weiteren Metaanalyse und einer kleinen randomisierten Studie jedoch nicht 62198. Die Gefäßverkalkung bei chronischer Nierenkrankheit bremste Magnesium weder in einer Metaanalyse noch in einer randomisierten kontrollierten Studie über zwölf Monate 2287. Neu auftretendes Vorhofflimmern verhinderte Magnesium in einer Metaanalyse nicht 6, und vorzeitige Vorhofschläge blieben in einer kleinen randomisierten Studie unverändert 138. Eine systematische Übersicht randomisierter Studien zählt Magnesium zu den Mikronährstoffen mit mäßig bis gut gesicherten Hinweisen auf niedrigere kardiovaskuläre Risikofaktoren 1. Die untersuchten Formen waren Magnesiumsalze zum Einnehmen – Citrat, Oxid, Glycinat (auch Bisglycinat), Aspartat, Chlorid und L-Threonat – sowie Mischpräparate. Auch bei normalem Blutdruck senkte Magnesium allein in einer Metaanalyse placebokontrollierter Studien den systolischen Blutdruck 49, in einer anderen war die Senkung dort nicht gesichert 7. Ein Komplex aus trans-Resveratrol und Magnesiumhydroxid mit D-chiro- und Myo-Inositol veränderte bei übergewichtigen Schwangeren den Blutdruck nicht 93. Ein Mineralsalz aus Natriumchlorid, Kaliumchlorid und Magnesiumammoniumkaliumchlorid anstelle von Kochsalz senkte in einer kontrollierten Studie den systolischen Blutdruck stärker als normales Salz 145. Die Ergebnisse hängen von Form, Salz und Tagesmenge ab, und viele Studien waren klein oder von kurzer Dauer.

StudieArt · TeilnehmerPräparat · Dosis · Dauer · VergleichErgebnis
1 An et al. 2022systematische Übersicht · 883.627 TeilnehmerMikronährstoff-Supplemente, darunter Magnesium; gegen Placebo oder Kontrolle in randomisierten StudienKardiovaskuläre Risikofaktoren: verbessert
3 Alharran et al. 2024Metaanalyse · 8.610 TeilnehmerMagnesiumpräparate zum Einnehmen; ≥400 mg/Tag in Subgruppenanalyse; ≥12 Wochen in Subgruppenanalyse; gegen Kontrolle (Placebo) in den eingeschlossenen RCTsSystolischer Blutdruck: verbessert (ES = -1.25 mmHg; 95% CI: -1.98, -0.51, P = 0.001); Diastolischer Blutdruck: verbessert (ES = -1.40 mmHg; 95% CI: -2.04, -0.75, P = 0.000); Systolischer Blutdruck bei ≥400 mg/Tag: verbessert (ES for SBP = -6.38 mmHg)
6 Curran et al. 2023Metaanalyse · 4.713 TeilnehmerMagnesium (Salz nicht genannt); gegen PlaceboNeu aufgetretenes Vorhofflimmern: kein Unterschied (OR 0.72, [95% CI 0.48 to 1.09])
7 Argeros et al. 2025Metaanalyse · 2.709 TeilnehmerOrale Magnesiumsupplemente (Salzform nicht genannt); 82,3–637 mg elementares Magnesium, Median 365 mg; Median 12 Wochen (mindestens 4 Wochen); gegen PlaceboSystolischer Blutdruck: verbessert (-2.81 mm Hg (95% CI, -4.32 to -1.29)); Diastolischer Blutdruck: verbessert (-2.05 mm Hg (95% CI, -3.23 to -0.88)); Systolischer Blutdruck bei Hypertonikern mit Medikation: verbessert (-7.68 mm Hg)
10 Maqrashi et al. 2025Metaanalyse · 1.345 TeilnehmerMagnesiumpräparate (Salz nicht genannt); gegen Placebo oder KontrolleDiastolischer Blutdruck: verbessert; Lipidprofil: unklar
11 Xu et al. 2022Metaanalyse · 1.325 TeilnehmerMagnesiumergänzung (Formulierungen in Subgruppen analysiert); optimale Durchschnitte: 279 mg/d, 429 mg/d, 300 mg/d; 116 d, 88 d, 120 d je Zielgröße; gegen Kontrollgruppe ohne Magnesium (24 RCTs)systolischer Blutdruck: verbessert (-7.69 mmHg (95% CI: -11.71, -3.66)); diastolischer Blutdruck: verbessert (-2.71 mmHg (95% CI: -4.02, -1.40))
12 Zhao et al. 2020Metaanalyse · 1.168 TeilnehmerMagnesiumzufuhr über die Ernährung bzw. Magnesiumsupplemente; je 100 mg mehr tägliche Magnesiumzufuhr; gegen niedrigste vs. höchste Magnesiumzufuhr; Supplementierung vs. KontrolleSystolischer Blutdruck: verbessert; Diastolischer Blutdruck: verbessert
19 Dibaba et al. 2017Metaanalyse · 543 TeilnehmerMagnesiumpräparate zum Einnehmen (Salzform nicht genannt); 365 bis 450 mg elementares Magnesium pro Tag; 1 bis 6 Monate (Mittel 3,6 Monate); gegen Kontrollgruppe (Placebo oder übliche Behandlung)Systolischer Blutdruck: verbessert (SMD: -0.20; 95% CI: -0.37, -0.03); Diastolischer Blutdruck: verbessert (SMD: -0.27; 95% CI: -0.52, -0.03)

Weitere Studien zu diesem Gebiet: 21 22 25 29 30 38 48 49 56 58 60 62 67 70 82 84 87 93 105 109 115 119 138 139 140 142 145 147 149 150 156 159 160 167 179 183 193 197 198 199 203 204 207 219 225 226 227 229 235 237 244 248 249 250 255 259 260 262 269 273 279 280 281 282 283 287

Magnesium, Stress, Angst und Stimmung: Studien am Menschen

Bei Depression senkte Magnesium die Depressionswerte stärker als die Kontrolle, in einer Metaanalyse 28 und in drei randomisierten kontrollierten Studien 134143206. Keinen Unterschied zur Kontrolle fand eine Studie bei übergewichtigen Frauen mit leichter bis mittlerer Depression 96. Eine systematische Übersicht fand zudem eine Besserung selbstberichteter Angst, wobei die Studien uneinheitlich waren und Magnesium teils mit bis zu drei weiteren potenziell aktiven Bestandteilen kombiniert wurde 51. Untersucht wurden vor allem Magnesiumsalze zum Einnehmen wie Citrat, Oxid, Glycinat, Aspartat, Chlorid und L-Threonat, teils kombiniert mit Vitamin B6 75 oder Vitamin D 96. Die Belastbarkeit gilt als hoch, doch die Studien sind oft klein und unterscheiden sich in Salz, Dosis und Population; Langzeitstudien stehen noch aus.

