Kalium
Kalium ist ein lebenswichtiges Mineral; Studien am Menschen zeigen vor allem bei Blutdruck und Kaliumhaushalt teils klare, teils gemischte Wirkungen.
Kalium: ausgewertet wurden 165 Studien am Menschen, darunter 126 randomisierte kontrollierte Studien und 16 Metaanalysen oder systematische Übersichten; die kontrollierten Studien umfassen zusammen 120.229 Teilnehmer. Stand: 4. Oktober 2026.
1. Was ist Kalium? Vorkommen, Herkunft und Formen
Kalium ist ein lebenswichtiges Mineral und Elektrolyt. Es kommt natürlicherweise in vielen Lebensmitteln vor, besonders in Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und Kartoffeln. In Studien wird es als Nahrungsbestandteil oder in Form von Salzen untersucht, etwa im Zusammenhang mit Blutdruck und Herz-Kreislauf-Funktion.
Kalium ist in nahezu allen pflanzlichen und tierischen Zellen enthalten. In der Forschung wird es sowohl als Teil der üblichen Ernährung als auch als isolierte Zufuhr in Form von Salzen betrachtet.
Kaliumsalze werden aus mineralischen Vorkommen wie Sylvin oder aus Salzseen gewonnen; für Nahrungsergänzung werden verschiedene Kaliumsalze hergestellt. In Studien geprüft werden vor allem Kaliumchlorid, Kaliumcitrat, Kaliumbicarbonat und Kaliumgluconat, daneben Kalium aus der Nahrung.
Untersuchte Formen und Zubereitungen
- Kaliumchlorid
- Kaliumcitrat
- Kaliumbicarbonat
- Kaliumgluconat
- Kaliumaspartat
- Kalium aus der Nahrung
Nicht gemeint sind auf dieser Seite:
- Natrium und andere Elektrolyte
- Kaliumpermanganat
- Kaliumsparende Diuretika
2. Wie wirkt Kalium? Ergebnisse nach Anwendungsgebiet
| Anwendungsgebiet | Ergebnis in kontrollierten Studien | Beweiskraft | Studien | Teilnehmer |
|---|---|---|---|---|
| Blutdruck | überwiegend verbessert | hoch | 9 Metaanalysen · 40 kontrolliert · 11 weitere | 26.131 |
| Herz-Kreislauf | gemischt | mittel | 1 Metaanalysen · 18 kontrolliert · 7 weitere | 20.157 |
| Niere | gemischt | mittel | 0 Metaanalysen · 12 kontrolliert · 8 weitere | 1.062 |
| Diabetes | überwiegend kein Unterschied | gering | 0 Metaanalysen · 5 kontrolliert · 2 weitere | 675 |
| Muskel | überwiegend kein Unterschied | gering | 0 Metaanalysen · 4 kontrolliert · 1 weitere | 310 |
| Knochen | überwiegend kein Unterschied | gering | 0 Metaanalysen · 2 kontrolliert · 1 weitere | 21.031 |
| Schlaganfall | überwiegend verbessert | gering | 0 Metaanalysen · 1 kontrolliert · 3 weitere | 15.249 |
| Weitere Untersuchungen | gemischt | mittel | 1 Metaanalysen · 61 kontrolliert · 13 weitere | 63.907 |
So lesen Sie die Tabelle: Gezählt werden Studien am Menschen, deren Ergebnisse das jeweilige Gebiet betreffen. „Hoch“ heißt: mindestens eine Metaanalyse und zwei kontrollierte Studien mit Verbesserung, oder mindestens drei kontrollierte Studien, von denen drei Viertel eine Verbesserung zeigen, mit zusammen mindestens 300 Teilnehmern. „Mittel“ heißt: mindestens zwei kontrollierte Studien mit Verbesserung, und zwar mehrheitlich, oder eine Metaanalyse neben kontrollierten Studien. „Gering“ heißt: eine kontrollierte Studie mit Verbesserung. Gibt es in einem Gebiet keine kontrollierte Studie, ist die Beweiskraft höchstens „gering“ (Ergebnis „nur Übersichten“ oder „nur Beobachtungsdaten“). Alles andere ist „unklar“. Eine Studie zählt als Verbesserung, wenn mindestens die Hälfte ihrer Messgrößen in diesem Gebiet besser ausfiel. Übersichten über Mischpräparate zählen nicht als Metaanalyse; Ergebnisse, die nur Nebenwirkungen oder Anteile von Anwendern beschreiben, zählen nicht als Wirkung. Dieselbe Studie zählt nur einmal.
3. Was die Studien im Einzelnen zeigen
Kalium und Blutdruck: Studien am Menschen
Mehrere Metaanalysen kontrollierter Studien zeigten, dass eine erhöhte Kaliumzufuhr den systolischen und diastolischen Blutdruck senkt, deutlich bei Hypertonie, schwächer bei Normotonen 3478911. Unter Kaliumchlorid sanken Praxis-, Heim- und Langzeitblutdruck bei Hypertonie 77, unter einem weiteren Kaliumsupplement der Langzeitblutdruck 92; kaliumangereicherte Salzersatzstoffe senkten den Blutdruck bei Hypertonie 5. Keinen gesicherten Blutdruckunterschied fanden kontrollierte Studien mit kaliumreicherer Kost 101 und einem pflanzenbasierten Ernährungsprogramm 89 bei Nierenerkrankung sowie mit einer einzelnen kaliumreichen Mahlzeit 99. Auch ein Kaliumsupplement änderte den Blutdruck bei gesunden Teilnehmern nicht 105. Eine Dosis-Wirkungs-Metaanalyse fand einen U-förmigen Verlauf: Bei sehr hoher Zusatzzufuhr ließ die Senkung nach, bei medikamentös behandelter Hypertonie stieg der Blutdruck 16. Die Beweiskraft ist hoch, und die meisten Studien zeigen eine Senkung, vor allem bei Supplementen und Salzersatzstoffen; die Daten zu Kalium aus der Nahrung sind uneinheitlich. Die untersuchten Formen umfassen Kaliumchlorid, Kaliumcitrat, Kaliumbicarbonat, Kaliumgluconat, Kaliumaspartat und Kalium aus der Nahrung, teils als Mischpräparate mit Natriumchlorid oder Magnesium. Offen bleibt, welche Salzform und Dosis am wirksamsten sind und wie sich die Effekte bei verschiedenen Vorerkrankungen unterscheiden.
