Berberin
Berberin ist ein pflanzliches Alkaloid; Studien am Menschen zeigen Verbesserungen bei Blutfetten, Blutzucker, Gewicht und weiteren Stoffwechselwerten.
Berberin: ausgewertet wurden 160 Studien am Menschen, darunter 45 randomisierte kontrollierte Studien und 33 Metaanalysen oder systematische Übersichten; die kontrollierten Studien umfassen zusammen 4.809 Teilnehmer. Stand: 9. Oktober 2026.
1. Was ist Berberin? Vorkommen, Herkunft und Formen
Berberin ist ein pflanzliches Alkaloid aus der Familie der Berberitzengewächse (Berberidaceae). Es steckt vor allem in Rinde, Wurzeln und Rhizomen einiger Berberitzen- und Coptis-Arten und wird in der traditionellen chinesischen und ayurvedischen Medizin verwendet. In Studien wird es meist als Salz oder als Pflanzenextrakt geprüft.
Berberin kommt in Berberitzen (Berberis), in Coptis-Arten und in Goldenseal (Hydrastis canadensis) vor, außerdem in Phellodendron. Die höchsten Gehalte sitzen in Wurzel, Rhizom und Rinde, nicht in den Früchten.
Gewonnen wird Berberin durch Extraktion aus Wurzel, Rhizom oder Rinde; in Studien und im Handel liegt es meist als Salz vor, etwa als Hydrochlorid oder Sulfat. Geprüft werden Reinsubstanz, Pflanzenextrakte und Kombinationen mit Stoffen, die die Aufnahme verändern sollen.
Untersuchte Formen und Zubereitungen
- Berberin-Hydrochlorid
- Berberin-Sulfat
- Berberin-Citrat
- Dihydroberberin (Derivat)
- Pflanzenextrakte aus Berberitzenrinde, Coptis oder Goldenseal
- Kombinationspräparate mit Aufnahmehilfen
Nicht gemeint sind auf dieser Seite:
- Andere Alkaloide derselben Pflanzen, etwa Berbamin oder Palmatin
- Blutzuckersenkende Arzneimittel wie Metformin
- Berberitzenfrüchte und daraus gemachte Lebensmittel wie Saft oder Marmelade
2. Wie wirkt Berberin? Ergebnisse nach Anwendungsgebiet
| Anwendungsgebiet | Ergebnis in kontrollierten Studien | Beweiskraft | Studien | Teilnehmer |
|---|---|---|---|---|
| Blutzucker und Insulin | gemischt | hoch | 11 Metaanalysen · 7 kontrolliert · 34 weitere | 280 |
| Blutfette | gemischt | hoch | 11 Metaanalysen · 7 kontrolliert · 23 weitere | 568 |
| Körpergewicht | gemischt | hoch | 6 Metaanalysen · 6 kontrolliert · 8 weitere | 529 |
| Polyzystisches Ovarsyndrom | überwiegend verbessert | mittel | 2 Metaanalysen · 1 kontrolliert · 6 weitere | 0 |
| Blutdruck | überwiegend kein Unterschied | unklar | 4 Metaanalysen · 3 kontrolliert · 3 weitere | 132 |
| Darmmikrobiom | nur Übersichten | unklar | 2 Metaanalysen · 0 kontrolliert · 7 weitere | 0 |
| Verträglichkeit und Wechselwirkungen | überwiegend kein Unterschied | unklar | 0 Metaanalysen · 1 kontrolliert · 29 weitere | 19 |
| Weitere Untersuchungen | gemischt | hoch | 5 Metaanalysen · 11 kontrolliert · 48 weitere | 1.041 |
So lesen Sie die Tabelle: Gezählt werden Studien am Menschen, deren Ergebnisse das jeweilige Gebiet betreffen. „Hoch“ heißt: mindestens eine Metaanalyse und zwei kontrollierte Studien mit Verbesserung, oder mindestens drei kontrollierte Studien, von denen drei Viertel eine Verbesserung zeigen, mit zusammen mindestens 300 Teilnehmern. „Mittel“ heißt: mindestens zwei kontrollierte Studien mit Verbesserung, und zwar mehrheitlich, oder eine Metaanalyse neben kontrollierten Studien. „Gering“ heißt: eine kontrollierte Studie mit Verbesserung. Gibt es in einem Gebiet keine kontrollierte Studie, ist die Beweiskraft höchstens „gering“ (Ergebnis „nur Übersichten“ oder „nur Beobachtungsdaten“). Alles andere ist „unklar“. Eine Studie zählt als Verbesserung, wenn mindestens die Hälfte ihrer Messgrößen in diesem Gebiet besser ausfiel. Übersichten über Mischpräparate zählen nicht als Metaanalyse; Ergebnisse, die nur Nebenwirkungen oder Anteile von Anwendern beschreiben, zählen nicht als Wirkung. Dieselbe Studie zählt nur einmal.
3. Was die Studien im Einzelnen zeigen
Berberin, Blutzucker und Insulin: Studien am Menschen
Bei Diabetes und verwandten Stoffwechselstörungen sank die Nüchternglukose in Metaanalysen zu Berberin und Berberitzen-Präparaten stärker als unter der Kontrolle 14182737. Auch der HbA1c besserte sich in Metaanalysen und in einer placebokontrollierten Studie bei Prädiabetes 141861. Der HOMA-Index verbesserte sich ebenfalls in mehreren Studien 14183761. Die postprandiale Glukose besserte sich in mehreren Studien 273661, und die Insulinwerte besserten sich in mehreren Studien 171861. Ein Teil der Befunde stammt aus Mischpräparaten von Berberin mit Mariendistel (Silymarin), Probiotika oder weiteren Nutraceutika; diese Ergebnisse gehören der Mischung 51516. Einzelne Untersuchungen fanden keinen gesicherten Unterschied bei der Nüchternglukose 175964, beim HbA1c 1721 oder beim HOMA-Index 17. Gegenüber Metformin unterschied sich der HbA1c unter Berberitzenwurzel-Extrakt nicht 54. Die Beweiskraft ist hoch, doch sind die geprüften Formen, Dosen und Populationen uneinheitlich, und die meisten Studien dauerten nur wenige Monate.
