Rote Bete und Nitrat einfach erklärt
Rote Bete enthält von Natur aus Nitrat, das im Körper zu Stickstoffmonoxid umgewandelt wird.
1. Was ist Rote Bete und Nitrat?
Rote Bete ist eine Rübe, die als Gemüse gegessen oder als Saft getrunken wird. Sie enthält von Natur aus Nitrat. Aus diesem Nitrat kann der Körper über eine Zwischenstufe Stickstoffmonoxid bilden. Stickstoffmonoxid beeinflusst die Gefäße und die Durchblutung. Deshalb wird Rote Bete dort untersucht, wo Gefäßfunktion und körperliche Belastung gemessen werden.
2. Wo steckt es drin, woraus wird es gewonnen?
Rote Bete steckt in Saft, Konzentrat als Shot, Pulver und Kapseln mit Extrakt. Auch die gekochte oder rohe Rübe selbst wird gegessen. Aus der Rübe wird Saft gepresst, zu Konzentrat eingedickt oder zu Pulver getrocknet. In Studien werden vor allem Saft und Konzentrat geprüft, seltener Pulver, Kapseln und Nitratsalze.
3. Was bringt Rote Bete und Nitrat? Das zeigt die Forschung
| Gebiet | Stand der Forschung | Studien |
|---|---|---|
| Körperliche Belastung und Ausdauerleistung | mehrere Hinweise | 88 |
| Blutdruck | noch unklar | 67 |
| Gefäßfunktion und Endothel | mehrere Hinweise | 53 |
| Sauerstoffversorgung und Muskeleffizienz | mehrere Hinweise | 31 |
| Mundflora und Nitratstoffwechsel | gut untersucht, meist positiv | 12 |
| Hirndurchblutung und kognitive Leistung | mehrere Hinweise | 6 |
| Weitere Untersuchungen | mehrere Hinweise | 54 |
Körperliche Belastung und Ausdauerleistung
Bei körperlicher Belastung zeigten mehrere Studien Vorteile durch Rote-Bete-Saft und Rote-Bete-Extrakt gegenüber Placebo, einem Scheinpräparat ohne Wirkstoff 28364156. Die Muskeln hielten länger durch, und Menschen mit COPD konnten weiter gehen 414752561864. Bei Frauen, bei gut trainierten Ausdauersportlern und in einigen Studien mit Kranken fand sich jedoch kein gesicherter Vorteil 1445262351. In einer Übersicht wirkten Rote-Bete-Saft und nitratreiche Ernährung auf die Leistung, Nitratsalze dagegen nicht 3.
Blutdruck
Nitratreicher Rote-Bete-Saft senkte in mehreren Studien den Blutdruck stärker als ein nitratarmes Vergleichsgetränk 2218644839. Zwei Übersichtsarbeiten fanden eine Senkung beider Blutdruckwerte 27. Bei bereits behandelten Patienten und im Ruhezustand blieb der Blutdruck in anderen Studien dagegen unverändert 292038465466.
Gefäßfunktion und Endothel
Mehrere Studien fanden eine bessere Gefäßfunktion nach nitratreichem Rote-Bete-Saft 2133404344. Auch die Durchblutung kleiner Gefäße verbesserte sich in einer Studie stärker als ohne Saft 27. Andere Studien zeigten hier keinen Unterschied 576365313254. Eine Übersichtsarbeit fand insgesamt eine bessere Gefäßfunktion, bei älteren Menschen schwächer 11. Offen bleibt, für welche Zubereitung und welche Personengruppe der Nutzen gilt.
Sauerstoffversorgung und Muskeleffizienz
Nitratreicher Rote-Bete-Saft erhöhte in mehreren Studien die größtmögliche Sauerstoffaufnahme, bei Bergsteigern, Ruderern, älteren Frauen im Training und bei Herzschwäche 28346162. Bei Herzschwäche mit erhaltener Pumpkraft und bei Krebsüberlebenden stieg sie dagegen nicht gesichert 195966. Der Sauerstoffverbrauch bei gleicher Belastung war teils niedriger als unter Placebo 39586066. Untersucht wurden vor allem Saft, Konzentrat und Pulver; die Übertragbarkeit auf andere Gruppen ist offen.
