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Pelargonium sidoides – eine Pflanze, die Forscher neugierig macht

Hast du schon einmal von einer Pflanze gehört, die in Südafrika wächst und deren Wurzeln bei Erkältungen helfen sollen? Forscher untersuchen sie genau.

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1. Was ist das eigentlich?

Pelargonium sidoides ist der wissenschaftliche Name einer Pflanze. Sie gehört zur Familie der Storchschnabelgewächse. Ihre Blätter sind klein und rundlich, und sie bildet unter der Erde dicke, dunkle Wurzeln. Aus diesen Wurzeln kann man einen Extrakt herstellen. Ein Extrakt ist wie ein Auszug: Man nimmt die Wurzeln, zerkleinert sie und löst mit Wasser oder Alkohol die Inhaltsstoffe heraus. So entsteht eine Flüssigkeit, die man genauer untersuchen kann. Die Pflanze selbst ist kein Medikament, aber Forscher möchten verstehen, welche Stoffe in ihr stecken und wie sie im Körper wirken könnten. In Studien wird oft ein bestimmter Extrakt mit der Bezeichnung EPs 7630 verwendet. Das ist kein Markenname, sondern eine Kennung für einen genau beschriebenen Auszug, damit Forscher wissen, wovon sie sprechen. Wichtig: Pelargonium sidoides ist nicht dasselbe wie die bekannte Zimmerpflanze Pelargonie, die du vielleicht auf dem Balkon hast. Es ist eine wild wachsende Art aus Südafrika.

2. Wo kommt es her?

Pelargonium sidoides wächst ursprünglich in Südafrika. Dort findet man sie in offenen Landschaften, zum Beispiel in Grasländern oder an felsigen Hängen. Die Menschen in dieser Region haben die Pflanze schon lange verwendet. In der traditionellen Medizin wurden ihre Wurzeln bei verschiedenen Beschwerden eingesetzt, etwa bei Erkältungen oder Magen-Darm-Problemen. Heute wird die Pflanze auch in anderen Ländern angebaut, damit man genug Wurzeln für die Forschung und für Produkte hat. Die Wurzeln erntet man erst, wenn die Pflanze einige Jahre alt ist. Dann werden sie getrocknet und zu einem Extrakt verarbeitet. Forscher achten darauf, dass die Pflanzen nicht wild gesammelt werden, sondern aus kontrolliertem Anbau stammen, damit die natürlichen Bestände geschützt bleiben.

3. Was untersuchen die Forscher?

Forscher haben in Studien untersucht, ob ein Extrakt aus Pelargonium sidoides bei akuten Atemwegsinfektionen helfen kann. Dazu gehören Erkältungen, akute Bronchitis und akute Nasennebenhöhlenentzündung. In den Studien bekamen manche Menschen den Extrakt, andere ein Placebo – das ist ein Scheinmittel ohne Wirkstoff. So können Forscher vergleichen, ob es einen Unterschied gibt. Die Studien wurden randomisiert und doppelblind durchgeführt: Das bedeutet, die Teilnehmer wurden zufällig auf die Gruppen verteilt, und weder die Teilnehmer noch die Forscher wussten, wer welches Mittel bekam. In einigen Studien zeigte sich, dass die Symptome bei den Personen, die den Extrakt bekamen, etwas schneller nachließen als bei denen mit Placebo. Es gab auch eine Übersichtsarbeit, die mehrere Studien zusammenfasste. Die Forscher schreiben, dass der Extrakt bei akuter Bronchitis bei Erwachsenen die Symptome lindern könnte. Aber sie betonen auch: Es braucht noch mehr Forschung, um sicher zu sein, wie gut und für wen der Extrakt wirklich hilft. Manche Fragen sind noch offen, zum Beispiel, wie genau die Inhaltsstoffe im Körper wirken und ob es Unterschiede zwischen Kindern und Erwachsenen gibt.

4. Ein Experiment zum Nachdenken

Stell dir vor, du hast eine Erkältung und nimmst ein pflanzliches Mittel. Nach zwei Tagen fühlst du dich besser. Woran lag das? Vielleicht hat das Mittel geholfen, vielleicht wäre es dir aber auch ohne das Mittel bald besser gegangen. Um das herauszufinden, machen Forscher Studien mit vielen Menschen: Die eine Hälfte bekommt das echte Mittel, die andere ein Placebo. Nur so kann man erkennen, ob das Mittel wirklich wirkt. Wenn du also das nächste Mal etwas über eine Pflanze hörst, die helfen soll, denk daran: Es ist klug, genau nachzufragen, wie gut das untersucht ist.

Für Erwachsene und Fachleute: die ausführliche Seite zu Pelargonium sidoides.

Häufige Fragen

Kann ich Pelargonium sidoides einfach so im Garten anbauen?

Die Pflanze wächst ursprünglich in Südafrika. In anderen Ländern braucht sie besondere Bedingungen. Für den Garten ist sie nicht gedacht, und man sollte sie nicht ohne Wissen verwenden.

Ist das dasselbe wie die Zimmerpelargonie?

Nein, das ist eine andere Art. Die Zimmerpelargonie heißt Pelargonium hortorum und ist nur verwandt. Pelargonium sidoides ist eine Wildpflanze mit anderen Inhaltsstoffen.

Hilft es wirklich bei Erkältung?

In einigen Studien hat ein Extrakt die Symptome etwas gelindert. Aber die Forscher sagen, dass noch mehr Untersuchungen nötig sind, um das sicher zu wissen. Es ist kein Wundermittel.

Jede Aussage auf dieser Seite trägt ihre Stufe — belegt, plausibel oder Vermutung — und führt zur Originalarbeit. Die Entscheidung im Einzelfall trifft die behandelnde Person; die Zusammenhänge liefern wir.

International Health Research · https://ih-research.com/kinder/pelargonium-sidoides/ · Stand: 2026-09-19