| Studie | Art · Teilnehmer | Präparat · Dosis · Dauer · Vergleich | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 3 Wang et al. 2024 | Metaanalyse · 4.150 Teilnehmer | Berberin allein oder mit blutzuckersenkenden Arzneimitteln; meist 0,9-1,5 g/d; Behandlungszyklen meist 1-3 Monate; gegen Kontrolle (Placebo/Standardtherapie, nicht näher benannt) | Nüchtern-Plasmaglukose (Berberin allein): verbessert (MD = -0.59 mmol/L, p = 0.048); 2-h-postprandiale Blutglukose (Berberin allein): verbessert (MD = -1.57 mmol/L, p < 0.01); Nüchtern-Plasmaglukose (Kombination): verbessert (MD = -0.99 mmol/L, p < 0.01) |
| 6 Pirro et al. 2016 | Metaanalyse · 1.670 Teilnehmer | Nutraceutical-Kombination (NComb) mit Berberin, rotem Hefereis, Policosanol, Astaxanthin, Coenzym Q10, Folsäure; gegen Kontrolle (Placebo oder übliche Behandlung) | Glukose: verbessert (-2.59mg/dL, p=0.010) |
| 9 Miao et al. 2025 | Metaanalyse · 1.337 Teilnehmer | Berberin (Form nicht genannt); gegen Placebo und andere Phytochemikalien | Blutzuckersenkung: verbessert |
| 10 Zhao et al. 2021 | Metaanalyse · 1.079 Teilnehmer | Berberin im Vergleich zu Metformin, Thiazolidinedionen, Inositolen; gegen Metformin, Thiazolidinedione, Inositole | HOMA-IR: unklar |
| 14 Hussain et al. 2024 | Metaanalyse · 547 Teilnehmer | Berberis vulgaris und/oder Berberis integerrima; gegen Placebo oder Metformin | Nüchternblutzucker (FBG): verbessert (WMD: -14.52; 95% CI = -22.97, -6.07; P = 0.0008); HbA1c: verbessert (WMD: -0.30; 95% CI = -0.53, -0.07; P = 0.01); HOMA-IR: verbessert (WMD: -0.97; 95% CI = -1.56, 0.37; P = 0.001) |
| 15 Fogacci et al. 2019 | Metaanalyse · 497 Teilnehmer | Kombination aus Berberin und Silymarin; gegen Placebo | Nüchtern-Plasmaglukose: verbessert (MD: -7.5, 95% CI [-13, -1.9] mg/dl; p = 0.008) |
| 16 Tóth et al. 2020 | Metaanalyse · 491 Teilnehmer | Feste Kombination Berberis aristata und Silybum marianum (Berberol); 3 Monate; gegen Placebo | Nüchtern-Plasmaglukose: verbessert (significantly lowered); HOMA-Index: verbessert (significantly lowered) |
| 17 Safari et al. 2020 | Metaanalyse · 452 Teilnehmer | Berberitzen-Supplement (Berberis vulgaris); gegen Kontrollgruppe (Placebo oder übliche Versorgung) | Insulinspiegel: verbessert (Hedges's: -0.67; 95% CI: -1.31 to -0.03, P = 0.04); Nüchternblutzucker (FBS): kein Unterschied (WMD: -8.06 mg/dL; 95% CI: -20.46 to 4.33, P = 0.23); HbA1c: kein Unterschied (WMD: -0.83 %; 95% CI: -2.33 to 0.67, P = 0.27) |
Weitere Studien zu diesem Gebiet: 18 21 22 27 28 29 30 35 36 37 54 56 57 59 61 63 64 65 77 79 85 86 94 95 96 98 103 107 112 113 114 115 117 123 125 126 128 129 131 133 134 135 136 137
Berberin und Blutfette: Studien am Menschen
LDL-Cholesterin, Gesamtcholesterin und Triglyceride sanken unter Berberin und Berberitzen-Präparaten in mehreren Metaanalysen stärker als in den Kontrollgruppen 118202737. In einer großen placebokontrollierten Studie sanken LDL-Cholesterin und Apolipoprotein B stärker als unter Placebo 40. Das HDL-Cholesterin besserte sich in einigen Metaanalysen 3537, blieb in anderen jedoch unverändert 1820212759; in einer Studie bei rheumatoider Arthritis sank es unter Berberitzen-Extrakt gegenüber Placebo 56. Geprüft wurden überwiegend Berberin-Salze und Pflanzenextrakte aus Berberitzenrinde, Coptis oder Goldenseal, teils als Reinsubstanz, teils in Kombinationspräparaten mit Aufnahmehilfen; die Aufnahme unterscheidet sich zwischen diesen Formen. Einzelne randomisierte Studien fanden bei NAFLD und unter Antipsychotika keinen Unterschied bei den Blutfetten 5964. Auch Mischpräparate aus Berberin mit Mariendistel (Silymarin) oder mit Rotschimmelreis, Policosanol und weiteren Zusätzen senkten die Blutfette; das belegt aber keine Wirkung von Berberin allein 461516. Die Beweiskraft ist hoch, doch viele Studien nennen die genaue Form und Dosis nicht, und die Nachbeobachtungszeiten sind meist kurz.
| Studie | Art · Teilnehmer | Präparat · Dosis · Dauer · Vergleich | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 1 Osadnik et al. 2022 | Metaanalyse · 13.062 Teilnehmer | Berberin neben anderen Nutraceuticals; gegen Placebo/keine Intervention und andere Nutraceuticals | LDL-Cholesterin: verbessert (-1.21 [-46.8 mg/dL] to -0.17 [-6.6 mg/dL] mmol/l reduction); Gesamtcholesterin: verbessert (-1.75 [-67.7 mg/dL] to -0.18 [7 mg/dL] mmol/l reduction) |
| 3 Wang et al. 2024 | Metaanalyse · 4.150 Teilnehmer | Berberin allein oder mit blutzuckersenkenden Arzneimitteln; meist 0,9-1,5 g/d; Behandlungszyklen meist 1-3 Monate; gegen Kontrolle (Placebo/Standardtherapie, nicht näher benannt) | LDL-Cholesterin (Berberin allein): verbessert (MD = -0.30 mmol/L, p < 0.01); Gesamtcholesterin (Berberin allein): verbessert (MD = -0.30 mmol/L, p = 0.034); Triglyceride (Berberin allein): verbessert (MD = -0.35 mmol/L, p < 0.01) |
| 4 Millán et al. 2016 | Metaanalyse · 3.924 Teilnehmer | Nutraceutikum mit Berberin, Policosanol und Rotem Reis (Armolipid Plus); gegen Kontrolle | Gesamtcholesterin: verbessert (-1.3 (9.9%)); LDL-Cholesterin: verbessert (-1.17 (-13.7%)); HDL-Cholesterin: verbessert (+0.17 (+3.7%)) |
| 6 Pirro et al. 2016 | Metaanalyse · 1.670 Teilnehmer | Nutraceutical-Kombination (NComb) mit Berberin, rotem Hefereis, Policosanol, Astaxanthin, Coenzym Q10, Folsäure; gegen Kontrolle (Placebo oder übliche Behandlung) | Gesamtcholesterin: verbessert (-26.15mg/dL, p<0.001); LDL-Cholesterin: verbessert (-23.85mg/dL, p<0.001); HDL-Cholesterin: verbessert (2.53mg/dL, p<0.001) |
| 9 Miao et al. 2025 | Metaanalyse · 1.337 Teilnehmer | Berberin (Form nicht genannt); gegen Placebo und andere Phytochemikalien | Regulierung der Blutfette: verbessert |
| 10 Zhao et al. 2021 | Metaanalyse · 1.079 Teilnehmer | Berberin im Vergleich zu Metformin, Thiazolidinedionen, Inositolen; gegen Metformin, Thiazolidinedione, Inositole | Triglyceride: unklar |
| 15 Fogacci et al. 2019 | Metaanalyse · 497 Teilnehmer | Kombination aus Berberin und Silymarin; gegen Placebo | Gesamtcholesterin: verbessert (MD: -25.3, 95% CI [-39.2, -11.4] mg/dl; p < 0.001); Triglyceride: verbessert (MD: -28, 95% CI [-35.3, -20.6] mg/dl; p < 0.001); HDL-Cholesterin: verbessert (MD: 6, 95% CI [3.2, 8.8] mg/dl; p < 0.001) |
| 16 Tóth et al. 2020 | Metaanalyse · 491 Teilnehmer | Feste Kombination Berberis aristata und Silybum marianum (Berberol); 3 Monate; gegen Placebo | LDL-Cholesterin: verbessert (significantly lowered); Gesamtcholesterin: verbessert (significantly lowered); HDL-Cholesterin: kein Unterschied (not statistically significant) |
Weitere Studien zu diesem Gebiet: 18 20 21 22 27 29 30 34 35 37 38 40 46 56 59 62 64 65 70 73 74 86 92 95 96 103 107 114 125 131 132 136 137
Berberin und Körpergewicht: Studien am Menschen
Metaanalysen randomisierter Studien fanden unter Berberin eine Abnahme von Körpergewicht, BMI und Taillenumfang gegenüber der Kontrolle 2124; eine weitere bestätigte dies für BMI und Taillenumfang 27. Bei Frauen mit polyzystischem Ovarsyndrom besserten sich Gewicht, BMI und Taillenumfang unter Berberin-Hydrochlorid, Metformin und Myoinositol; Berberin zeigte im Vergleich die größeren Veränderungen 65. Die Mischung aus Berberis aristata und Silymarin senkte in einer placebokontrollierten Studie BMI, Taillenumfang und Bauchfett 66. Kein Unterschied bei Gewicht oder BMI fand sich in einer Metaanalyse zu Berberitzen-Präparaten bei Diabetes und in einer Studie bei Fettleber 1459. Bei Schizophrenie unter Antipsychotika nahmen Gewicht und Taillenumfang unter Berberitzenwurzel-Extrakt stärker zu als unter Placebo 64. Die geprüften Formen reichen von Berberin-Hydrochlorid über Pflanzenextrakte aus Berberitzenrinde und -wurzel bis zu Mischpräparaten mit Mariendistel, Sojaisoflavonen oder Maulbeerblattextrakt; Ergebnisse zu Mischungen lassen sich nicht auf Berberin allein übertragen. Die Befunde gelten für die jeweils untersuchte Form und Zubereitung, und viele Metaanalysen machten keine Angaben zu Form, Reinheit oder Dosis des Berberins.