StudieArt · TeilnehmerPräparat · Dosis · Dauer · VergleichErgebnis
14 Urata et al. 2025systematische Übersicht · 1.049 TeilnehmerMagnesiumchlorid (unter anderen Substanzen); gegen Placebo oder AntidepressivaVerbesserung der depressiven Symptome: verbessert
28 Moabedi et al. 2023Metaanalyse · 325 TeilnehmerMagnesiumpräparate zum Einnehmen; gegen PlaceboDepressionswerte: verbessert (SMD: -0.919, 95% CI: -1.443 to -0.396, p = 0.001)
51 Rawji et al. 2024systematische ÜbersichtOrale Magnesiumpräparate, Formen und Dosierungen uneinheitlich; uneinheitlich über die Studien; gegen kein einheitlicher Vergleich; interventionelle Studienselbstberichtete Angst (u. a. Hamilton Anxiety Scale): verbessert
75 Noah et al. 2020randomisiert kontrolliert · 264 Teilnehmerorales Magnesium 300 mg allein oder mit Vitamin B6 30 mg; 300 mg Magnesium, ggf. plus 30 mg Vitamin B6; 8 Wochen; gegen Magnesium allein vs. Magnesium plus Vitamin B6Stressniveau (DASS-Skala): kein Unterschied
86 Schuster et al. 2025randomisiert kontrolliert · 155 TeilnehmerMagnesiumbisglycinat-Kapseln vs. Placebo; 250 mg elementares Magnesium täglich; bis Woche 4 (mehrere Messzeitpunkte); gegen Placebo-Kapselnweitere psychologische Outcomes: kein Unterschied (No significant differences)
94 Ni et al. 2023randomisiert kontrolliert · 109 TeilnehmerMagnesium-L-Threonat oral; 12 Wochen; gegen PlaceboGAD-7: kein Unterschied; PHQ-9: kein Unterschied
96 Abiri et al. 2022randomisiert kontrolliert · 108 Teilnehmer250 mg Magnesium-Tablette, ggf. plus 50000 IU Vitamin D wöchentlich; 250 mg Magnesium täglich; 50000 IU Vitamin D wöchentlich; 8 Wochen; gegen Placebo (Magnesium- und/oder Vitamin-D-Placebo)Depressionsscore (BDI-II): kein Unterschied; BDNF-Serumspiegel: verbessert
122 Hemamy et al. 2021randomisiert kontrolliert · 66 TeilnehmerVitamin D plus Magnesium; Vitamin D 50.000 IU/Woche, Magnesium 6 mg/kg/Tag; 8 Wochen; gegen Placeboemotionale Probleme: verbessert (p = 0.001)

Weitere Studien zu diesem Gebiet: 123 125 127 131 134 143 148 152 153 158 160 177 179 185 187 190 191 192 194 206 210 212 213 223 231 238 260 263 268 270

Magnesium und Schlaf: Studien am Menschen

Bei Erwachsenen mit Schlafproblemen schliefen die Teilnehmenden in zwei randomisierten kontrollierten Studien besser als unter Placebo: mit Magnesium-L-Threonat mehr Tief- und REM-Schlaf 185, in der anderen länger und tiefer 160. Eine systematische Übersicht berichtet bei Restless-Legs-Syndrom eine bessere Schlafqualität unter Magnesiumoxid und Vitamin B6 23. Bei Fibromyalgie besserte sich die Schlafqualität unter Magnesium mit Coenzym Q10 und Tryptophan; einen Vergleich mit Placebo nennt die Zusammenfassung dafür nicht 108. Keinen Unterschied der Schlafqualität fanden dagegen je eine randomisierte kontrollierte Studie bei nächtlichen Wadenkrämpfen 107 und bei polyzystischem Ovarsyndrom 126. Untersucht wurden orale Magnesiumsalze und magnesiumreiche Ernährung sowie Mischpräparate; die Beweiskraft ist hoch, offen bleiben jedoch unterschiedliche Salze, Tagesmengen und Vergleichsbedingungen.