| Studie | Art · Teilnehmer | Präparat · Dosis · Dauer · Vergleich | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 1 Huang et al. 2021 | Metaanalyse · 5.708 Teilnehmer | Kaliumzufuhr aus der Nahrung (24-h-Urin); Median 67,7 mmol/Tag (IQR 54,6-76,4); gegen Natriumreduktion um 50 mmol bei unterschiedlicher Kaliumaufnahme | Systolischer Blutdruck bei Natriumreduktion um 50 mmol: kein Unterschied (p > 0.05); Diastolischer Blutdruck bei Natriumreduktion um 50 mmol: kein Unterschied (p > 0.05) |
| 3 Whelton et al. 1999 | Metaanalyse · 2.609 Teilnehmer | Orale Kaliumsupplementierung; gegen Placebo/Kontrolle ohne Kalium | Systolischer Blutdruck: verbessert (-4.44 (range, -2.53 to -6.36) mm Hg); Diastolischer Blutdruck: verbessert (-2.45 (range, -0.74 to -4.16) mm Hg) |
| 4 Whelton et al. 1997 | Metaanalyse · 2.609 Teilnehmer | Orale Kaliumsupplementierung als einziger Unterschied zur Kontrolle; gegen Kontrollgruppe ohne Kaliumsupplementierung | Systolischer Blutdruck: verbessert (-3.11 mm Hg (-1.91 to -4.31 mm Hg)); Diastolischer Blutdruck: verbessert (-1.97 mm Hg (-0.52 to -3.42 mm Hg)) |
| 5 Kelly et al. 2026 | Metaanalyse · 1.430 Teilnehmer | Kaliumangereicherter Salzersatz (Kaliumchlorid statt Natriumchlorid); gegen Reguläres Salz (Natriumchlorid) | Systolischer Blutdruck: verbessert (MD, -5.75 mmHg; 95% CI, -6.98 to -2.39 mmHg; I2 = 37%; p < 0.01); Diastolischer Blutdruck: verbessert (MD, -1.62 mmHg; 95% CI, -2.34 to -0.91 mmHg; I2 = 0%; p < 0.001) |
| 7 Poorolajal et al. 2017 | Metaanalyse · 1.213 Teilnehmer | Orale Kaliumsupplementierung (Salzform nicht angegeben); mindestens 4 Wochen; gegen Placebo | Systolischer Blutdruck (Endwert): verbessert (MD -4.25 mmHg; 95% CI: -5.96 to -2.53); Diastolischer Blutdruck (Endwert): verbessert (MD -2.53 mmHg; 95% CI: -4.05 to -1.02); Systolischer Blutdruck (Veränderung zum Ausgangswert): verbessert (MD -8.89 mmHg; 95% CI: -13.67 to -4.11) |
| 8 Binia et al. 2015 | Metaanalyse · 917 Teilnehmer | Kaliumsupplementierung (Salzform nicht angegeben); Zufuhr entsprechend Urinausscheidung 60 bis 100 mmol/Tag; gegen Kontrolle ohne Kaliumsupplementierung | systolischer Blutdruck, alle Patienten: verbessert (4.7 mmHg [95% CI 2.4-7.0]); diastolischer Blutdruck, alle Patienten: verbessert (3.5 mmHg (95% CI 1.3-5.7)); systolischer Blutdruck, hypertensive Patienten: verbessert (6.8 mmHg (95% CI 4.3-9.3)) |
| 9 Ravichagua et al. 2025 | Metaanalyse · 803 Teilnehmer | Orale Kaliumsupplemente (Salzform nicht berichtet); Median 4 Wochen; gegen Placebo, Natriumchlorid oder keine Behandlung | Klinischer systolischer Blutdruck: verbessert (−7.2 mmHg (95% CI −11.1 to −3.4)); Klinischer diastolischer Blutdruck: verbessert (−4.0 mmHg (−6.2 to −1.7)); 24-h-ambulanter systolischer Blutdruck: kein Unterschied (−2.4 mmHg (−5.2 to 0.4)) |
| 11 Granal et al. 2025 | Metaanalyse | Kaliumsupplementierung, Form nicht genannt; 50 mmol/Tag Anstieg der Kaliumausscheidung im 24-h-Urin; gegen Dosis-Wirkungs-Vergleich der Kaliumausscheidung | Systolischer Blutdruck bei Personen ohne Hypertonie: verbessert (0.5 mmHg reduction); Diastolischer Blutdruck bei Personen ohne Hypertonie: verbessert (0.12 mmHg reduction); Systolischer Blutdruck bei Personen mit Hypertonie: verbessert (5.3 mmHg reduction) |
Weitere Studien zu diesem Gebiet: 13 14 15 16 20 22 28 31 38 40 41 43 56 57 65 67 70 71 73 74 75 76 77 78 83 84 87 89 92 93 96 97 99 101 105 106 107 114 116 117 118 119 121 122 126 129 133 135 136 138 141 143
Kalium und Herz-Kreislauf: Studien am Menschen
Bei Schlaganfall-Überlebenden senkte ein Salzsubstitut aus Kaliumchlorid und Natriumchlorid in einer randomisierten kontrollierten Studie die Sterblichkeit 20. Bei ICD-Trägern verringerte eine kaliumsteigernde Behandlung zusätzlich zur Standardversorgung Vorhofflimmern-bedingte Ereignisse 26. Eine kaliumreiche Mahlzeit milderte bei Gesunden den Abfall der flussvermittelten Dilatation nach dem Essen 99; eine kaliumsteigernde Behandlung besserte bei ICD-Trägern zwei diastolische Werte geringfügig 35. Keinen Unterschied fanden randomisierte kontrollierte Studien bei Vorhofflimmern nach Herzoperation, wenn Kalium seltener ergänzt wurde 25, und bei Herzrhythmus-Ereignissen unter einem Kaliumbinder an der Dialyse 24. Die Beweiskraft ist mittel; offen bleibt, welche Kaliumform und Dosis welchen Patientengruppen nützt.