Mundflora und Nitratstoffwechsel
Speichel-Nitrat und Speichel-Nitrit stiegen nach nitratreichem Rote-Bete-Saft deutlich stärker als unter Placebo 29375355. Eine Übersichtsarbeit fand nach Nitratgabe mehr Mundbakterien der Gattungen Neisseria und Rothia und weniger Zahnfleischentzündung 10. Bei Sportlerinnen veränderte eine einmalige Gabe die Mundflora nicht 49. Maßnahmen, die Mundbakterien schädigen, schwächen laut einer Übersicht die Leistungswirkung von Nitrat ab 3.
Hirndurchblutung und kognitive Leistung
Rote-Bete-Extrakt als Kautablette verbesserte in einer Studie das Gedächtnis und die geistige Beweglichkeit, nicht aber das Arbeitsgedächtnis 25. Bei Diabetes verkürzte nitratreicher Saft nur die einfache Reaktionszeit 30. Bei metabolischem Syndrom zeigte die Hauptauswertung keine Veränderung der Hirnfunktion 35. Die Befunde beruhen auf kleinen Gruppen und kurzer Dauer, deshalb sind sie nur mittel belastbar.
Weitere Untersuchungen
Mehrere Studien zeigten, dass Rote-Bete-Saft, Rote-Bete-Extrakt und Nitratsalze die Nitrat- und Nitritwerte im Blut erhöhen 223354246123250. Auch die Nitratausscheidung im Urin war erhöht 16172931. Viele Studien sind klein und kurz, und die Vergleichsbedingungen unterscheiden sich.
4. Wie wurde Rote Bete und Nitrat in den Studien eingenommen?
In den Studien wurde Rote Bete überwiegend als Saft verwendet, daneben als Konzentrat, Pulver, Kapseln und als gekochte oder rohe Rübe. Saft, Konzentrat, Pulver, Kapseln und Nitratsalze sind nicht austauschbar. Jeder Befund gilt nur für die Form und Zubereitung, die untersucht wurde. Enthält ein Präparat weitere Stoffe, gilt ein Ergebnis nicht für Rote Bete allein.
5. Ist Rote Bete und Nitrat sicher? Nebenwirkungen in den Studien
Die Verträglichkeit war in den Studien überwiegend gut; schwerwiegende Nebenwirkungen wurden selten berichtet 1819212235. Bei einer Studie mit COPD bekam ein Teilnehmer nach Rote-Bete-Saft einen Blutdruckabfall beim Aufstehen mit Beschwerden 45. Unter Kaliumnitrat traten bei Herzschwäche keine bedenklichen Blutdruckabfälle und keine Störung des roten Blutfarbstoffs (Methämoglobinämie) auf 59. Viele Studien waren klein und kurz, und die Ergebnisse bleiben gemischt.
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Häufige Fragen
Was bringt Rote Bete und Nitrat bei Körperliche Belastung und Ausdauerleistung? Das zeigen die Studien
Was bringt Rote Bete und Nitrat bei Blutdruck? Das zeigen die Studien
Was bringt Rote Bete und Nitrat bei Gefäßfunktion und Endothel? Das zeigen die Studien
Was bringt Rote Bete und Nitrat bei Sauerstoffversorgung und Muskeleffizienz? Das zeigen die Studien
Was bringt Rote Bete und Nitrat bei Mundflora und Nitratstoffwechsel? Das zeigen die Studien
Quellen
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- 52Manabe K, Yoo JK, Takeda R, Washio T, Fu Q · 2025
- 53da Silva LSL, Gonçalves LDS, Junior MFT, Sousa YBA, Rebelo MA, Guimaraes CS et al. · 2026
- 54Eglin CM, Costello JT, Bailey SJ, Gilchrist M, Massey H, Shepherd AI · 2017
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