StudieArt · TeilnehmerPräparat · Dosis · Dauer · VergleichErgebnis
4 Arab et al. 2023systematische Übersicht · 7.582 TeilnehmerMagnesium über Ernährung oder Supplementierung; gegen niedrige Magnesiumaufnahme oder PlaceboSchlafqualität (Einschlafen tagsüber, Schläfrigkeit, Schnarchen, Schlafdauer): verbessert; Schlafstörungen in randomisierten Studien: unklar
23 González-Parejo et al. 2024systematische Übersicht · 482 TeilnehmerMagnesiumoxid und Vitamin B6; gegen andere Supplemente bzw. KontrolleSchlafqualität: verbessert (significantly improved)
35 Mah et al. 2021systematische Übersicht · 151 TeilnehmerOrale Magnesiumsupplementierung; weniger als 1 g, bis zu dreimal täglich; gegen PlaceboEinschlafzeit: verbessert (17.36 min less (95% CI - 27.27 to - 7.44, p = 0.0006)); Gesamtschlafzeit: kein Unterschied (improved by 16.06 min)
36 Lopresti et al. 2026systematische ÜbersichtOrales Magnesium als alleinige aktive Intervention; Elementare Dosen variierten stark; Behandlungsdauern variierten stark; gegen Randomisierte kontrollierte Studien, narrativ zusammengefasstSubjektive Schlafoutcomes: unklar; EEG, Aktigraphie und Wearable-Schätzungen: unklar; Insomnia-Behandlung: kein Unterschied
51 Rawji et al. 2024systematische ÜbersichtOrale Magnesiumpräparate, Formen und Dosierungen uneinheitlich; uneinheitlich über die Studien; gegen kein einheitlicher Vergleich; interventionelle StudienSchlafparameter (u. a. PSQI): verbessert; Schlafparameter: kein Unterschied (two studies reported no improvements); Schlafparameter: unklar (one reported mixed results)
69 Meolie et al. 2005systematische ÜbersichtMagnesium (als eines von vielen bewerteten Produkten); gegen Placebo bzw. KontrolleWirksamkeit als Hypnotikum: unklar
73 Khalid et al. 2024randomisiert kontrolliert · 290 TeilnehmerTabletten: Placebo, Magnesium, Kalium, Magnesium+Kalium; 2 Monate; gegen Placebo (T1) vs. Mg (T2), K (T3), Mg+K (T4)Insomnia Severity Index: verbessert (p = 0.0001); Serum-Cortisol: verbessert (p = 0.001); Serum-Melatonin: verbessert
79 Barna et al. 2021randomisiert kontrolliert · 216 TeilnehmerMagnesiumoxid-Monohydrat (MOMH), Kapsel; 226 mg einmal täglich zur Schlafenszeit; 60 Tage; gegen Placebo, doppelblind, randomisiert, multizentrischSchlafqualität: verbessert (p < 0.001)

Weitere Studien zu diesem Gebiet: 86 94 107 108 112 126 148 153 160 179 185 187 189 190 191 192 210 259 271

Magnesium und Knochen: Studien am Menschen

Bei chronischer Nierenkrankheit senkte Magnesium in zwei Metaanalysen Parathormon- und Kalziumspiegel, teils über mehr Magnesium im Dialysat, teils als Einnahme 2229. Bei diabetischer Nephropathie senkte Magnesiumcitrat in einer randomisierten kontrollierten Studie den Knochenumbaumarker Osteocalcin stärker als die Kontrolle 132. Magnesiumoxid veränderte in einer anderen Studie den Knochenabbaumarker TRAP nicht gesichert 140. Zur Knochendichte liegt eine randomisierte kontrollierte Studie vor, in der beide Gruppen Calcium, Magnesium und Calcitriol erhielten; der Vorteil ging dort auf Rotklee-Extrakt mit Probiotika zurück 117.

StudieArt · TeilnehmerPräparat · Dosis · Dauer · VergleichErgebnis
22 Zhan et al. 2023Metaanalyse · 496 TeilnehmerOrale Magnesiumgabe bzw. erhöhte Magnesiumkonzentration im Dialysat; gegen Kontrollgruppen ohne MagnesiumgabeKalziumspiegel: verbessert (SMD=-0.43, 95% CI: -0.74 to -0.11, p = 0.008); Parathormonspiegel: verbessert (SMD=-0.43, 95% CI: -0.75 to -0.11, p = 0.008)
29 Guo et al. 2022Metaanalyse · 309 TeilnehmerMagnesiumsupplementierung, oral oder über Dialysat; verschiedene Interventionsdauern (Subgruppenanalyse); gegen Kontrolle ohne MagnesiumgabeSerum-PTH: verbessert (WMD = -236.56; 95% CI -349.71 to -123.41); Serum-Calcium (orale Gabe): verbessert (WMD = -0.50; 95% CI -0.77 to -0.23); Serum-Phosphat: kein Unterschied (WMD = -0.25; 95% CI -0.64 to 0.14)
116 Dall et al. 2023randomisiert kontrolliert · 78 Teilnehmer1000 IU Vitamin D3 plus 360 mg Magnesiumglycinat; 360 mg Magnesiumglycinat täglich; 12 Wochen; gegen Vitamin D allein und PlaceboSerum-Osteocalcin (gesamt): kein Unterschied (P > .05 for all); Knochenspezifische alkalische Phosphatase: kein Unterschied (β = 0.004, P = .986); C-terminales CrossLaps (CTX): kein Unterschied (β = 0.426, P = .057)
117 Lambert et al. 2017randomisiert kontrolliert · 78 TeilnehmerRotklee-Extrakt plus Probiotika, dazu Calcium, Magnesium, Calcitriol; 60 mg Isoflavon-Aglykone/d, Magnesium 550 mg/d, Calcium 1200 mg/d, Calcitriol 25 µg/d; 12 Monate; gegen Placebo (maskiert) mit gleicher Calcium-, Magnesium- und Calcitriol-GabeKnochendichte L2-L4 Lendenwirbelsäule: verbessert (-0.99% and -2.2%); Knochendichte Schenkelhals: verbessert (-1.04% and -3.05%); Knochendichte Trochanter: verbessert (-0.67% and -2.79)
128 Eftekhari et al. 2014randomisiert kontrolliert · 64 Teilnehmer250 mg Magnesiumoxid allein oder mit Vitex agnus castus; 250 mg Magnesiumoxid pro Tag; 8 Wochen; gegen Placebo bzw. Vitex alleinalkalische Phosphatase im Serum: kein Unterschied; Osteocalcin im Serum: verbessert; VEGF im Serum: kein Unterschied
132 Halawa et al. 2023randomisiert kontrolliert · 60 Teilnehmerorales Magnesiumcitrat zusätzlich zum Standardregime; 2,25 g/Tag; 12 Wochen; gegen Standardregime allein (Kontrollgruppe)Serum-Osteocalcin: verbessert (p = 0.001)
140 Alonso et al. 2020randomisiert kontrolliert · 52 TeilnehmerOrales Magnesiumoxid 400 mg Magnesium/Tag vs. Placebo; 400 mg Magnesium/Tag; 10 Wochen; gegen Placebo, doppelblind, 1:1 randomisiertTartrat-resistente saure Phosphatase Typ 5: kein Unterschied (-0.187, (-0.328, -0.045), p = 0.011)
231 Zhang et al. 2022Kohortenstudie · 392 TeilnehmerNahrungsmagnesium (mit Calcium, Kalium, Phosphor); 24 Monate; gegen höhere vs. niedrigere MagnesiumzufuhrKniegelenkstrukturen: kein Unterschied