| Studie | Art · Teilnehmer | Präparat · Dosis · Dauer · Vergleich | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 6 Bensaaud et al. 2025 | systematische Übersicht · 1.397 Teilnehmer | DASH-Diät als Nahrungsbestandteil mit erhöhtem Kalium; Intervention 16 Wochen bis 12 Monate, Nachbeobachtung 16 Wochen bis 18 Monate; gegen Keine Intervention/übliche Versorgung, minimale Intervention oder andere Diäten | Myokardinfarkt: kein Unterschied |
| 10 Ono et al. 2026 | Metaanalyse | Serum-Kaliumspiegel (kein Präparat verabreicht); median 24,2 Monate (HFrEF) bzw. 36,8 Monate (HFpEF); gegen Kalium <3,5 vs. 4,0-4,5 mmol/L; Bereich 4,2-5,0 mmol/L am günstigsten | Gesamtmortalität bei Kalium <3,5 mmol/L (HFrEF): verschlechtert (adjusted hazard ratio 1.49; 95% confidence interval, 1.27-1.76); Kardiovaskulärer, plötzlicher und Pumpversagen-Tod (HFrEF): verschlechtert; Niedrigstes Risiko für alle Endpunkte bei Kalium 4,2-5,0 mmol/L: verbessert (4.2-5.0 mmol/L) |
| 12 Zwager et al. 2025 | Metaanalyse | Geschätztes diätetisches Na+/K+-Verhältnis (Nahrung); Na+/K+-Verhältnis 2,0 ± 0,6 mmol/mmol; gegen Höheres vs. niedrigeres Na+/K+-Verhältnis | Kardiovaskuläre Ereignisse und Mortalität: verschlechtert (hazard ratio 1.10 [95% confidence interval: 1.06-1.16]) |
| 15 Brand et al. 2022 | systematische Übersicht | Kaliumhaltige Salzersatzstoffe (LSSS) als Ersatz für normales Speisesalz; gegen Normales Salz oder keine aktive Intervention | Kardiovaskuläre Ereignisse und kardiovaskuläre Mortalität: unklar |
| 20 Ding et al. 2025 | randomisiert kontrolliert · 15.249 Teilnehmer | Salzsubstitut mit 75% Natriumchlorid und 25% Kaliumchlorid vs. reguläres Salz; median 61,2 Monate; gegen reguläres Salz | Sterblichkeit: verbessert (RR, 0.88; 95% CI, 0.82-0.96; P = .003); schlaganfallbedingte Todesfälle: verbessert (relative reduction 21%; P = .01) |
| 25 O'Brien et al. 2024 | randomisiert kontrolliert · 1.690 Teilnehmer | Kaliumsupplementierung (Kaliumchlorid) nach Serum-Kalium-Schwelle; Supplementierung nur bei Serum-Kalium <4,5 mEq/L (tight) vs. <3,6 mEq/L (relaxed); Erste 120 Stunden nach CABG oder bis Entlassung; gegen Tight vs. relaxed Kaliumkontrolle | Neu aufgetretenes Vorhofflimmern nach Herzoperation: kein Unterschied (risk difference of 1.7% (95% CI, -2.6% to 5.9%)); Mindestens eine AFACS-Episode (alle Methoden): kein Unterschied; Nicht-AFACS-Dysrhythmien: kein Unterschied |
| 26 Zheng et al. 2026 | randomisiert kontrolliert · 1.200 Teilnehmer | Kaliumsteigernde Behandlung (Form nicht genannt) plus Standardversorgung; Auftitration auf hochnormales Plasma-Kalium (Anstieg 0,3 mmol/L); mediane Nachbeobachtung 3,3 Personenjahre; gegen Standardversorgung allein (Kontrollgruppe) | Zusammengesetzter Endpunkt aus Vorhofflimmern-bedingten Hospitalisierungen, Kardioversion/Ablation, inadäquater Schocktherapie und Amiodaron-Aufsättigung: verbessert (subdistribution hazard ratio, .65; 95% confidence interval, .45-.93, P = .02) |
| 27 Jøns et al. 2025 | randomisiert kontrolliert · 1.200 Teilnehmer | Kaliumsupplementierung, Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonist oder beides plus Diätberatung; Ziel: Plasma-Kalium 4,5–5,0 mmol/l; Median 39,6 Monate Nachbeobachtung; gegen Standardbehandlung allein | Primärer Endpunkt (anhaltende VT, ICD-Therapie, Hospitalisierung, Tod): verbessert (hazard ratio, 0.76; 95% confidence interval, 0.61 to 0.95; P = 0.01) |
Weitere Studien zu diesem Gebiet: 35 48 65 67 81 89 92 96 99 103 105 106 112 117 124 128 136 139
Kalium und Niere: Studien am Menschen
Bei Hämodialyse mit Hyperkaliämie verringerten Kaliumbinder in einer Metaanalyse die Hyperkaliämie-Ereignisse; den Kaliumspiegel senkten Natrium-Zirconium-Cyclosilicat und Natriumpolystyrolsulfonat, bei Patiromer war die Senkung nicht gesichert 2. Eine randomisierte kontrollierte Studie fand unter Patiromer weniger Hyperkaliämie-Episoden 95. Ein zweiphasiges Kalium-Profil im Dialysat senkte in einer randomisierten kontrollierten Studie das Serum-Kalium nach der Dialyse stärker als ein festes 72. In einer randomisierten Studie sank die Hyperoxalurie unter Kaliummagnesiumcitrat gegenüber dem Ausgangswert, unter einem Oxalobacter-Präparat stärker 62. Eine randomisierte kontrollierte Studie mit Kaliumcitrat mit verlängerter Freisetzung erhöhte das Urin-Kalium 82. Bei Gesunden erhöhte ein Kaliumsupplement in einer randomisierten kontrollierten Studie die AQP2-Ausscheidung im Urin und senkte die freie Wasser-Clearance 105. Die Studien sind meist klein und kurz; mehrere prüften Mischungen, etwa natriumarme, kaliumreiche Würzmittel und Salze 3843, und gelten nur für diese Zubereitung.
| Studie | Art · Teilnehmer | Präparat · Dosis · Dauer · Vergleich | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 20 Ding et al. 2025 | randomisiert kontrolliert · 15.249 Teilnehmer | Salzsubstitut mit 75% Natriumchlorid und 25% Kaliumchlorid vs. reguläres Salz; median 61,2 Monate; gegen reguläres Salz | Hyperkaliämie (RR, 1.01; 95% CI, 0.74-1.38; P = .96) |
| 32 Khalid et al. 2026 | randomisiert kontrolliert · 290 Teilnehmer | Tabletten: T1 Supplement, T2 Placebo, T3 Magnesium, T4 Magnesium+Kalium; 60 Tage Follow-up; gegen Placebo (T2) und Magnesium (T3) vs. Kalium (T4) | Serum-Harnstoff: verbessert (p = 0.000); Serum-Kreatinin: verbessert (p = 0.000) |
| 36 Reddy et al. 2014 | randomisiert kontrolliert · 247 Teilnehmer | Urikind-KM6: 1.100 mg Kaliumcitrat, 375 mg Magnesiumcitrat, 20 mg Pyridoxinhydrochlorid pro 5 mL; alle 8 Stunden; 3 Jahre; gegen Kontrollgruppe 1 (Abbruch wegen Unverträglichkeit), Kontrollgruppe 2 (keine Prophylaxe) | 24-Stunden-Urin-Citrat-Ausscheidung: verbessert (221.79±13.39 mg/dL to 604.04±5.00 mg/dL); Urin-pH: verbessert (5.62±0.2 to 6.87±0.01); Steinrezidivrate pro Patient pro Jahr: verbessert (3.23±1.04 to 0.35±0.47) |
| 37 Khalid et al. 2023 | randomisiert kontrolliert · 200 Teilnehmer | Magnesium- und Kalium-Supplemente (Mg+ und K+), Salzform nicht genannt; gegen vier Gruppen nach Supplementen, single-blind randomisiert | Nierenmarker abhängig von Cholesterin: kein Unterschied |
| 53 Fomkin et al. 2025 | randomisiert kontrolliert · 100 Teilnehmer | Nahrungsergänzung Astracit-Asfarma (Kaliumcitrat + Magnesiumcitrat); 60 Tage; gegen Standardtherapie allein (Gruppe 3A/3B) | Gesamtvolumen der Restfragmente: verbessert; Dichte der Fragmente: verbessert (decreased by 10-12%); Steinfreiheitsrate ≤2 mm: verbessert |
| 74 Mu et al. 2024 | randomisiert kontrolliert · 59 Teilnehmer | CM-DASH-Diät mit 52%igem natriumreduziertem Salz; 8 Wochen; gegen CM-DASH-Diät mit normalem Salz (Kontrollgruppe) | Urin-Albumin-Kreatinin-Verhältnis: verbessert; Serumkreatinin: verbessert |
| 82 Li et al. 2025 | randomisiert kontrolliert · 46 Teilnehmer | Kaliumcitrat mit verlängerter Freisetzung vs. PRAL-arme Diät; 4 Wochen; gegen Kontrollgruppe | Urin-pH: kein Unterschied; Urin-Calcium: kein Unterschied; Urin-Oxalat: kein Unterschied |
| 89 Liebman et al. 2025 | randomisiert kontrolliert · 40 Teilnehmer | 15-tägiges Bildungsprogramm zu vollwertig-pflanzlicher Ernährung (WFPBD); 15 Tage; gegen Kontrollgruppe ohne Bildungsprogramm | Serum-Kalium (p = 0.52); Albumin: kein Unterschied; Phosphor: kein Unterschied |
Weitere Studien zu diesem Gebiet: 97 101 104 105 107 109 113 115 130 136 140 142
Kalium und Diabetes: Studien am Menschen
Für Diabetes liegen fünf kontrollierte Studien vor, die jedoch kein einheitliches Bild ergeben. In einer randomisierten kontrollierten Studie mit einer Mischung aus Olivenblattextrakt und Kalium sanken bei leicht erhöhtem Blutdruck Nüchterninsulin und HOMA-Index; Nüchternglukose und HbA1c blieben unverändert 65. In einer randomisierten kontrollierten Studie mit einer angepassten DASH-Diät, die unter anderem mehr Kalium, Calcium, Magnesium und Ballaststoffe enthielt, sank das glykierte Hämoglobin bei Schwangeren mit Diabetes in beiden Gruppen ähnlich 67. Eine randomisierte kontrollierte Studie mit Magnesium- und Kalium-Supplementen ergab keinen Unterschied bei Lebensqualität und Cholesterin 37. Die Beweiskraft ist gering, da die Studien unterschiedliche Formen, Mischungen und Populationen untersuchten und keine Metaanalyse vorliegt. Offen bleibt, ob Kalium in einer bestimmten Form oder Zubereitung bei Diabetes einen Nutzen hat.