| Studie | Art · Teilnehmer | Präparat · Dosis · Dauer · Vergleich | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 11 Amini et al. 2020 | Metaanalyse · 849 Teilnehmer | Berberin und Berberitzen-Extrakt; gegen Kontrollgruppe | Body-Mass-Index: kein Unterschied (WMD: -0.16 kg/m2; 95 % CI: -0.43 to 0.11, P = 0.247); Körpergewicht: kein Unterschied (WMD: -0.11 kg; 95 % CI: -0.13 to 0.91, P = 0.830); Taillenumfang: kein Unterschied (WMD: -0.58 cm; 95 % CI: -1.89 to 0.72, P = 0.379) |
| 14 Hussain et al. 2024 | Metaanalyse · 547 Teilnehmer | Berberis vulgaris und/oder Berberis integerrima; gegen Placebo oder Metformin | Gewicht: kein Unterschied (WMD: -1.89; 95% CI = -4.55, 0.76; P = 0.16); BMI: kein Unterschied (WMD: -0.12; 95% CI = -0.90, 0.65; P = 0.76) |
| 16 Tóth et al. 2020 | Metaanalyse · 491 Teilnehmer | Feste Kombination Berberis aristata und Silybum marianum (Berberol); 3 Monate; gegen Placebo | Body-Mass-Index: kein Unterschied (not statistically significant) |
| 18 Musazadeh et al. 2025 | Metaanalyse · 451 Teilnehmer | Berberis-Supplement (Berberis vulgaris und integerrima); gegen Kontrolle (Placebo/Standardtherapie, nicht näher angegeben) | Körpergewicht: verbessert (WMD: -2.25; 95% CI: -3.11 to -1.39); Body-Mass-Index: verbessert (WMD: -0.57; 95% CI: -0.98 to -0.17) |
| 21 Xie et al. 2026 | Metaanalyse · 233 Teilnehmer | Adjunctives Berberin (Form nicht genannt); gegen Kontrollgruppe (RCT-Vergleichsarme) | Körpergewicht: verbessert (SMD = -0.56, I² = 0%; P = 0.0003); Body-Mass-Index: verbessert (SMD = -0.51, I² = 0%; P = 0.0001); Taillenumfang: verbessert (SMD = -0.31, I² = 20%; P = 0.04) |
| 24 Elahi et al. 2026 | Metaanalyse | Berberin (Form, Reinheit und Dosis nicht berichtet); gegen Kontrollgruppen | Körpergewicht: verbessert (MD of -0.88 kg, 95% CI: -1.36 to -0.39, p = 0.0003); Body-Mass-Index: verbessert (MD of -0.48 kg/m², 95% CI: -0.89 to -0.07, p < 0.0216); Taillenumfang: verbessert (MD of -1.32 kg/m², 95% CI: -2.24 to -0.41, p < 0.0046) |
| 27 Liu et al. 2025 | Metaanalyse | Berberin (Form nicht spezifiziert); Kurzzeit (≤90 Tage) vs. Langzeit; gegen Placebo | Taillenumfang: verbessert (WMD: -3.270 cm; 95% CI: -4.818 to -1.722; p < 0.001); Body-Mass-Index: verbessert (WMD: -0.435 kg/m2; 95% CI: -0.856 to -0.013; p = 0.043) |
| 29 Shi et al. 2025 | systematische Übersicht | Berberin (Form nicht genannt); gegen systematische Reviews zu Berberin vs. Kontrollen | verbesserte Outcomes bei Adipositas: verbessert (57.14% (4/7)) |
Weitere Studien zu diesem Gebiet: 40 54 56 59 64 65 79 86 109 110 119 125
Berberin und Polyzystisches Ovarsyndrom: Studien am Menschen
Beim polyzystischen Ovarsyndrom verglich eine randomisierte Studie Berberin-Hydrochlorid mit Metformin und Myoinositol: Testosteron, freier Androgenindex und SHBG besserten sich in allen Gruppen, unter Berberin am deutlichsten 65. Eine Übersicht über systematische Reviews fand bei PCOS in den meisten Endpunkten Verbesserungen unter Berberin, bewertete die Qualität der Reviews aber überwiegend als niedrig 29. Die Beweiskraft ist mittel: Es liegen zwei Metaanalysen und eine kontrollierte Studie vor, doch die geprüfte Form ist uneinheitlich und teils nicht näher bezeichnet. Offen bleibt, wie sich die verschiedenen Berberin-Formen und ihre unterschiedliche Bioverfügbarkeit auf die Ergebnisse auswirken.
| Studie | Art · Teilnehmer | Präparat · Dosis · Dauer · Vergleich | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 10 Zhao et al. 2021 | Metaanalyse · 1.079 Teilnehmer | Berberin im Vergleich zu Metformin, Thiazolidinedionen, Inositolen; gegen Metformin, Thiazolidinedione, Inositole | Menstruationsfrequenz: unklar; Testosteron: unklar |
| 29 Shi et al. 2025 | systematische Übersicht | Berberin (Form nicht genannt); gegen systematische Reviews zu Berberin vs. Kontrollen | verbesserte Outcomes bei PCOS: verbessert (72.22% (13/18)) |
| 65 Mishra et al. 2022 | randomisiert kontrolliert | Berberin-Hydrochlorid 500 mg zweimal täglich; 500 mg zweimal täglich; drei Monate; gegen Metformin 500 mg zweimal täglich und Myoinositol 1000 mg zweimal täglich | Testosteron, freier Androgenindex, SHBG: verbessert (p<0.0001) |
| 79 Gao et al. 2026 | Fall-Kontroll-Studie | orales Berberin zusätzlich zu Lutealphasen-Progesteron; 3 Monate; gegen Progesteron allein | LH und LH/FSH-Verhältnis: verbessert; Gesamttestosteron: verbessert |
| 92 Rondanelli et al. 2020 | Übersicht · 1.078 Teilnehmer | Berberin, genaue Form nicht angegeben; nicht angegeben; nicht angegeben; gegen Metformin und Kontrollen in den eingeschlossenen Studien | Fettgewebsverteilung, viszerales Fettgewebe: verbessert; Insulinsensitivität: verbessert; Insulinresistenz in Thekazellen, Ovulationsrate: verbessert |
| 93 Bashir et al. 2026 | Übersicht | Berberin als pflanzlicher Wirkstoff; gegen konventionelle Therapie (Metformin, Kontrazeptiva, Ovulationsinduktoren) | Verbesserung von Metabolismus und Hormonen: verbessert |
| 95 Mohapatra et al. 2026 | Übersicht | Berberin und verbesserte Berberin-Formulierungen | Anwendung bei polyzystischem Ovarsyndrom: verbessert |
| 97 Szukiewicz et al. 2026 | Übersicht | Berberin, natürliches pflanzliches Alkaloid; gegen Metformin (erwähnt, nicht direkt verglichen) | Insulinsensitivität und metabolische Homöostase: verbessert; chronische niedriggradige Entzündung: verbessert |
Weitere Studien zu diesem Gebiet: 128
Berberin und Blutdruck: Studien am Menschen
Mehrere Metaanalysen fanden weder beim systolischen noch beim diastolischen Blutdruck einen Unterschied zur Kontrolle 18192127. In einer placebokontrollierten Studie bei Fettleber sank der systolische Druck der Pulswellenanalyse unter Berberin gegenüber dem Ausgangswert; bei der Gefäßsteifigkeit fand sich kein Unterschied zu Placebo 55. Auch eine placebokontrollierte Studie mit Berberitzenwurzel-Extrakt bei Schizophrenie unter Antipsychotika fand keinen Unterschied beim Blutdruck 64. Die geprüften Formen reichen von Berberin-Reinsubstanz über Pflanzenextrakte aus Berberitzenrinde oder -wurzel bis zu Kombinationspräparaten mit Aufnahmehilfen. Ein Mischpräparat aus Berberitzen-Extrakt mit Berberin, Rotschimmelreis, Mariendistel und Guggul besserte die Gefäßreaktion (endotheliale Reaktivität); dieser Befund gehört der Mischung 53. Die Beweiskraft für eine Wirkung auf den Blutdruck ist unklar, und Formen, Zubereitungen und Vergleichsgruppen unterscheiden sich stark.