Weitere Studien zu diesem Gebiet: 260

Magnesium, Muskeln und Muskelkrämpfe: Studien am Menschen

Bei nächtlichen Wadenkrämpfen verringerte Magnesiumoxid-Monohydrat in einer randomisierten kontrollierten Studie Häufigkeit und Dauer der Episoden stärker als Placebo 79. Bei Beinkrämpfen ergab eine Metaanalyse keinen Unterschied, ebenso wenig zwei randomisierte kontrollierte Studien mit Magnesiumcitrat und Magnesiumhydrochlorid 278890. Bei Wadenkrämpfen fand eine randomisierte kontrollierte Studie mit Magnesiumoxid keine Verringerung von Zahl, Schweregrad und Dauer 107. Muskelkater besserte sich in zwei kontrollierten Studien mit einem nicht näher benannten Magnesiumsalz 216220, während eine randomisierte kontrollierte Studie mit Magnesiumgel keinen Unterschied zeigte 157. Die Muskelkraft unterschied sich in drei kontrollierten Studien nicht von der Kontrolle: nach Magnesiumgel, nach einer Woche Einnahme vor Bergablaufen und bei COPD unter Magnesiumcitrat 157220141. Bei Nackenschmerz mit Triggerpunkten besserten sich Schmerz, Nackenbeeinträchtigung und Muskelaktivität unter Magnesiumsulfat-Iontophorese, doch Dry Needling war in allen Werten überlegen 130. Bei Sarkopenie-Risiko besserte eine kontrollierte Studie mit einem Mischpräparat aus Hydroxy-Methyl-Butyrat, Carnosin, Butyrat, Lactoferrin und Magnesium den Skelettmuskelindex und die Muskelfunktion 137. Wadenkrämpfe, Muskelkater und Muskelkraft zeigen überwiegend gemischte Ergebnisse bei mittlerer Beweiskraft. Untersucht wurden vor allem Magnesiumsalze zum Einnehmen (Oxid, Citrat, Hydrochlorid) sowie zum Auftragen (Gel, Iontophorese), daneben einzelne Mischpräparate. Offen bleiben Aussagen zu Dosis, Dauer und Übertragbarkeit auf andere Magnesiumformen; die Mischpräparate erlauben keine Zuordnung der Wirkung zum Magnesium allein.

StudieArt · TeilnehmerPräparat · Dosis · Dauer · VergleichErgebnis
27 Liu et al. 2021Metaanalyse · 332 Teilnehmerorale Magnesiumsupplementation; gegen KontrollgruppeHäufigkeit von Beinkrämpfen nach Behandlung: kein Unterschied (WMD = -0.47, 95% CI: -1.14-0.20, P = 0.167); Erholung von Beinkrämpfen: kein Unterschied (OR = 0.47, 95% CI: 0.14-1.52, P = 0.207)
79 Barna et al. 2021randomisiert kontrolliert · 216 TeilnehmerMagnesiumoxid-Monohydrat (MOMH), Kapsel; 226 mg einmal täglich zur Schlafenszeit; 60 Tage; gegen Placebo, doppelblind, randomisiert, multizentrischHäufigkeit der Wadenkrampf-Episoden: verbessert (- 3.4 vs - 2.6); Dauer der Wadenkrampf-Episoden: verbessert (p < 0.007)
88 Araújo et al. 2020randomisiert kontrolliert · 132 Teilnehmerorales Magnesiumcitrat (Mg++) versus Placebo; 300 mg/Tag; 4 Wochen; gegen PlaceboHäufigkeit der Beinkrampf-Episoden pro Woche: kein Unterschied (OR 1.3 (CI 95%: 0.6-2.9), p = 0.527); Reduktion der Beinkrämpfe nach 4 Wochen: kein Unterschied; mittlere Episoden pro Woche bei verbleibenden Krämpfen: kein Unterschied (p = 0.408)
90 Kuusipalo et al. 2026randomisiert kontrolliert · 121 TeilnehmerMagnesiumhydrochlorid-Tabletten; 4 Wochen Einnahme, Auswertung Woche 8; gegen Placebo-Tabletten und medizinische KompressionsstrümpfeWöchentliche Häufigkeit von Beinkrämpfen: kein Unterschied (-0.20 (95% CI -1.49 to 1.09; P = 0.929))
99 Gáti et al. 2018randomisiert kontrolliert · 105 TeilnehmerThermal-Mineralwasser mit Calcium-Magnesium-Bicarbonat; 3 Wochen, 15 Anwendungen, Nachbeobachtung 9 Wochen; gegen Übliche SchmerzmittelbehandlungRückenschmerz in Ruhe (VAS): verbessert (p < 0.001); Rückenschmerz bei Aktivität (VAS): verbessert (p < 0.001); Rückenschmerz-Fragebogen (Oswestry): verbessert (p < 0.001)
107 Roguin et al. 2017randomisiert kontrolliert · 94 TeilnehmerKapseln mit Magnesiumoxid oder Placebo; einmal täglich zur Schlafenszeit; 4 Wochen Behandlung nach 2 Wochen Screening; gegen Placebo, doppelblindmittlere Zahl nächtlicher Wadenkrämpfe pro Woche: kein Unterschied (0.38 (0.48) NLC per week (P = .67)); Schweregrad der Wadenkrämpfe: kein Unterschied; Dauer der Wadenkrämpfe: kein Unterschied
113 Polo-Ferrero et al. 2025randomisiert kontrolliert · 80 TeilnehmerMagnesium über die Nahrung (Nährstoffaufnahme per Fragebogen); 32 Wochen; gegen Hochgeschwindigkeits-Krafttraining vs. Mehrkomponententraining5STS-Test (Aufstehen und Gehen): verbessert (p < 0.001); Korrelation niedriges Magnesium mit schlechterer 5STS-Leistung (H-RT): verschlechtert (r_p = -0.48)
130 Abu et al. 2026randomisiert kontrolliert · 60 TeilnehmerMagnesiumsulfat-Iontophorese; 2x pro Woche über 4 Wochen; gegen Dry Needling und reine Dehnung (Kontrollgruppe)Druckschmerzschwelle (PPT): verbessert (MD 1.48, 95% CI 1.01-1.95; p < 0.001); Nackenbeeinträchtigung (ANDI): verbessert (MD -2.60, 95% CI -4.50 to -0.70; p = 0.004); Schmerzintensität (VAS): verbessert (MD -2.0, 95% CI -2.84 to -1.36; p < 0.01)