| Studie | Art · Teilnehmer | Präparat · Dosis · Dauer · Vergleich | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 29 Khalid et al. 2026 | randomisiert kontrolliert · 320 Teilnehmer | Kalium allein (T3) und Magnesium+Kalium (T4); gegen Placebo (T1) und Magnesium allein (T2) | HOMA-IR (Magnesium+Kalium): verbessert; HOMA-IR zwischen Behandlungsgruppen: verbessert (p = 0.001); Nüchternblutzucker: verbessert (p = 0.001) |
| 37 Khalid et al. 2023 | randomisiert kontrolliert · 200 Teilnehmer | Magnesium- und Kalium-Supplemente (Mg+ und K+), Salzform nicht genannt; gegen vier Gruppen nach Supplementen, single-blind randomisiert | Wirkung der Mg-/K-Therapie auf Lebensqualität und Cholesterin: kein Unterschied |
| 65 Fladerer-Grollitsch et al. 2026 | randomisiert kontrolliert · 70 Teilnehmer | Olivenblattextrakt-Kalium-Supplement vs. Placebo; 1000 mg OLE, ≥160 mg Oleuropein, 300 mg Kalium/Tag; 12 Wochen; gegen Placebo, doppelblind randomisiert | Nüchternglukose: kein Unterschied (unchanged); HbA1c: kein Unterschied (unchanged); Nüchterninsulin und HOMA-Index: verbessert |
| 67 Belfort et al. 2023 | randomisiert kontrolliert · 68 Teilnehmer | Angepasste DASH-Diät mit höherem Kalium-, Calcium-, Magnesium- und Ballaststoffgehalt; bis zur Entbindung (18 Wochen); gegen Standarddiät mit 45-65 % Kohlenhydraten, 15-20 % Protein, 25-30 % Fett | Glykiertes Hämoglobin: kein Unterschied (SDG: -0⋅61 [CI -0⋅26, -0⋅96], P = 0⋅00 v. DDG: -1⋅1 [CI -0⋅57, -1⋅62], P = 0⋅00) |
| 108 Juett et al. 2026 | randomisiert kontrolliert · 17 Teilnehmer | 100% Fruchtsaft (Raw Hydrate®) vs. glukosebasiertes Sportgetränk vs. Wasser; Wasservolumen entsprechend 150% des Körpermasseverlusts (~2.300 mL Saft); 1 h Rehydratation, 5 h Beobachtungszeit; gegen Sportgetränk und Wasser | Blutglukose-AUC: verbessert (P < 0.001) |
| 125 Chatterjee et al. 2012 | Kohortenstudie · 4.754 Teilnehmer | Kalium aus der Nahrung (kein Supplement); 15 bzw. 20 Jahre Nachbeobachtung; gegen niedrigste vs. höchste Kalium-Quintile | Inzidenz Typ-2-Diabetes bei niedrigstem vs. höchstem Urin-Kalium-Quintil: verschlechtert (HR 2.45; 95% CI 1.08, 5.59); Diabetesrisiko bei niedriger Kaliumzufuhr (Afroamerikaner): verschlechtert |
| 137 Eser et al. 2025 | Kohortenstudie · 113 Teilnehmer | Kaliumchlorid (KCl) allein oder KCl plus Kaliumphosphat (KPO4); 13-Jahres-Zeitraum der Behandlung; gegen KCl+KPO4 (n=36) versus KCl allein (n=77) | Schwere der Azidose: kein Unterschied; Dauer bis Azidose-Erholung: kein Unterschied; Inzidenz Hypokaliämie: kein Unterschied |
Kalium und Muskel: Studien am Menschen
Kaliumbicarbonat als Supplement, teils kombiniert mit Molkenprotein, zeigte bei gesunden älteren Erwachsenen keinen Unterschied bei Muskelleistung, körperlicher Leistungsfähigkeit und Muskelmasse 46. Eine randomisierte kontrollierte Studie mit Glucosaminsulfat-Kaliumsalz fand bei Knie-Arthrose keinen Unterschied im WOMAC-Score gegenüber Glucosaminsulfat-Natriumsalz 58. Die Beweiskraft ist gering, die Studien sind klein und untersuchen unterschiedliche Formen und Populationen; offen bleibt, ob andere Kaliumformen oder höhere Zufuhren bei spezifischen Gruppen einen Effekt haben.