| Studie | Art · Teilnehmer | Präparat · Dosis · Dauer · Vergleich | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 12 Suadoni et al. 2021 | systematische Übersicht · 614 Teilnehmer | Berberin allein oder in Mischpräparaten (mit Amlodipin, Metformin, Nutrazeutikum, Chunghyul-dan); gegen Amlodipin allein, Metformin, Placebo, Ernährungsberatung, keine Behandlung | Systolischer Blutdruck (Berberin plus Amlodipin vs. Amlodipin): kein Unterschied; Systolischer Blutdruck (Berberin vs. Metformin): verbessert (-11.87 [-16.64, -7.10] mmHg); Systolischer Blutdruck (Nutrazeutikum mit Berberin vs. Placebo): verbessert (-11.80 [-18.73, -4.87] mmHg) |
| 18 Musazadeh et al. 2025 | Metaanalyse · 451 Teilnehmer | Berberis-Supplement (Berberis vulgaris und integerrima); gegen Kontrolle (Placebo/Standardtherapie, nicht näher angegeben) | Blutdruck: kein Unterschied |
| 19 Atefi et al. 2021 | Metaanalyse · 350 Teilnehmer | Berberitzen-Supplement (Berberis vulgaris); 4 bis 12 Wochen; gegen Kontrollgruppe (175 Fälle je Gruppe) | Systolischer Blutdruck: kein Unterschied (WMD: -4.15 mmHg; 95 % CI: -10.3, 1.99, P = 0.185); Diastolischer Blutdruck: kein Unterschied (WMD: -1.22 mmHg; 95 % CI: -6.26, 3.82, P = 0.635) |
| 21 Xie et al. 2026 | Metaanalyse · 233 Teilnehmer | Adjunctives Berberin (Form nicht genannt); gegen Kontrollgruppe (RCT-Vergleichsarme) | Systolischer Blutdruck: kein Unterschied (MD = -1.62, I² = 0%; P = 0.17); Diastolischer Blutdruck: kein Unterschied (MD = -1.68, I² = 39%; P = 0.15) |
| 27 Liu et al. 2025 | Metaanalyse | Berberin (Form nicht spezifiziert); Kurzzeit (≤90 Tage) vs. Langzeit; gegen Placebo | Systolischer Blutdruck: kein Unterschied; Diastolischer Blutdruck: kein Unterschied |
| 32 Nyulas et al. 2024 | systematische Übersicht | Berberin und andere Phytotherapeutika; gegen Antihypertensive Arzneimittel bzw. Kontrolle | Blutdrucksenkende Wirkung: unklar |
| 55 Koperska et al. 2025 | randomisiert kontrolliert · 70 Teilnehmer | Berberin oral; 1500 mg/Tag; 12 Wochen; gegen Placebo, doppelblind, randomisiert | PWA-SP: unklar (134.85 ± 16.26 vs. 124.46 ± 13.47 mmHg, p < 0.0001); arterielle Steifigkeit (PWV, AIx u. a.): kein Unterschied |
| 56 Aryaeian et al. 2020 | randomisiert kontrolliert · 62 Teilnehmer | Hydroalkoholischer Extrakt aus Berberis Integerrima, 500 mg Kapseln; 6 Kapseln à 500 mg täglich; 3 Monate; gegen Placebo, doppelblind, randomisiert | Systolischer Blutdruck: unklar (p = 0.02) |
Weitere Studien zu diesem Gebiet: 64 136
Berberin und Darmmikrobiom: Studien am Menschen
In einer Netzwerk-Metaanalyse randomisierter Studien zur Dünndarmfehlbesiedlung (SIBO) erreichte Berberin allein bei unkomplizierter SIBO den höchsten Rang für die Beseitigung der Fehlbesiedlung 8. Eine systematische Übersicht randomisierter Studien beschreibt bei Diabetes, erhöhten Blutfetten, Darmpolypen, psychischen Erkrankungen und Parkinson eine veränderte, nicht durchweg günstige Zusammensetzung der Darmflora unter Berberin 22. Die geprüfte Form nennen beide Arbeiten nicht; die zugrunde liegenden Studien am Menschen sind hier nur über diese Übersichten erfasst, daher ist die Beweiskraft unklar. Mehrere weitere Übersichtsarbeiten beschreiben eine günstige Beeinflussung der Darmmikrobiota durch Berberin, teils nur als Reinsubstanz ohne nähere Formangabe 107131, teils in Mischungen mit Rifaximin, niedrig-FODMAP-Diät, Oreganoöl, Pfefferminzöl, Knoblauchderivaten, Vitaminen und Magnesium 105 oder mit Kräuterformeln, Akupunktur, Inulin, Quinoa und Leinsamenöl 113; diese Ergebnisse der Mischungen sind kein Beleg für Berberin allein. Offen bleiben die genaue geprüfte Form und Dosis, die Übertragbarkeit auf einzelne Patientengruppen und der Stellenwert von Berberin gegenüber etablierten Behandlungen.