Weitere Studien zu diesem Gebiet: 137 141 153 157 182 215 216 220 231 259

Magnesium, Kopfschmerz und Migräne: Studien am Menschen

Eine Metaanalyse fand unter Magnesium weniger Migräneattacken, geringere Schwere und weniger Migränetage als unter Kontrolle 42. Eine systematische Übersicht stuft Magnesium zur Migränevorbeugung als möglicherweise wirksam ein 66. Eine weitere Übersicht sieht Hinweise, dass Magnesium ebenso wie Carnitin, Riboflavin, Niacin, CoQ10, Vitamin D, Vitamin B12 und Alpha-Liponsäure Migräne vorbeugen und lindern kann 65. Die Beweiskraft ist gering, weil kontrollierte Einzelstudien zur Migräne in dieser Auswertung fehlen; untersucht wurden Magnesiumsalze zum Einnehmen, darunter Magnesiumdicitrat. Offen bleiben Fragen zu Dosis, Salzform und Dauer der Einnahme.

StudieArt · TeilnehmerPräparat · Dosis · Dauer · VergleichErgebnis
5 Morel et al. 2021systematische Übersicht · 5.447 TeilnehmerMagnesium (Mg), Salz nicht genannt; gegen Placebo oder Kontrolle in den eingeschlossenen RCTsSchmerzintensität und Analgetikaverbrauch bei Migräne: unklar
42 Talandashti et al. 2025MetaanalyseNahrungsergänzungsmittel, u. a. Magnesium; gegen Placebo bzw. KontrollgruppeMigräneanfälle (Häufigkeit): verbessert (MD = -2.51); Migräneschwere: verbessert (MD = -0.88); Monatliche Migränetage: verbessert (MD = -1.66)
65 Nattagh-Eshtivani et al. 2018systematische ÜbersichtNahrungsergänzung mit Magnesium und weiteren Nährstoffen; gegen randomisierte kontrollierte Studienprophylaktische und therapeutische Wirkung bei Migräne: verbessert
66 von et al. 2018systematische ÜbersichtMagnesiumdicitrat; 600 mg; gegen PlaceboAnzahl der Migräneattacken: verbessert; Primäre Wirksamkeitsparameter: verbessert
234 Takle et al. 2026Kohortenstudie · 182 TeilnehmerMagnesium (Salz nicht genannt); gegen Patienten mit Kopfschmerzauflösung vs. ohne AuflösungKopfschmerzauflösung (Magnesiumgabe bei aufgelöster vs. nicht aufgelöster Gruppe): unklar (P = .086)
245 Karatoprak et al. 2025FallserieMagnesiumoxid; 6-9 mg/kg/Tag oder 365 mg/Tag; vier Monate; gegen keine Kontrollgruppe, Vorher-NachherKopfschmerzhäufigkeit: verbessert (p<0.001); Migränebedingte Beeinträchtigung (PedMIDAS): verbessert (p<0.001); Lebensqualität (HIT-6): verbessert (p<0.001)
259 Chandarana et al. 2026Übersichtorale Magnesium-Supplementierung; gegen Serum- vs. Erythrozyten- und andere Kompartimentmarkerklinischer Nutzen bei Migräneprophylaxe: verbessert

Magnesium und Schwangerschaft: Studien am Menschen

Bei Schwangerschaftsdiabetes senkte Magnesium in einer Metaanalyse Nüchternglukose und Insulinresistenz, Frühgeburten und übergroße Neugeborene wurden aber nicht seltener 32. Eine kleine randomisierte kontrollierte Studie mit Magnesiumoxid fand seltener Neugeborenengelbsucht und Klinikaufenthalte als unter Placebo sowie weniger aktive Entzündungsgene IL-8 und TNF-α 155. Die Genexpression von IL-1 und VEGF blieb unverändert 155. Die Beweiskraft ist gering: Es gibt nur eine kleine kontrollierte Studie, und mehrere Ergebnisse stammen aus einzelnen kleinen Studien.

StudieArt · TeilnehmerPräparat · Dosis · Dauer · VergleichErgebnis
2 Shi et al. 2026Metaanalyse · 10.262 TeilnehmerMagnesium kombiniert mit Zink, Calcium und Vitamin D; gegen StandardkontrolleKaiserschnittrate: verbessert (RR = 0.44, 95% CI: 0.15, 1.29)
32 Luo et al. 2024Metaanalyse · 266 TeilnehmerMagnesiumergänzung (Salz nicht genannt); gegen KontrollinterventionFrühgeburtlichkeit: kein Unterschied (OR = 0.42; 95 % CI = 0.06 to 2.95; P = 0.38); Makrosomie: kein Unterschied (OR = 0.34; 95 % CI = 0.08 to 1.35; P = 0.13)
155 Ahmadi et al. 2018randomisiert kontrolliert · 36 Teilnehmer250 mg/Tag Magnesiumoxid; 250 mg/Tag; 6 Wochen; gegen PlaceboGenexpression von IL-8 in PBMCs: verbessert (P = 0.03); Genexpression von TNF-α in PBMCs: verbessert (P = 0.006); Genexpression von TGF-β in PBMCs: verbessert (P = 0.03)