| Studie | Art · Teilnehmer | Präparat · Dosis · Dauer · Vergleich | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 46 Ceglia et al. 2026 | randomisiert kontrolliert · 128 Teilnehmer | Kaliumbicarbonat (KHCO3) Supplement, teils kombiniert mit Molkenprotein; 81 mmol KHCO3 pro Tag; 24 Wochen; gegen Placebo-KHCO3 bzw. Placebo-Molkenprotein (2×2 faktoriell) | Muskelleistung (Beinpresse): kein Unterschied (-13.6 watts [95% CI: -39.6, 12.4; P = 0.30]); Körperliche Leistungsfähigkeit: kein Unterschied; Muskelmasse: kein Unterschied |
| 58 Wangroongsub et al. 2010 | randomisiert kontrolliert · 90 Teilnehmer | Glucosaminsulfat-Kaliumsalz (GS-K) vs. Glucosaminsulfat-Natriumsalz (GS-Na); 1500 mg täglich; bis zur sechzehnten Behandlungswoche; gegen GS-Na 1500 mg täglich | WOMAC-Score: kein Unterschied |
| 61 Polo-Ferrero et al. 2025 | randomisiert kontrolliert · 80 Teilnehmer | Kalium aus der Nahrung (Nahrungsbestandteil, per Fragebogen erfasst); 32 Wochen Intervention; gegen Hochgeschwindigkeits-Krafttraining vs. Mehrkomponententraining | Korrelation zwischen Kaliumaufnahme und 5STS-Leistung (H-RT-Gruppe): verbessert (r<sub>p</sub> = -0.47) |
| 112 Killick et al. 2026 | randomisiert kontrolliert · 12 Teilnehmer | Natrium-Kalium-Getränk vs. Wasser vs. Kokoswasser; 300 ml vor sowie 0, 30, 60 min nach Belastung; 60 min Radfahren bei 1,5 W/kg, Messungen bis 90 min danach; gegen Wasser und Kokoswasser | Handkraft, Countermovement Jump, Ermüdung: kein Unterschied (p ≥ .152) |
| 132 Zhang et al. 2022 | Kohortenstudie · 392 Teilnehmer | Kalium aus der Nahrung (per FFQ erfasst); 24 Monate; gegen höhere vs. niedrigere Kaliumzufuhr | Muskelkraft der unteren Extremität: verbessert |
Kalium und Knochen: Studien am Menschen
Für den Knochen zeigt sich in den kontrollierten Studien kein einheitliches Bild: Eine randomisierte kontrollierte Studie an prähypertensiven Erwachsenen mit Kaliumchlorid-Kapseln fand Veränderungen bei Phosphat- und Calcium-Stoffwechselgrößen, während Parathormon, Vitamin-D-Status und Plasmacalcium unverändert blieben 91. Eine große randomisierte kontrollierte Studie mit einem kaliumchloridhaltigen Salzsubstitut, das mit Natriumchlorid gemischt war, fand bei Erwachsenen mit hohem Herz-Kreislauf- und Frakturrisiko keinen Unterschied bei der Häufigkeit von Frakturen 18. Eine Beobachtungsstudie mit Kalium aus der Nahrung, die gemeinsam mit Calcium, Magnesium und Phosphor erfasst wurde, zeigte keinen Zusammenhang mit Kniegelenkstrukturen bei Personen mit Knie-Arthrose 132. Die Beweiskraft für Knochenendpunkte ist gering; untersucht wurden Kaliumchlorid als Supplement oder im Salzsubstitut sowie Kalium aus der Nahrung. Offen ist, ob Kalium ohne Natriumchlorid die Knochenfestigkeit beeinflusst.
| Studie | Art · Teilnehmer | Präparat · Dosis · Dauer · Vergleich | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 18 Wang et al. 2024 | randomisiert kontrolliert · 20.995 Teilnehmer | Salzsubstitut (Kaliumchlorid-haltig) vs. normales Salz; 5 Jahre; gegen normales Salz (Kontrolle) | Inzidenz aller Frakturen: kein Unterschied (RR 0.96; 95% CI 0.81 to 1.14); Inzidenz vertebraler Frakturen: kein Unterschied (RR 0.82; 95% CI 0.53 to 1.26); Inzidenz nicht-vertebraler Frakturen: kein Unterschied (RR 1.05; 95% CI 0.86 to 1.29) |
| 91 Humalda et al. 2020 | randomisiert kontrolliert · 36 Teilnehmer | Kapseln mit Kaliumchlorid, Natriumchlorid oder Placebo; 3 g/d Kaliumchlorid bzw. 3 g/d Natriumchlorid; gegen Placebo (randomisiert, verblindet, Crossover) | PlasmapHosphat: verbessert (from 1.10 ± 0.19 to 1.15 ± 0.19 mmol/L, P = 0.004); Tubuläres Maximum der Phosphatresorption: verbessert (from 0.93 ± 0.21 to 1.01 ± 0.20 mmol/L, P < 0.001); FGF23: verbessert (114.3 [96.8-135.0] to 108.5 [93.5-125.9] RU/mL, P = 0.01) |
| 132 Zhang et al. 2022 | Kohortenstudie · 392 Teilnehmer | Kalium aus der Nahrung (per FFQ erfasst); 24 Monate; gegen höhere vs. niedrigere Kaliumzufuhr | Kniegelenkstrukturen: kein Unterschied |
Kalium und Schlaganfall: Studien am Menschen
In der Schlaganfall-Vorsorge unterscheiden sich die Ergebnisse je nach Form und Anwendung des Kaliums. Eine randomisierte kontrollierte Studie mit einem Salzsubstitut aus Kaliumchlorid und Natriumchlorid fand bei Schlaganfall-Überlebenden in Nordchina weniger erneute Schlaganfälle und weniger hämorrhagische Schlaganfälle 20. Eine systematische Übersicht zur DASH-Diät, die neben mehr Kalium auch Kalzium, Magnesium, Ballaststoffe und weniger Natrium umfasst, konnte keine Wirkung auf das Schlaganfallrisiko sichern 6. Bei Menschen, die neu Furosemid einnahmen, hing zusätzliches Kalium in einer Beobachtungsstudie nicht mit Schlaganfällen zusammen 139. Die Beweiskraft ist gering, da nur eine kontrollierte Studie vorliegt und die übrigen Befunde aus Mischpräparaten oder Beobachtungsdaten stammen. Offen bleibt, ob Kalium allein, unabhängig von Salzsubstitution oder Begleitnährstoffen, das Schlaganfallrisiko senkt.