| Studie | Art · Teilnehmer | Präparat · Dosis · Dauer · Vergleich | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 8 Zhang et al. 2025 | Metaanalyse · 1.552 Teilnehmer | Berberin-Monotherapie (Form nicht angegeben); gegen Antibiotika, Probiotika, Prokinetika, Rifaximin-Kombinationen | SIBO-Eradikation, SUCRA-Rang: unklar (highest surface under the cumulative ranking curve (SUCRA) value) |
| 22 Candrea et al. 2026 | systematische Übersicht | Berberin-Supplementierung; gegen Kontrollgruppen der eingeschlossenen RCTs | Zusammensetzung der Darmmikrobiota: unklar |
| 105 Furqan et al. 2026 | Übersicht | Nutrazeutika-Mischung mit Berberin, Oreganoöl, Pfefferminzöl, Knoblauchderivaten, Vitaminen, Magnesium; gegen Antibiotika (Rifaximin), Diäten | Klinische Wirksamkeit der Nutrazeutika-Ansätze: unklar |
| 107 Asghari et al. 2025 | Übersicht | Berberin (BBR), Form nicht genannt; gegen Kontrollen in randomisierten Studien | Regulation der Darmmikrobiota: verbessert |
| 113 Yin et al. 2025 | Übersicht | Berberin als Wirkstoff neben Kräuterformeln | Wiederherstellung des mikrobiellen Gleichgewichts: verbessert |
| 122 Yao et al. 2024 | Übersicht | Nutraceuticals inkl. Berberin | Darmmikrobiom-Zusammensetzung und Darm-Hirn-Achse: verbessert |
| 127 Yang et al. 2023 | Übersicht | Berberin und andere chinesische Kräuterstoffe/Formeln | Wechselwirkung mit Zellsignalwegen, Immunfunktion und Darmmikrobiom: unklar |
| 129 Amssayef et al. 2023 | Übersicht | Berberin und weitere natürliche Alkaloide | Darmmikrobiom-Dysbiose: verbessert |
Weitere Studien zu diesem Gebiet: 131
Berberin, Verträglichkeit und Wechselwirkungen: Studien am Menschen
Randomisierte kontrollierte Studien zu oralem Berberin 4055 und zu einem Extrakt aus Berberitzenwurzel (Berberis integerrima) im Vergleich mit Metformin 54 fanden keine Häufung von Nebenwirkungen. Auch schwere unerwünschte Ereignisse sowie Nieren- oder Lebertoxizität traten unter oralem Berberin nicht auf 61. Eine randomisierte kontrollierte Studie zur mizellaren Formulierung Berberin LipoMicel zeigte keine Unterschiede bei Leber- und Nierenwerten und bei der Verträglichkeit 62. Für Mischpräparate aus Berberin mit Rotschimmelreis, Policosanol, Coenzym Q10 und weiteren Bestandteilen fanden randomisierte kontrollierte Studien keine Unterschiede bei unerwünschten Ereignissen 4149, schwerwiegenden Nebenwirkungen 47 oder Abbrüchen wegen Muskelschmerzen 48. Eine Übersicht zur Mischung Armolipid Plus beschreibt die Verträglichkeit als ausgezeichnet 38. Die Beweiskraft ist insgesamt unklar: Die kontrollierten Studien sind meist klein und kurz, und mehrere betreffen Mischpräparate. Mögliche Wechselwirkungen mit blutdrucksenkenden Mitteln behandelt eine Übersicht über mehrere Heilpflanzen, darunter Berberin 32. Offen bleiben damit belastbare Aussagen zu seltenen oder längerfristigen Nebenwirkungen, zu Wechselwirkungen und zum Vergleich zwischen den verschiedenen Formen wie Berberin-Hydrochlorid, Berberin-Sulfat, Berberin-Citrat, Dihydroberberin oder Pflanzenextrakten.
| Studie | Art · Teilnehmer | Präparat · Dosis · Dauer · Vergleich | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 10 Zhao et al. 2021 | Metaanalyse · 1.079 Teilnehmer | Berberin im Vergleich zu Metformin, Thiazolidinedionen, Inositolen; gegen Metformin, Thiazolidinedione, Inositole | Gastrointestinale Nebenwirkungen |
| 16 Tóth et al. 2020 | Metaanalyse · 491 Teilnehmer | Feste Kombination Berberis aristata und Silybum marianum (Berberol); 3 Monate; gegen Placebo | ALT, AST, Kreatinkinase: kein Unterschied (did not increase) |
| 27 Liu et al. 2025 | Metaanalyse | Berberin (Form nicht spezifiziert); Kurzzeit (≤90 Tage) vs. Langzeit; gegen Placebo | Nebenwirkungen |
| 32 Nyulas et al. 2024 | systematische Übersicht | Berberin und andere Phytotherapeutika; gegen Antihypertensive Arzneimittel bzw. Kontrolle | Wechselwirkungen mit Antihypertensiva: unklar |
| 38 Barrios et al. 2017 | systematische Übersicht | Armolipid Plus: Rotreis, Policosanol, Berberin plus Folsäure, Astaxanthin, Coenzym Q10; 6-48 Wochen; gegen Placebo, Ezetimib, Diät allein | Verträglichkeit |
| 40 Lei et al. 2026 | randomisiert kontrolliert · 337 Teilnehmer | orales Berberin vs. Placebo; 1 g/Tag; 6 Monate; gegen Placebo, doppelblind | Unerwünschte Ereignisse |
| 54 Sanjari et al. 2020 | randomisiert kontrolliert · 80 Teilnehmer | Methanolischer Extrakt aus Berberis integerrima Wurzel; 480 mg täglich oral; 3 Monate; gegen Metformin 1000 mg täglich; vom Hersteller finanziert | Unerwünschte Ereignisse (No adverse event led to preventing the study) |
| 55 Koperska et al. 2025 | randomisiert kontrolliert · 70 Teilnehmer | Berberin oral; 1500 mg/Tag; 12 Wochen; gegen Placebo, doppelblind, randomisiert | schwere unerwünschte Ereignisse (No serious adverse events were reported) |
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Berberin: weitere Messgrößen in Studien
In einer großen placebokontrollierten Studie bei Fettleber und Adipositas senkte Berberin das hochsensitive C-reaktive Protein, nicht aber den Leberfettgehalt 40. Auch eine randomisierte Studie bei Fettleber fand keinen Unterschied bei den Leberenzymen 59. In einer randomisierten Studie bei Zahnfleischentzündung besserten sich Plaque und Zahnfleischbluten unter einer Mundspülung mit Berberin-Hydrochlorid, ebenso unter Chlorhexidin und Kochsalzlösung 50. Bei bakterieller Vaginose führte ein Vaginalgel aus Berberitzen-Extrakt in Metronidazol-Grundlage in einer randomisierten Studie zu einem besseren Ansprechen als Metronidazol-Gel allein 43. Ein Mischpräparat aus Berberin, Curcumin, Inositol, Banaba und Chrompicolinat verringerte in einer placebokontrollierten Studie bei gestörtem Blutzucker auch Entzündungswerte 42. Ergebnisse der Mischungen lassen sich nicht auf Berberin allein übertragen. Die Beweiskraft ist hoch, doch viele Studien nennen die genaue Form und Dosis nicht, und die Vergleichsbedingungen unterscheiden sich stark.
| Studie | Art · Teilnehmer | Präparat · Dosis · Dauer · Vergleich | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 2 Li et al. 2025 | Metaanalyse · 6.599 Teilnehmer | Berberin als Pflanzenextrakt (Form nicht spezifiziert); gegen Placebo und andere Pflanzenextrakte | Modified Rankin Scale (mRS): verbessert (SUCRA 84.1%) |
| 7 Vahedi-Mazdabadi et al. 2023 | Metaanalyse · 1.600 Teilnehmer | Berberin oder Berberitzen-Extrakt; unter 1000 mg/Tag wirksam; unter 5 Wochen wirksam; gegen Kontrollgruppe | Interleukin-6: verbessert (-1.18 pg/mL); Tumor-Nekrose-Faktor-alpha: verbessert (-3.72 pg/mL); C-reaktives Protein: verbessert (-1.33 mg/L) |
| 13 Mohtashaminia et al. 2024 | Metaanalyse · 549 Teilnehmer | Berberis aristata plus Silybum marianum; gegen Kontrolle (Placebo oder andere) | Alanin-Aminotransferase (ALT): kein Unterschied (WMD: −0.39 mg/dl; 95% CI: −1.67 to 0.89, P=0.55); Aspartat-Aminotransferase (AST): kein Unterschied (WMD: −0.44 mg/dl; 95% CI: −2.02 to 1.14, P=0.58) |
| 22 Candrea et al. 2026 | systematische Übersicht | Berberin-Supplementierung; gegen Kontrollgruppen der eingeschlossenen RCTs | Entzündungsmarker: verbessert (improvements in ... inflammatory markers) |
| 23 Paparozzi et al. 2026 | Übersicht | Berberin (Form nicht genannt); gegen Kontrolle in RCTs (nicht näher beschrieben) | PON1-Aktivität: verbessert |
| 25 Shakeri et al. 2026 | Übersicht | Berberis vulgaris und ihre bioaktiven Bestandteile, u. a. Berberin | Entzündungs- und Immunparameter: verbessert; Symptome bei Asthma, allergischer Rhinitis, Lungeninfektionen: verbessert |
| 26 Ma et al. 2026 | Übersicht | Berberin (Form nicht genannt) | Antikarzinogene und lipidmodulierende Wirkung in klinischen Studien: verbessert |
| 29 Shi et al. 2025 | systematische Übersicht | Berberin (Form nicht genannt); gegen systematische Reviews zu Berberin vs. Kontrollen | verbesserte Outcomes bei kardiovaskulären Erkrankungen: verbessert (78% (25/32)); verbesserte Outcomes bei Magen-Darm-Erkrankungen: verbessert (94.74% (18/19)); verbesserte Outcomes bei Schizophrenie: verbessert (92.31% (12/13)) |
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4. Wie wird Berberin dosiert? Zubereitung, Dosis und Dauer in Studien
Geprüft wurden überwiegend Berberin-Salze wie Berberin-Hydrochlorid, Berberin-Sulfat und Berberin-Citrat sowie Pflanzenextrakte aus Berberitzenrinde, Coptis oder Goldenseal, teils als Reinsubstanz, teils in Kombinationspräparaten mit Aufnahmehilfen. Einzelne Studien verwendeten Dihydroberberin oder eine mizellare Formulierung. Die Aufnahme unterscheidet sich zwischen diesen Formen, und viele Studien nennen die genaue Form und Dosis nicht.