Magnesium: weitere Messgrößen in Studien

In mehreren kontrollierten Studien und Metaanalysen stieg unter Magnesium der Magnesiumspiegel im Blut oder die Ausscheidung im Urin 22257684121. Das Entzündungseiweiß CRP sank in zwei Metaanalysen und zwei randomisierten kontrollierten Studien stärker als unter Placebo 1624121141. In einer randomisierten kontrollierten Studie bei Übergewichtigen sank zudem das Cortisol im Urin stärker als unter Placebo 196. Offen bleibt, welche Salzform und Tagesmenge für welche Messgröße am günstigsten ist, da viele Studien die Form nicht genau angeben und die Teilnehmerzahlen meist klein waren.

StudieArt · TeilnehmerPräparat · Dosis · Dauer · VergleichErgebnis
5 Morel et al. 2021systematische Übersicht · 5.447 TeilnehmerMagnesium (Mg), Salz nicht genannt; gegen Placebo oder Kontrolle in den eingeschlossenen RCTsSchmerzintensität und Analgetikaverbrauch bei postoperativen Schmerzen: unklar; Schmerzintensität und Analgetikaverbrauch bei Nierenschmerzen: unklar; Schmerzintensität und Analgetikaverbrauch bei chronischen/neuropathischen Schmerzen: unklar
8 Rafiee et al. 2021Metaanalyse · 2.013 TeilnehmerMagnesium-Supplementierung (Salz nicht genannt); Dosis-Wirkungs-Analyse, genaue Mengen nicht berichtet; gegen Placebo oder KontrolleKörpergewicht, Taillenumfang, BMI, Körperfettanteil (Gesamtanalyse): kein Unterschied; Taillenumfang bei BMI > 30 kg/m2: verbessert (weighted mean difference = –2·09 cm, 95 % CI –4·12, –0·07, P = 0·040); Dosis-Wirkungs-Beziehung der Supplementierung auf anthropometrische Maße: kein Unterschied
9 Yang et al. 2025Metaanalyse · 1.600 TeilnehmerMischung aus Calcium, Chrom, Selen und Magnesium; gegen Placebo oder Kontrolle (RCTs)Oxidativer Stress: kein Unterschied; Sexualhormone: kein Unterschied; Gewichtsmaße: kein Unterschied
13 Amiri et al. 2026Metaanalyse · 1.085 TeilnehmerOrale Magnesiumpräparate (Salzform nicht genannt); Subgruppen: > 250 und ≤ 250 mg/Tag; Subgruppen: unter oder über 12 Wochen; gegen PlaceboSerum-Magnesium: kein Unterschied
15 Talebi et al. 2022Metaanalyse · 927 Teilnehmerorale Magnesiumsupplementierung; gegen KontrollgruppenC-reaktives Protein (CRP): kein Unterschied (WMD, - 0.49; 95% CI, - 1.72 to 0.75 mg/L; P = 0.44); Interleukin-6 (IL-6): kein Unterschied (WMD, - 0.03; 95% CI, - 0.40 to 0.33 pg/mL; P = 0.86); Tumornekrosefaktor-alpha (TNF-α): kein Unterschied (WMD, 0.12; 95% CI, - 0.08 to 0.31 pg/mL; P = 0.24)
16 Veronese et al. 2022Metaanalyse · 889 TeilnehmerOrale Magnesiumsupplementierung; gegen PlaceboSerum-C-reaktives Protein (CRP): verbessert; Stickstoffmonoxid (NO): verbessert; Plasma-Fibrinogen: verbessert
17 Shahid et al. 2025systematische Übersicht · 693 TeilnehmerProtonenpumpeninhibitoren (kein Magnesiumpräparat); mindestens 6 Monate, teils 12 Monate; gegen kein PPI bzw. AusgangswerteSerum-Magnesium: unklar (no change after 12 months to pharmacokinetic alterations without systemic depletion)
20 Deng et al. 2025Metaanalyse · 509 TeilnehmerMagnesium plus Vitamin D oder Vitamin E; gegen Kontrollgruppe (Placebo/keine Co-Supplementation)25(OH)D-Serumspiegel: verbessert (MD:13.37, 95%CI: 0.45, 26.29, p = 0.04); Magnesium-Serumspiegel: verbessert (MD: 0.21, 95% CI: 0.16, 0.27, p < 0.00001); hs-CRP: verbessert (MD: -1.19, 95%CI: -1.95, -0.42, p = 0.002)

Weitere Studien zu diesem Gebiet: 21 22 23 24 25 29 31 33 37 38 39 40 41 43 44 45 46 47 50 54 61 64 68 72 74 75 76 77 78 80 81 83 84 85 87 89 92 94 95 96 97 98 99 100 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 114 115 116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 129 132 135 136 137 138 140 141 143 144 146 147 148 149 150 151 152 157 158 160 161 162 163 164 165 166 168 169 170 171 172 173 174 175 176 178 179 182 183 184 185 186 187 188 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 205 206 207 208 209 210 211 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 228 230 231 232 233 235 236 238 239 240 241 242 243 246 251 252 253 254 255 256 257 259 260 261 263 264 265 266 272 274 275 276 277 278 279 283 284 285 286

4. Wie wird Magnesium dosiert? Zubereitung, Dosis und Dauer in Studien

Die Studien verwendeten überwiegend Magnesiumsalze zum Einnehmen, darunter Citrat, Oxid, Glycinat (auch Bisglycinat), Aspartat, Chlorid, L-Threonat und Hydroxid sowie magnesiumreiches Mineralwasser. Einzelne Studien prüften Magnesium zum Auftragen als Gel oder Iontophorese. Bei Mischpräparaten mit Vitamin B6, Vitamin D, Kalium oder weiteren Bestandteilen lässt sich der Beitrag des Magnesiums nicht trennen; die Dosen zeigt die Tabelle.