| Studie | Art · Teilnehmer | Präparat · Dosis · Dauer · Vergleich | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 6 Bensaaud et al. 2025 | systematische Übersicht · 1.397 Teilnehmer | DASH-Diät als Nahrungsbestandteil mit erhöhtem Kalium; Intervention 16 Wochen bis 12 Monate, Nachbeobachtung 16 Wochen bis 18 Monate; gegen Keine Intervention/übliche Versorgung, minimale Intervention oder andere Diäten | Schlaganfall: kein Unterschied |
| 20 Ding et al. 2025 | randomisiert kontrolliert · 15.249 Teilnehmer | Salzsubstitut mit 75% Natriumchlorid und 25% Kaliumchlorid vs. reguläres Salz; median 61,2 Monate; gegen reguläres Salz | rezidivierender Schlaganfall: verbessert (RR, 0.86; 95% CI, 0.77-0.95; P = .005); hämorrhagischer Schlaganfall: verbessert (relative reduction, 30%; P = .002) |
| 124 Li et al. 2026 | Studie · 15.249 Teilnehmer | Kaliumangereicherter Salzersatz statt regulärem Salz; lebenslanger Zeithorizont; gegen reguläres Salz | Rezidiv-Schlaganfälle: verbessert (454,559 recurrent stroke events (a 3·7% reduction)); Schlaganfall-Todesfälle: verbessert (482,632 stroke deaths (a 15·0% reduction)) |
| 139 Pham et al. 2026 | Kohortenstudie | Empirische Kalium-Supplementierung; gegen Kalium vs. kein Kalium bei Furosemid-Start | Schlaganfall: kein Unterschied (1.03 (1.00-1.06)) |
Kalium: weitere Messgrößen in Studien
Die Kaliumausscheidung im Urin stieg unter Kaliumchlorid-Supplementen 4177 und nach einer kurzen ärztlichen Ernährungsberatung 117. Bei Dialysepatienten mit Prädialyse-Hyperkaliämie hielt Natrium-Zirconium-Cyclosilicat die Normokaliämie über zwölf Monate besser aufrecht als Placebo 24, und Bananen zu Beginn der Hämodialyse hielten das Serum-Kalium während der Dialyse höher und machten eine Hypokaliämie seltener 48. Die Beweiskraft ist mittel: Es liegen eine Metaanalyse und zahlreiche kontrollierte Studien vor, doch die untersuchten Formen und Populationen sind sehr heterogen. Untersucht wurden Kaliumchlorid, Kaliumcitrat, Kaliumbicarbonat, Kaliumgluconat, Kaliumaspartat, Kalium aus der Nahrung sowie Kaliumbinder, teils als Mischpräparate mit Natrium oder Magnesium.
| Studie | Art · Teilnehmer | Präparat · Dosis · Dauer · Vergleich | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 6 Bensaaud et al. 2025 | systematische Übersicht · 1.397 Teilnehmer | DASH-Diät als Nahrungsbestandteil mit erhöhtem Kalium; Intervention 16 Wochen bis 12 Monate, Nachbeobachtung 16 Wochen bis 18 Monate; gegen Keine Intervention/übliche Versorgung, minimale Intervention oder andere Diäten | Gesamtmortalität: kein Unterschied (no deaths) |
| 9 Ravichagua et al. 2025 | Metaanalyse · 803 Teilnehmer | Orale Kaliumsupplemente (Salzform nicht berichtet); Median 4 Wochen; gegen Placebo, Natriumchlorid oder keine Behandlung | Unerwünschte Ereignisse (jegliche) (RR 2.41); Gesamt-Abbrüche: verschlechtert (RR 1.32); Unerwünschte-Ereignis-bedingte Abbrüche (RR 1.28) |
| 15 Brand et al. 2022 | systematische Übersicht | Kaliumhaltige Salzersatzstoffe (LSSS) als Ersatz für normales Speisesalz; gegen Normales Salz oder keine aktive Intervention | Veränderung des Blutkaliums, Hyperkaliämie, Hypokaliämie: unklar |
| 17 Zhang et al. 2025 | randomisiert kontrolliert · 20.996 Teilnehmer | Natriumreduzierter, kaliumangereicherter Salzersatz; mittlere Nachbeobachtung 4,7 Jahre; gegen normaler Salzgebrauch | Magenkrebs (gesamt): kein Unterschied (RR 0.77, 95% CI 0.54 to 1.08); Tödlicher Magenkrebs (adjudiziert): verbessert (RR 0.66 (95% CI 0.44 to 1.00)); Nicht-tödlicher Magenkrebs: kein Unterschied (RR 0.88 (95% CI 0.56 to 1.37)) |
| 19 Haghdoost et al. 2024 | randomisiert kontrolliert · 20.995 Teilnehmer | Salzersatz mit 75% Natriumchlorid und 25% Kaliumchlorid; mittlere Nachbeobachtung 4,7 Jahre; gegen reguläres Salz (100% Natriumchlorid) | Kopfschmerzhäufigkeit: kein Unterschied (RR 1.04, 95% CI: 0.93, 1.16, p = 0.48); Kopfschmerzschwere: kein Unterschied (p = 0.90) |
| 21 Lin et al. 2026 | randomisiert kontrolliert · 14.989 Teilnehmer | Echtzeit-KI-EKG-Alert im elektronischen Gesundheitssystem; 6 Monate (2022); gegen Ärzte ohne Alert (Kontrollgruppe) | Hyperkaliämie-bezogene Behandlung innerhalb 3 Stunden (alle Patienten): kein Unterschied (8.0% vs. 7.7%; hazard ratio 1.05; 95% CI 0.94-1.17; p = 0.420); Hypokaliämie-bezogene Behandlung innerhalb 3 Stunden: kein Unterschied (2.1% vs. 2.4%; hazard ratio 0.91; 95% CI 0.74-1.13; p = 0.392); Hyperkaliämie-bezogene Behandlung bei KI-EKG-identifizierten Patienten: verbessert (69.1% vs. 41.6%; hazard ratio 2.23; 95% CI 1.44-3.46; p < 0.001) |
| 25 O'Brien et al. 2024 | randomisiert kontrolliert · 1.690 Teilnehmer | Kaliumsupplementierung (Kaliumchlorid) nach Serum-Kalium-Schwelle; Supplementierung nur bei Serum-Kalium <4,5 mEq/L (tight) vs. <3,6 mEq/L (relaxed); Erste 120 Stunden nach CABG oder bis Entlassung; gegen Tight vs. relaxed Kaliumkontrolle | Stationäre Mortalität: kein Unterschied; Krankenhausaufenthaltsdauer: kein Unterschied; Kosten pro Patient für Kaliumkauf und -gabe: verbessert (mean difference, $111.89 [95% CI, $103.60-$120.19]; P <.001) |
| 30 Hao et al. 2025 | randomisiert kontrolliert · 309 Teilnehmer | Kostenlose medizinisch abgestimmte Lebensmittel, ballaststoffreich oder mit gesunden Fetten; 12 Wochen Intervention, Nachbeobachtung bis 12 Monate; gegen Übliche Versorgung ohne Lebensmittelbereitstellung | Kaliumaufnahme während der Intervention: verbessert (+ 279 mg (95%CI 0 to 558 mg)); Kaliumaufnahme bei Follow-up: kein Unterschied |
Weitere Studien zu diesem Gebiet: 31 32 33 34 37 39 40 41 42 44 45 46 47 48 49 50 51 52 54 55 56 58 59 60 63 64 65 66 67 68 69 70 77 78 79 80 84 85 86 87 88 89 90 94 98 100 102 103 106 110 111 112 117 118 120 121 123 124 126 127 130 131 132 134 135 136 139
4. Wie wird Kalium dosiert? Zubereitung, Dosis und Dauer in Studien
Die Studien verwendeten Kaliumchlorid, Kaliumcitrat, Kaliumbicarbonat, Kaliumgluconat, Kaliumaspartat sowie Kalium aus der Nahrung, teils als Salzersatzstoffe mit Natriumchlorid oder als Mischpräparate mit Magnesium. Einige Untersuchungen nutzten Kaliumbinder wie Patiromer oder Natrium-Zirconium-Cyclosilicat bei Hyperkaliämie. Die Dosen, Dauern und Zubereitungen unterscheiden sich stark und stehen in der Tabelle.