| Präparat oder Form | Dosis | Dauer | Studie |
|---|---|---|---|
| Patentierte Kombination aus Rothefe, Policosanol und Berberin | 1 Tablette pro Tag | 16 Wochen | 39 |
| orales Berberin vs. Placebo | 1 g/Tag | 6 Monate | 40 |
| Nahrungsergänzungsmittel Body Lipid (BL) mit Berberin, Rothefe, Coenzym Q10, Hydroxytyrosol | tägliche orale Dosis (nicht näher angegeben) | 4 Wochen | 41 |
| Nutraceutikum Reglicem® mit Berberin, Curcumin, Inositol, Banaba, Chrompicolinat | 1 Tablette täglich zum Frühstück | 3 Monate | 42 |
| Vaginalgel Berberis vulgaris 5% in Metronidazol-Basis | 5% Gel, fünf Nächte lang | 5 Nächte, Bewertung nach 7 Tagen, Follow-up 3 Wochen | 43 |
| Berberin oder Placebo | — | 3 Monate | 44 |
| Armolipid Plus (Kombinationspräparat mit Berberin) | — | 12 Wochen | 45 |
| Berberin 500 mg oral zweimal täglich oder Placebo | 500 mg zweimal täglich | 12 Wochen | 46 |
| Armolipid Plus (Rotreis, Policosanol, Berberin) plus niedrig dosierter Statin, ggf. Ezetimib | — | 3 bis 6 Monate | 47 |
| Niedrigdosiertes Statin plus Armolipid Plus (u. a. Berberin) | — | 3 Monate | 48 |
| Armolipid Plus (Nutraceutical-Mischung mit Berberin) | — | 3 Monate, dann 12 Monate Kombination | 49 |
| Berberin-HCl-Mundspülung | 10 mL zweimal täglich | 15 Tage Anwendung, Nachbeobachtung bis Tag 21 | 50 |
| Fixkombination: Berberin, Maulbeerblattextrakt, Chrompicolinat | Berberin 1000 mg, Maulbeerblattextrakt 400 mg, Chrompicolinat 0,644 mg täglich | 12 Wochen | 51 |
| getrocknete violett-schwarze Berberitze (Berberis integerrima) | 10 g/Tag getrocknete Berberitze | 8 Wochen | 52 |
| Zeta Colest: 400 mg Berberis aristata-Trockenextrakt mit 340 mg Berberin plus Rotreis, Mariendistel, Guggul | 1 Tablette abends, 340 mg Berberin pro Tag | 8 Wochen (nach 8-wöchiger Stabilisierungsdiät) | 53 |
5. Ist Berberin sicher? Nebenwirkungen in Studien
In einer großen placebokontrollierten Studie traten unerwünschte Ereignisse unter Berberin ähnlich häufig auf wie unter Placebo 40, und eine weitere Studie beschrieb Berberin als gut verträglich 55. Ein Berberitzenwurzel-Extrakt führte im Vergleich mit Metformin zu keinem Studienabbruch wegen Nebenwirkungen 54. Schwere unerwünschte Ereignisse sowie Nieren- oder Lebertoxizität traten unter oralem Berberin nicht auf 61.
| Studie | Berichtete Nebenwirkungen |
|---|---|
| 3 Wang et al. 2024 | häufigste Verträglichkeit nicht berichtet |
| 10 Zhao et al. 2021 | Gastrointestinale Nebenwirkungen berichtet |
| 12 Suadoni et al. 2021 | Keine Studie berichtete über langfristige unerwünschte Ereignisse |
| 16 Tóth et al. 2020 | Sicher; keine Erhöhung von ALT, AST, Kreatinkinase |
| 21 Xie et al. 2026 | Sicherheit untersucht, keine Zahlen berichtet |
| 25 Shakeri et al. 2026 | minimale Nebenwirkungen |
| 27 Liu et al. 2025 | Kein signifikanter Unterschied zu Placebo |
| 38 Barrios et al. 2017 | Sicherheit und Verträglichkeit als ausgezeichnet beschrieben |
| 40 Lei et al. 2026 | Häufigkeit unerwünschter Ereignisse in beiden Armen ähnlich |
| 41 D'Addato et al. 2017 | 5 unerwünschte Ereignisse, meist mild; Schlaflosigkeit im BL-Arm als behandlungsbedingt |
| 45 Solà et al. 2014 | Produkt war gut verträglich |
| 47 Marazzi et al. 2019 | Keine schwerwiegenden Nebenwirkungen in allen Gruppen |
6. Was noch offen ist: Grenzen der Studienlage
- Viele Studien nennen die genaue geprüfte Form, Reinheit und Dosis des Berberins nicht.
- Die Nachbeobachtungszeiten sind meist kurz, sodass langfristige Wirkungen und seltene Nebenwirkungen offen bleiben.
- Ergebnisse zu Mischpräparaten lassen sich nicht auf Berberin allein übertragen.
- Die Bioverfügbarkeit unterscheidet sich stark zwischen den Formen, was den Vergleich der Studien erschwert.
- Daten zu Wechselwirkungen mit Arzneimitteln und zum Vergleich der Formen untereinander stehen noch aus.
7. Fazit: Was über Berberin gesichert ist
Berberin ist ein pflanzliches Alkaloid aus Berberitzen- und Coptis-Arten, das in Studien meist als Salz oder Pflanzenextrakt geprüft wird. Bei Menschen mit erhöhten Blutfetten, gestörtem Blutzucker oder Übergewicht zeigten mehrere Metaanalysen Verbesserungen von LDL-Cholesterin, Triglyceriden, Nüchternglukose, HbA1c und Körpergewicht 1141820242737. Beim Blutdruck fand sich dagegen in mehreren Metaanalysen kein Unterschied 192127.
In einer großen placebokontrollierten Studie traten unerwünschte Ereignisse unter Berberin nicht häufiger auf als unter Placebo 40; zwei kleinere Studien beobachteten keine schweren Nebenwirkungen 5561. Die Aussagekraft wird jedoch dadurch begrenzt, dass die geprüften Formen, Dosen und Populationen uneinheitlich sind, viele Studien die genaue Form nicht nennen und die Beobachtungszeiten kurz sind. Ergebnisse von Mischpräparaten aus Berberin mit Mariendistel (Silymarin), Rotschimmelreis oder Policosanol belegen keine Wirkung von Berberin allein 461516.