Präparat oder FormDosisDauerStudie
Eplerenon versus Placebo (Serum-Magnesium gemessen)—median 16 Monate70
Tabletten: Placebo, Magnesium, Kalium, Magnesium+Kalium—60 Tage72
Tabletten: Placebo, Magnesium, Kalium, Magnesium+Kalium—2 Monate73
Magnesium- und/oder Kaliumpräparate, Placebo—60 Tage74
orales Magnesium 300 mg allein oder mit Vitamin B6 30 mg300 mg Magnesium, ggf. plus 30 mg Vitamin B68 Wochen75
Magnesiumoxid oral vs. Placebo500 mg Magnesiumoxid (302 mg elementar)12 Monate, drei Nachkontrollen76
Urikind-KM6: 1.100 mg Kaliumcitrat, 375 mg Magnesiumcitrat, 20 mg Pyridoxinhydrochlorid pro 5 mLalle 8 Stunden über 3 Jahre3 Jahre77
orales Magnesiumglycinat als Zusatztherapie zur Standardtherapie440 mg/Tag12 Monate78
Magnesiumoxid-Monohydrat (MOMH), Kapsel226 mg einmal täglich zur Schlafenszeit60 Tage79
orales Magnesium plus 400 mg Etodolac zweimal täglich365 mg Magnesium oral täglichNachuntersuchung an Tag 4 und Tag 1080
30 mL Magnesiumchlorid 5% Lösung (382 mg elementares Magnesium) vs. Placebo382 mg elementares Magnesium täglich16 Wochen82
Magnesium (Salz nicht genannt)an die Ausgangsaufnahme angepasst—83
Magnesiumcitrat, Magnesiumoxid, Magnesiumsulfat oder Placebo450 mg Magnesium pro Tag24 Wochen84
400 mg Magnesiumoxid plus 25 mg Vitamin B6400 mg Magnesiumoxid und 25 mg Vitamin B612 Wochen85
Magnesiumbisglycinat-Kapseln vs. Placebo250 mg elementares Magnesium täglichbis Woche 4 (mehrere Messzeitpunkte)86

5. Ist Magnesium sicher? Nebenwirkungen in Studien

In den Studien wurde Magnesium überwiegend gut vertragen. Unerwünschte Ereignisse waren meist leicht und in beiden Gruppen ähnlich häufig 7688108. In einer Studie mit Magnesiumoxid hatte jedoch die Hälfte der Magnesiumgruppe Magen-Darm-Veränderungen, unter Placebo nur 7 % 138. Bei chronischer Nierenkrankheit gab es unter Magnesiumhydroxid mehr Magen-Darm-Nebenwirkungen (35 gegenüber 9) sowie fünf Todesfälle und sechs Herz-Kreislauf-Ereignisse, unter Placebo zwei Todesfälle und keines 87. Einzelheiten zeigt die Tabelle.

StudieBerichtete Nebenwirkungen
17 Shahid et al. 2025Magnesiumveränderungen uneinheitlich; B12- und Kalziumabfall berichtet
25 Basit et al. 2026sehr gute Sicherheit und Verträglichkeit
27 Liu et al. 2021keine signifikanten Nebenwirkungen (OR 1.82, 95% CI 0.90-3.69, P = 0.094)
30 Darooghegi et al. 2018nicht berichtet
35 Mah et al. 2021Unerwünschte Ereignisse wurden als Outcome erfasst, aber nicht berichtet
44 Konstantinidis et al. 2025Sicherheit der Supplementierung untersucht, keine Angaben
46 Kohjimoto et al. 2025Unerwünschte Arzneimittelwirkungen meist gering, Abbruch 2%-16%
51 Rawji et al. 2024minimale Nebenwirkungen berichtet
55 Fong et al. 2022Daten zur Sicherheit begrenzt
76 Al-Maqbali et al. 2026Keine Unterschiede bei unerwünschten Arzneimittelreaktionen zwischen den Gruppen
77 Reddy et al. 2014Arzneimittelunverträglichkeit bei Kontrollgruppe 1 innerhalb 1 Monats
78 Maddirevula et al. 2026gut vertragen, keine schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse

6. Was noch offen ist: Grenzen der Studienlage

  • Die Ergebnisse hängen von Salzform, Tagesmenge und Ausgangs-Magnesiumstatus ab; viele Studien geben die Form nicht genau an.
  • Viele Studien sind klein und von kurzer Dauer; Langzeitstudien stehen noch aus.
  • Bei Mischpräparaten mit weiteren potenziell aktiven Bestandteilen lässt sich die Wirkung des Magnesiums nicht zuordnen.
  • Zu Knochen, Wadenkrämpfen und Muskelkraft sind die Ergebnisse uneinheitlich, und zur optimalen Dosis für einzelne Messgrößen besteht Unsicherheit.
  • Die Übertragbarkeit auf andere Magnesiumformen und Populationen ist offen.

7. Fazit: Was über Magnesium gesichert ist

Magnesium ist ein Mineralstoff, den der Körper für Energiegewinnung, Muskel- und Nervenfunktion sowie den Herzrhythmus braucht. Studien am Menschen zeigen günstige Effekte oraler Magnesiumsalze auf Blutzucker und Insulinresistenz bei Diabetes, auf den Blutdruck, vor allem bei Bluthochdruck oder Magnesiummangel, und auf Depressionswerte. Auch bei Migräne fand eine Metaanalyse weniger Attacken, und eine systematische Übersicht hält Magnesium zur Vorbeugung für möglicherweise wirksam. Bei Schlaf, Wadenkrämpfen, Muskelkraft und Knochen sind die Ergebnisse gemischt oder ohne Unterschied. Die Befunde gelten für die jeweils untersuchte Salzform und Zubereitung, und viele Studien sind klein oder von kurzer Dauer.

Häufige Fragen

Wie gut ist Magnesium am Menschen untersucht?