| Präparat oder Form | Dosis | Dauer | Studie |
|---|---|---|---|
| Natriumreduzierter, kaliumangereicherter Salzersatz | — | mittlere Nachbeobachtung 4,7 Jahre | 17 |
| Salzsubstitut (Kaliumchlorid-haltig) vs. normales Salz | — | 5 Jahre | 18 |
| Salzersatz mit 75% Natriumchlorid und 25% Kaliumchlorid | — | mittlere Nachbeobachtung 4,7 Jahre | 19 |
| Salzsubstitut mit 75% Natriumchlorid und 25% Kaliumchlorid vs. reguläres Salz | — | median 61,2 Monate | 20 |
| Echtzeit-KI-EKG-Alert im elektronischen Gesundheitssystem | — | 6 Monate (2022) | 21 |
| Multifaceted Intervention mit kaliumangereichertem natriumarmem Salzersatz | — | 6 Monate aktive Phase, Beobachtung bis 12 Monate | 22 |
| Natrium-Zirconium-Cyclosilicat (SZC), Kaliumbinder | Startdosis 5 g einmal täglich an dialysefreien Tagen, nach Bedarf titriert | — | 23 |
| Natrium-Zirconium-Cyclosilicat (SZC), Kaliumbinder | 5 g einmal täglich an dialysefreien Tagen, wöchentlich über 4 Wochen auf 0–15 g titriert | bis 12 Monate (Normokaliämie bei 12 Monaten berichtet) | 24 |
| Kaliumsupplementierung (Kaliumchlorid) nach Serum-Kalium-Schwelle | Supplementierung nur bei Serum-Kalium <4,5 mEq/L (tight) vs. <3,6 mEq/L (relaxed) | Erste 120 Stunden nach CABG oder bis Entlassung | 25 |
| Kaliumsteigernde Behandlung (Form nicht genannt) plus Standardversorgung | Auftitration auf hochnormales Plasma-Kalium (Anstieg 0,3 mmol/L) | mediane Nachbeobachtung 3,3 Personenjahre | 26 |
| Kaliumsupplementierung, Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonist oder beides plus Diätberatung | Ziel: Plasma-Kalium 4,5–5,0 mmol/l | Median 39,6 Monate Nachbeobachtung | 27 |
| Salzersatz mit 70% Natriumchlorid und 30% Kaliumchlorid als Ersatz für Haushaltssalz | — | bis Studienende (Dauer nicht berichtet) | 28 |
| Kostenlose medizinisch abgestimmte Lebensmittel, ballaststoffreich oder mit gesunden Fetten | — | 12 Wochen Intervention, Nachbeobachtung bis 12 Monate | 30 |
| Hülsenfrucht-basierte DASH-Diät (Kalium aus der Nahrung) | — | 16 Wochen | 31 |
| Tabletten: T1 Supplement, T2 Placebo, T3 Magnesium, T4 Magnesium+Kalium | — | 60 Tage Follow-up | 32 |
5. Ist Kalium sicher? Nebenwirkungen in Studien
In einer Metaanalyse traten unerwünschte Ereignisse und Abbrüche unter Kalium häufiger auf 9. Einzelheiten zeigt die Tabelle.
| Studie | Berichtete Nebenwirkungen |
|---|---|
| 2 Zirino et al. 2025 | Unerwünschte Ereignisse begrenzt berichtet, keine signifikanten Unterschiede bei Gesamt-AEs; Mortalität spärlich (ein Todesfall in Placebogruppe) |
| 6 Bensaaud et al. 2025 | Unerwünschte Wirkungen waren ein sekundäres Ergebnis, im Abstract nicht berichtet |
| 7 Poorolajal et al. 2017 | Keine wichtigen unerwünschten Wirkungen; als sicher beschrieben |
| 9 Ravichagua et al. 2025 | Unerwünschte Ereignisse häufiger (RR 2,41); mehr Abbrüche (RR 1,32) |
| 15 Brand et al. 2022 | Hyperkaliämie und Hypokaliämie als Sicherheitsendpunkte untersucht |
| 20 Ding et al. 2025 | kein signifikanter Unterschied bei Hyperkaliämie (RR 1,01; 95% CI 0,74-1,38; P = .96) |
| 22 Du et al. 2026 | schwere unerwünschte Ereignisse 2,8% vs 2,3% |
| 23 Fishbane et al. 2026 | Ödeme 5% vs 5%, Herzinsuffizienz 5% vs 5%, Hypertonie 9% vs 8% |
| 24 Fishbane et al. 2025 | Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse 38,6% (SZC) vs. 37,6% (Placebo); Hypokaliämie 3,0% vs. 1,4% |
| 25 O'Brien et al. 2024 | Keine Zunahme von Dysrhythmien oder unerwünschten klinischen Ereignissen in der relaxed-Gruppe |
| 27 Jøns et al. 2025 | Hospitalisierung wegen Hyper- oder Hypokaliämie in beiden Gruppen ähnlich |
| 36 Reddy et al. 2014 | Arzneimittelunverträglichkeit bei 61 Patienten innerhalb 1 Monats |
6. Was noch offen ist: Grenzen der Studienlage
- Die Studien unterscheiden sich stark in Salzform, Dosis, Dauer und Population, was einen direkten Vergleich erschwert.
- Viele Untersuchungen zu Niere und Herz-Kreislauf sind klein und kurz, teils mit Mischpräparaten.
- Zu Kalium aus der Nahrung sind die Blutdruckdaten uneinheitlich; Studien mit Endpunkten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall stehen hier noch aus.
- Für Muskel, Diabetes und Knochen liegen nur wenige kontrollierte Studien mit unterschiedlichen Formen vor.
- Die Übertragbarkeit auf gesunde Personen ist begrenzt, da viele Befunde an Patienten mit Hyperkaliämie, Dialyse oder Diabetes erhoben wurden.
7. Fazit: Was über Kalium gesichert ist
Kalium ist ein lebenswichtiges Mineral und Elektrolyt, das in Studien am Menschen in verschiedenen Formen und Zubereitungen untersucht wurde. Am deutlichsten zeigt sich eine Blutdrucksenkung bei Supplementen und kaliumangereicherten Salzersatzstoffen, während die Daten zu Kalium aus der Nahrung uneinheitlich sind. Bei Hyperkaliämie an der Dialyse verringern Kaliumbinder die Hyperkaliämie-Ereignisse, die meisten senken auch den Kaliumspiegel. Für Herz-Kreislauf-Endpunkte ist die Beweiskraft mittel, für Muskel, Diabetes und Knochen gering; viele Studien sind klein, kurz oder untersuchten Mischpräparate. Die Ergebnisse gelten jeweils nur für die untersuchte Kaliumform und Zubereitung.
Häufige Fragen
Wie gut ist Kalium am Menschen untersucht?
Kalium: ausgewertet wurden 165 Studien am Menschen, darunter 126 randomisierte kontrollierte Studien und 16 Metaanalysen oder systematische Übersichten; die kontrollierten Studien umfassen zusammen 120.229 Teilnehmer. Stand: 4. Oktober 2026.