Häufige Fragen
Wie gut ist Berberin am Menschen untersucht?
Berberin: ausgewertet wurden 160 Studien am Menschen, darunter 45 randomisierte kontrollierte Studien und 33 Metaanalysen oder systematische Übersichten; die kontrollierten Studien umfassen zusammen 4.809 Teilnehmer. Stand: 9. Oktober 2026.
Was bringt Berberin bei Blutzucker und Insulin? Das zeigen die Studien
Was bringt Berberin bei Blutfette? Das zeigen die Studien
Was bringt Berberin bei Körpergewicht? Das zeigen die Studien
Was bringt Berberin bei Polyzystisches Ovarsyndrom? Das zeigen die Studien
Was bringt Berberin bei Blutdruck? Das zeigen die Studien
Ausgewertet sind 4 Metaanalysen oder systematische Übersichten, 3 kontrollierte Studien und 3 weitere Studien, die kontrollierten Studien mit zusammen 132 Teilnehmern. Ergebnis der kontrollierten Studien: überwiegend kein Unterschied. Beweiskraft nach unseren offengelegten Regeln: unklar. Belege: 12181921
Was bringt Berberin bei Darmmikrobiom? Das zeigen die Studien
Welche Formen von Berberin wurden in den Studien untersucht?
Geprüft wurden überwiegend Berberin-Salze wie Berberin-Hydrochlorid, Berberin-Sulfat und Berberin-Citrat sowie Pflanzenextrakte aus Berberitzenrinde, Coptis oder Goldenseal. Einzelne Studien verwendeten Dihydroberberin oder eine mizellare Formulierung. Die Aufnahme unterscheidet sich zwischen diesen Formen, und viele Studien nennen die genaue Form und Dosis nicht.
Was zeigen die Studien zu Blutfetten?
Bei Menschen mit erhöhten Blutfetten sanken LDL-Cholesterin, Gesamtcholesterin und Triglyceride in mehreren Metaanalysen 11820273537. Das HDL-Cholesterin besserte sich in einigen Metaanalysen 3537, blieb in anderen jedoch unverändert 1820212759; in einer Studie bei rheumatoider Arthritis sank es unter Berberitzen-Extrakt gegenüber Placebo 56.
Was zeigen die Studien zu Blutzucker und Insulin?
Bei Diabetes und verwandten Stoffwechselstörungen sank die Nüchternglukose in mehreren Metaanalysen 1418212728. HbA1c und HOMA-Index besserten sich in Metaanalysen zu Berberitzen-Präparaten und in einer placebokontrollierten Studie bei Prädiabetes 141861. Einzelne Untersuchungen fanden keinen gesicherten Unterschied bei der Nüchternglukose 175964, beim HbA1c 1721 oder beim HOMA-Index 17. Gegenüber Metformin unterschied sich der HbA1c unter Berberitzenwurzel-Extrakt nicht 54. Die geprüften Formen, Dosen und Populationen sind uneinheitlich.
Wie verträglich ist Berberin?
In einer großen placebokontrollierten Studie traten unerwünschte Ereignisse unter Berberin ähnlich häufig auf wie unter Placebo 40, und eine weitere Studie beschrieb Berberin als gut verträglich 55. Ein Berberitzenwurzel-Extrakt führte im Vergleich mit Metformin zu keinem Studienabbruch wegen Nebenwirkungen 54. Schwere unerwünschte Ereignisse sowie Nieren- oder Lebertoxizität traten unter oralem Berberin nicht auf 61. Aussagen zu seltenen oder längerfristigen Nebenwirkungen und zu Wechselwirkungen stehen noch aus.
Was ist bei Mischpräparaten zu beachten?
Auch Mischpräparate aus Berberin mit Mariendistel (Silymarin) oder mit Rotschimmelreis, Policosanol und weiteren Zusätzen senkten die Blutfette; das belegt aber keine Wirkung von Berberin allein 461516. Am häufigsten geprüft wurde die Mischung Armolipid Plus aus Berberin, Rotschimmelreis, Policosanol, Folsäure, Astaxanthin und Coenzym Q10 38.
Quellen
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- 13Mohtashaminia F, Amini MR, Shab-Bidar S, djafarian k · 2024
- 14Hussain HU, Ali E, Tanveer A, Ismail SM, Furqan H, Ahsan MN et al. · 2024
- 15Fogacci F, Grassi D, Rizzo M, Cicero AFG · 2019
- 16Tóth B, Németh D, Soós A, Hegyi P, Pham-Dobor G, Varga O et al. · 2020
- 17Safari Z, Farrokhzad A, Ghavami A, Fadel A, Hadi A, Rafiee S et al. · 2020
- 18Musazadeh V, Hamidi N, Noormohammadi M, Shidfar F · 2025
- 19Atefi M, Ghavami A, Hadi A, Askari G · 2021
- 20Hadi A, Arab A, Ghaedi E, Rafie N, Miraghajani M, Kafeshani M · 2019
- 21Xie K, Tian W, Zhang Y, Zhang Y, Li J, Cao D et al. · 2026
- 22Candrea AR, Gavrilaș LI, Frumuzachi O, Mocan A, Babotă M, Crișan G · 2026
- 23Paparozzi J, Barroca C, Gogerdchian H, Girdler M, Akel M, Prashar S · 2026
- 24Elahi Vahed I, Shahir-Roudi E, Nojumi S, Golmohammadi S, Moradi Shahrebabak M, Sharafi Tafreshi Moghadam N et al. · 2026
- 25Shakeri F, Kiani S, Binabaj MM, Ghalibaf MH, Rahimi G, Rahbardar MG et al. · 2026
- 26Ma J, Zhang Y, Du J, Chen J, Sun J, Ma X et al. · 2026
- 27Liu D, Zhao H, Zhang Y, Hu J, Xu H · 2025
- 28Zhu W, Yang L, Dai Y, Wang H, Zhou J, Xia L et al. · 2025
- 29Shi L, Wang W, Jing C, Hu J, Liao X · 2025
- 30Xue C, Chen Y, Tang C, Zhao L, Tong X, Wang H · 2025
- 31de Lima EP, Laurindo LF, Catharin VCS, Direito R, Tanaka M, Jasmin Santos German I et al. · 2025
- 32Nyulas KI, Simon-Szabó Z, Pál S, Fodor MA, Dénes L, Cseh MJ et al. · 2024
- 33Służały P, Paśko P, Galanty A · 2024
- 34Ionita-Radu F, Patoni C, Nancoff AS, Marin FS, Gaman L, Bucurica A et al. · 2024
- 35Roshanravan B, Yousefizadeh S, Apaydin Yildirim B, Farkhondeh T, Amirabadizadeh A, Ashrafizadeh M et al. · 2023
- 36Derosa G, D'Angelo A, Maffioli P · 2022
- 37Ye Y, Liu X, Wu N, Han Y, Wang J, Yu Y et al. · 2021
- 38Barrios V, Escobar C, Cicero AF, Burke D, Fasching P, Banach M et al. · 2017
- 39Trimarco B, Benvenuti C, Rozza F, Cimmino CS, Giudice R, Crispo S · 2011
- 40Lei L, Wang B, Zhao L, Li J, Yan X, Jiang J et al. · 2026
- 41D'Addato S, Scandiani L, Mombelli G, Focanti F, Pelacchi F, Salvatori E et al. · 2017
- 42Derosa G, D'Angelo A, Vanelli A, Maffioli P · 2020
- 43Masoudi M, Miraj S, Rafieian-Kopaei M · 2016