Magnesium: ausgewertet wurden 288 Studien am Menschen, darunter 141 randomisierte kontrollierte Studien und 69 Metaanalysen oder systematische Übersichten; die kontrollierten Studien umfassen zusammen 16.263 Teilnehmer. Stand: 3. Oktober 2026.

Was bringt Magnesium bei Blutzucker und Stoffwechsel? Das zeigen die Studien

Ausgewertet sind 19 Metaanalysen oder systematische Übersichten, 37 kontrollierte Studien und 21 weitere Studien, die kontrollierten Studien mit zusammen 3.101 Teilnehmern. Ergebnis der kontrollierten Studien: überwiegend verbessert. Beweiskraft nach unseren offengelegten Regeln: hoch. Belege: 9101112

Was bringt Magnesium bei Blutdruck, Herz und Gefäße? Das zeigen die Studien

Ausgewertet sind 19 Metaanalysen oder systematische Übersichten, 31 kontrollierte Studien und 24 weitere Studien, die kontrollierten Studien mit zusammen 8.093 Teilnehmern. Ergebnis der kontrollierten Studien: gemischt. Beweiskraft nach unseren offengelegten Regeln: hoch. Belege: 1367

Was bringt Magnesium bei Stress, Angst und Stimmung? Das zeigen die Studien

Ausgewertet sind 2 Metaanalysen oder systematische Übersichten, 28 kontrollierte Studien und 8 weitere Studien, die kontrollierten Studien mit zusammen 1.331 Teilnehmern. Ergebnis der kontrollierten Studien: überwiegend verbessert. Beweiskraft nach unseren offengelegten Regeln: hoch. Belege: 14285175

Was bringt Magnesium bei Schlaf? Das zeigen die Studien

Ausgewertet sind 4 Metaanalysen oder systematische Übersichten, 19 kontrollierte Studien und 4 weitere Studien, die kontrollierten Studien mit zusammen 1.214 Teilnehmern. Ergebnis der kontrollierten Studien: gemischt. Beweiskraft nach unseren offengelegten Regeln: hoch. Belege: 4233536

Was bringt Magnesium bei Knochen? Das zeigen die Studien

Ausgewertet sind 2 Metaanalysen oder systematische Übersichten, 5 kontrollierte Studien und 2 weitere Studien, die kontrollierten Studien mit zusammen 332 Teilnehmern. Ergebnis der kontrollierten Studien: überwiegend kein Unterschied. Beweiskraft nach unseren offengelegten Regeln: hoch. Belege: 2229116117

Was bringt Magnesium bei Muskeln und Muskelkrämpfe? Das zeigen die Studien

Ausgewertet sind eine Metaanalyse oder systematische Übersicht, 15 kontrollierte Studien und 2 weitere Studien, die kontrollierten Studien mit zusammen 1.041 Teilnehmern. Ergebnis der kontrollierten Studien: gemischt. Beweiskraft nach unseren offengelegten Regeln: mittel. Belege: 27798890

Welche Magnesiumformen wurden in den Studien untersucht?

Untersucht wurden vor allem Magnesiumsalze zum Einnehmen wie Citrat, Oxid, Glycinat (auch Bisglycinat), Aspartat, Chlorid, L-Threonat und Hydroxid sowie magnesiumreiches Mineralwasser. Einzelne Studien prüften Magnesium zum Auftragen als Gel oder Iontophorese. Bei Mischpräparaten mit Vitamin B6, Vitamin D, Kalium oder weiteren Bestandteilen ist der Beitrag des Magnesiums nicht trennbar.

Was zeigen die Studien zu Blutdruck und Herz?

Bei Menschen mit Bluthochdruck, Diabetes oder Magnesiummangel senkten orale Magnesiumsalze in mehreren kontrollierten Studien den Blutdruck 3710111219. Bei normalem Blutdruck war die Senkung in einer Metaanalyse nicht gesichert 7, eine andere fand eine Senkung des systolischen Werts 49.

Hilft Magnesium bei Schlafproblemen?

Zwei randomisierte kontrollierte Studien fanden gegenüber Placebo mehr Tiefschlaf und bessere Schlafwerte 160185, zwei andere bei Wadenkrämpfen und bei polyzystischem Ovarsyndrom keinen Unterschied der Schlafqualität 107126. Die Ergebnisse sind insgesamt gemischt.

Wie verträglich ist Magnesium in den Studien?

In den Studien wurde Magnesium überwiegend gut vertragen, und die unerwünschten Ereignisse waren meist leicht und zwischen den Gruppen vergleichbar 25787992. Übelkeit oder Durchfall waren in einer Studie unter Magnesium und Placebo gleich häufig 88, Magen-Darm-Veränderungen in einer anderen unter Magnesiumoxid deutlich häufiger 138. Bei chronischer Nierenkrankheit gab es unter Magnesiumhydroxid mehr Magen-Darm-Nebenwirkungen sowie fünf Todesfälle und sechs Herz-Kreislauf-Ereignisse, unter Placebo zwei Todesfälle und keines 87.

Bei welchen Beschwerden ist die Beweiskraft am stärksten?

Am stärksten ist die Beweiskraft bei Blutzucker und Stoffwechsel, bei Blutdruck und Herz sowie bei Depressionswerten 1011123728134206. Bei Schlaf, Wadenkrämpfen und Muskelkraft sind die Ergebnisse gemischt oder ohne Unterschied 479107157; zum Knochen gibt es vor allem Laborwerte bei Nierenkranken 2229. Die Befunde gelten jeweils für die untersuchte Salzform, Tagesmenge und Population.

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  54. 54
  55. 55
  56. 56
  57. 57
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  77. 77
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Jede Aussage auf dieser Seite trägt ihre Stufe — belegt, plausibel oder Vermutung — und führt zur Originalarbeit. Die Entscheidung im Einzelfall trifft die behandelnde Person; die Zusammenhänge liefern wir.

International Health Research · https://ih-research.com/wissen/magnesium/ · Stand: 2026-10-15