Was bringt Kalium bei Blutdruck? Das zeigen die Studien
Was bringt Kalium bei Herz-Kreislauf? Das zeigen die Studien
Was bringt Kalium bei Niere? Das zeigen die Studien
Was bringt Kalium bei Diabetes? Das zeigen die Studien
Was bringt Kalium bei Muskel? Das zeigen die Studien
Was bringt Kalium bei Knochen? Das zeigen die Studien
Senkt Kalium den Blutdruck?
Mehrere Metaanalysen kontrollierter Studien zeigen, dass eine erhöhte Kaliumzufuhr den Blutdruck senkt, vor allem bei Hypertonie und als Supplement 3478911; auch kaliumhaltige Salzersatzstoffe senkten ihn 5. Andere kontrollierte Studien fanden keinen gesicherten Unterschied, etwa mit kaliumreicherer Kost bei Nierenerkrankung 101 oder nach einer einzelnen kaliumreichen Mahlzeit 99. Die Ergebnisse hängen also von Form, Zubereitung und Population ab.
Welche Kaliumformen wurden untersucht?
Untersucht wurden Kaliumchlorid, Kaliumcitrat, Kaliumbicarbonat, Kaliumgluconat, Kaliumaspartat und Kalium aus der Nahrung, teils als Mischpräparate mit Natriumchlorid oder Magnesium. Einige Studien nutzten Kaliumbinder wie Patiromer oder Natrium-Zirconium-Cyclosilicat bei Hyperkaliämie. Die Ergebnisse gelten jeweils nur für die untersuchte Form und Zubereitung.
Wie sicher ist Kalium in den Studien?
Ein Salzsubstitut aus Kaliumchlorid und Natriumchlorid führte nicht häufiger zu Hyperkaliämie als normales Salz 20, eine kaliumsteigernde Behandlung nicht häufiger zu Klinikaufenthalten wegen Hyper- oder Hypokaliämie 27. In einer Metaanalyse traten unerwünschte Ereignisse und Abbrüche unter Kalium häufiger auf 9. Unter dem Kaliumbinder Natrium-Zirconium-Cyclosilicat trat bei Dialysepatienten etwas häufiger eine Hypokaliämie auf als unter Placebo 24.
Gibt es Studien zu Kalium bei Diabetes?
Es liegen fünf kontrollierte Studien vor, die kein einheitliches Bild ergeben. Eine randomisierte kontrollierte Studie mit einer Mischung aus Olivenblattextrakt und Kalium fand sinkende Nüchterninsulin- und HOMA-Werte; Nüchternglukose und HbA1c blieben unverändert 65. Die Beweiskraft ist gering, da Formen, Mischungen und Populationen stark variieren.
Was zeigen die Studien zu Kalium und Schlaganfall?
Eine randomisierte kontrollierte Studie mit einem Salzsubstitut aus Kaliumchlorid und Natriumchlorid fand bei Schlaganfall-Überlebenden in Nordchina weniger erneute Schlaganfälle und weniger hämorrhagische Schlaganfälle 20. Eine systematische Übersicht zur DASH-Diät, die neben mehr Kalium weitere Nährstoffänderungen umfasst, konnte dagegen keine Wirkung auf das Schlaganfallrisiko sichern 6. Die Beweiskraft ist gering, da nur eine kontrollierte Studie vorliegt und die übrigen Befunde aus Mischpräparaten oder Beobachtungsdaten stammen.
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- 20Ding X, Zhang X, Huang L, Xiong S, Li Z, Zhao Y et al. · 2025
- 21Lin C, Lin CS, Chen SJ, Tsai SH, Sung CC, Chen CC et al. · 2026
- 22Du X, Jiang C, Tang Y, Han R, Song Y, Wang C et al. · 2026
- 23Fishbane S, Dember LM, Jadoul M, Kovesdy CP, Kovesdy CP, Bijarnia MK et al. · 2026
- 24Fishbane S, Dember LM, Jadoul M, Kovesdy CP, Guzman N, Kordzakhia G et al. · 2025
- 25O'Brien B, Campbell NG, Allen E, Jamal Z, Sturgess J, Sanders J et al. · 2024
- 26Zheng C, Winsløw UCG, Danielsen EM, Sakthivel T, Iversen KK, Bosselmann HS et al. · 2026
- 27Jøns C, Zheng C, Winsløw UCG, Danielsen EM, Sakthivel T, Frandsen EA et al. · 2025
- 28Thout SR, Yu J, Santos JA, Hameed M, Coyle DH · 2023
- 29Khalid S, Bashir S, Mehboob R, Waseem H, Shahid I, Alzahrani AR et al. · 2026
- 30Hao Z, Peddie M, Ashton N, Anderson L, Wang NX, Reynolds A · 2025
- 31Hosseinpour-Niazi S, Hadaegh F, Mirmiran P, Daneshpour MS, Mahdavi M, Azizi F · 2022
- 32Khalid S, Bashir S, Mehboob R, Waseem H, Shahid I, Alzahrani AR et al. · 2026
- 33Khalid S, Bashir S, Mehboob R, Anwar T, Ali M, Hashim M et al. · 2024
- 34Khalid S, Mehboob R, Bokhari SS, Ali M, Shabbir A, Mehboob K et al. · 2024
- 35Sakthivel T, Winsløw UC, Zheng C, Danielsen EM, Bosselmann HS, Vinther M et al. · 2026
- 36Reddy SV, Shaik AB, Bokkisam S · 2014
- 37Khalid S, Bashir S, Basharat S, Mehboob R, Anwar T, Hashim M et al. · 2023
- 38Umeki Y, Hayabuchi H, Adachi H, Ohta M · 2021
- 39Kianifard T, Saluja M, Sarmukaddam S, Venugopalan A, Chopra A · 2024
- 40Toktam K, Manjit S, Sanjeev S, Anuradha V, Arvind C · 2022
- 41Gu D, He J, Wu X, Duan X, Whelton PK · 2001
- 42Chan AKY, Tsang YC, Jiang CM, Leung KCM, Lo ECM, Chu CH · 2023
- 43Zhao L, An J, Luo W, Mei Y, Bu X, Xian S et al. · 2025
- 44Haganes KL, Devlin BL, Orr RK, Moholdt T · 2025
- 45Chen X, Jiang H, Li Y, Zhou Y, Ye D, Du M · 2026
- 46Ceglia L, Konieczynski E, Danico E, Trinquart L, Koethe B, Xiang Q et al. · 2026
- 47Ishii K, Suzuki T, Akabane C, Iizumi G, Suzuki N, Fukuda Y et al. · 2026
- 48Quan Z, Li C, Zhao L, Cui D, Liu S, Yin Y et al. · 2024
- 49
- 50Biesbrock AR, He T, Zou Y, Grender JM, Amini P, Sagel PA et al. · 2025
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- 99Blanch N, Clifton PM, Keogh JB · 2014
- 100Colognese MRV, Kayser LA, Dalagustinho SKS, Cardoso PMF, Camilotti V · 2026
- 101Turban S, Juraschek SP, Miller ER, Anderson CAM, White K, Charleston J et al. · 2021
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- 143Koliaki C, Katsilambros N · 2013
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