- 44Pu Z, Wen H, Jiang H, Hou Q, Yan H · 2023
- 45Solà R, Valls RM, Puzo J, Calabuig JR, Brea A, Pedret A et al. · 2014
- 46Zhao JV, Chen B, Chan YH, Zhang J, Xia Y, Blais JE et al. · 2026
- 47Marazzi G, Campolongo G, Pelliccia F, Calabrò Md P, Cacciotti L, Vitale C et al. · 2019
- 48Marazzi G, Campolongo G, Pelliccia F, Quattrino S, Vitale C, Cacciotti L et al. · 2017
- 49Marazzi G, Pelliccia F, Campolongo G, Quattrino S, Cacciotti L, Volterrani M et al. · 2015
- 50Bora BB, Bhandary R, V AN, Kumari SN, Ramanujan R, Hoskeri NN · 2026
- 51Xenos K, Chalkias K, Chryssou G, Alexandrou E, Vassilopoulou E · 2026
- 52Emamat H, Zahedmehr A, Asadian S, Nasrollahzadeh J · 2022
- 53Fogacci F, Giovannini M, D'Addato S, Grandi E, Cicero AFG · 2023
- 54Sanjari M, Shamsinejad B, Khazaeli P, Safi Z, Mirrashidi F, Naghibzadeh-Tahami A · 2020
- 55Koperska A, Miller-Kasprzak E, Seraszek-Jaros A, Musialik K, Bogdański P, Szulińska M · 2025
- 56Aryaeian N, Sedehi SK, Khorshidi M, Zarezadeh M, Hosseini A, Shahram F · 2020
- 57Nikseresht M, Dabidi Roshan V, Nasiri K, Nasiri K · 2024
- 58Dabaghzadeh F, Sharififar F, Ahmadzadeh AM, Karami-Mohajeri S · 2023
- 59Nejati L, Movahedi A, Salari G, Moeineddin R, Nejati P · 2022
- 60Omidvar Tehrani S, Ghasemzadeh Rahbardar M, Shoorgashti K, Dehghan Nayeri MJ, Mohammadpour AH, Hosseinzadeh H · 2023
- 61
- 62Ibi A, Chang C, Kuo YC, Zhang Y, Du M, Roh YS et al. · 2025
- 63Zhao JV, Sarsani V, Chen B, Yun H, Hu J, Liang L · 2026
- 64Rostami H, Babaali F, Moradi L, Golfakhrabadi F, Abdi L · 2023
- 65Mishra N, Verma R, Jadaun P · 2022
- 66Bioimpedance analysis, metabolic effects and safety of the association Berberis aristata/Bilybum marianum: a 52-week double-blind, placebo-controlled study in obese patients with type 2 diabetesGuarino G, Strollo F, Carbone L, Della Corte T, Letizia M, Marino G et al. · 2017
- 67Tan YJ, Zou TH, Yu K, Sheng JQ, Jin P, Zhang MJ et al. · 2025
- 68
- 69Wade U, Pascual-Figal DA, Rabbani F, Ernst M, Albert A, Janssens I et al. · 2024
- 70De Castro-Orós I, Solà R, Valls RM, Brea A, Mozas P, Puzo J et al. · 2016
- 71Bertani L, Chico L, Balestrini L, Della Scala G, Satriano A, Manta R · 2026
- 72Zhan C, Huang Y, Yang Z, Wu H, Zheng J, Yang W et al. · 2026
- 73Vitulano N, Guida P, Abrusci V, Ceci E, De Nicolò EV, Martinotti S et al. · 2025
- 74M, Acanfora L, Tamellini G, Vassallo A · 2025
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- 76Mesmin MP, Tweet MS, Kim SH, Fulks TJ · 2026
- 77
- 78Tu D, Lu C, Guo J, Chen Q, Li X, Wang Y et al. · 2026
- 79
- 80Williams JM, Yadlapalli N, Franchi F · 2026
- 81
- 82Visalli F, Cappellani F, Gagliano G, Spinello A, Avitabile A, Cannizzaro L et al. · 2026
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- 93Bashir S, Shah IM, Javeed S, Rafiquee A, Mir B, Hassan Mir R et al. · 2026
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- 95Mohapatra N, Singh TG, Kumar M, Awasthi A · 2026
- 96
- 97
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- 99
- 100Chakraborty T, Kashyap SJ, Chetia PD, Purkayastha S · 2026
- 101Kovyanova TI, Nerush MO, Karagodin VP, Borodko DD, Rozhkova UV, Antonov SA et al. · 2026
- 102Chiba S, Niwa Y, Furukata M, Morishita K, Shinohara K · 2026
- 103Rani D, Chatterjee S, Goswami PK · 2026
- 104Dumitru CN, Marcu T, Dumitru AO, Tudor SS, Ferțu ID, Elisei AM et al. · 2026
- 105Furqan A, Sultan MT, Khalid MU, Waqar M, Maaz M, Tanvir L et al. · 2026
- 106Martinez P, Mosqueira EAM, Gillot L, Makis W, Peavler C, Vega-Galvez A et al. · 2026
- 107Asghari P, Babaei A, Zamanian N, Eshtivani EN · 2025
- 108Vrentzos E, Pavlidis G, Korakas E, Kountouri A, Pliouta L, Dimitriadis GD et al. · 2025
- 109Kong Y, Yang H, Nie R, Zhang X, Zhang H, Nian X · 2025
- 110Das M, Yagnik U, Raninga I, Banerjee D · 2025
- 111Janota B, Janion K, Buzek A, Janczewska E · 2025
- 112Nikolaidis CG, Gyriki D, Stavropoulou E, Karlafti E, Didangelos T, Tsigalou C et al. · 2025
- 113Yin L, Yang W, Xie Q, Xu J, Lan Y, Wu J · 2025
- 114Marchelak A, Gieleta M, Krasocka W, Magiera A · 2025
- 115Sikora B, Bahadori B, Magg AD, Moghadasian N, Moghadasian MH · 2025
- 116
- 117Liu S, Shen J, Xu F, Niu L, Wang F, Zhao G · 2025
- 118Shakeri F, Kiani S, Rahimi G, Boskabady MH · 2024
- 119Hidalgo-Lozada GM, Villarruel-López A, Nuño K, García-García A, Sánchez-Nuño YA, Ramos-García CO · 2024
- 120Ezhilarasan D, Langeswaran K · 2024
- 121Picheta N, Piekarz J, Burdan O, Satora M, Tarkowski R, Kułak K · 2024
- 122Yao L, Yang Y, Yang X, Rezaei MJ · 2024
- 123Cortez-Navarrete M, Pérez-Rubio KG, Escobedo-Gutiérrez MJ · 2023
- 124Cogorno L, Formisano E, Vignati A, Prigione A, Tramacere A, Borgarelli C et al. · 2023
- 125Luo Y, Zeng Y, Peng J, Zhang K, Wang L, Feng T et al. · 2023
- 126Askari VR, Khosravi K, Baradaran Rahimi V, Garzoli S · 2023
- 127Yang Y, Xiao G, Cheng P, Zeng J, Liu Y · 2023
- 128Ionescu OM, Frincu F, Mehedintu A, Plotogea M, Cirstoiu M, Petca A et al. · 2023
- 129Amssayef A, Eddouks M · 2023
- 130Khoshandam A, Imenshahidi M, Hosseinzadeh H · 2022
- 131Koperska A, Wesołek A, Moszak M, Szulińska M · 2022
- 132Cicero AFG, Fogacci F, Stoian AP, Vrablik M, Al Rasadi K, Banach M et al. · 2021
- 133Hedayati N, Oskouei Z, Tabeshpour J, Naeini MB · 2021
- 134Zhang X, Xu D, Chen M, Wang Y, He L, Wang L et al. · 2021
- 135Senesi P, Ferrulli A, Luzi L, Terruzzi I · 2021
- 136Belwal T, Bisht A, Devkota HP, Ullah H, Ullah H, Khan H et al. · 2020
- 137Imenshahidi M, Hosseinzadeh H · 2019
- 138Rad SZK, Rameshrad M, Hosseinzadeh H · 2017
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