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CBD einfach erklärt

CBD aus der Hanfpflanze berauscht nicht und ist als Arzneimittel gegen bestimmte Epilepsieformen zugelassen.

Stand:

1. Was ist CBD (Cannabidiol)?

Cannabidiol, kurz CBD, ist ein Stoff aus der Hanfpflanze. Anders als THC berauscht es nicht. Es ist der Wirkstoff zugelassener Arzneimittel gegen bestimmte Epilepsieformen. Daneben wird es in Ölen, Kapseln und Hautprodukten angeboten. Untersucht wird es unter anderem bei Angst, Schlaf und Schmerzen.

2. Wo steckt es drin, woraus wird es gewonnen?

CBD bildet sich in den Blüten und im Harz der Hanfpflanze. Besonders reichlich ist es in Zuchtformen mit niedrigem THC-Gehalt, dem Nutzhanf. Gewonnen wird es durch Extraktion aus Hanfblüten, meist mit Kohlendioxid oder Alkohol. Das Extrakt wird in Speiseöl verdünnt oder zu reinem CBD aufgereinigt. Hanfsamenöl aus den Samen enthält praktisch kein CBD.

3. Was bringt CBD (Cannabidiol)? Das zeigt die Forschung

GebietStand der ForschungStudien
Schmerzennoch unklar69
Angstnoch unklar48
Epilepsiemehrere Hinweise49
Suchterkrankungennoch unklar21
Psychosenoch unklar14
Hautmehrere Hinweise4
Schlaferste Hinweise32
Weitere Untersuchungennoch unklar166

Schmerzen

Bei Schmerzen ist das Bild gemischt. Bei akuten Zahnschmerzen linderte eine Einzeldosis zum Einnehmen die Schmerzen stärker als ein wirkstofffreies Mittel 35. Nach einer Schulteroperation waren die Schmerzen nur am ersten Tag geringer 30. Bei Kniearthrose, nach einer Harnleiterspiegelung und bei Nervenschmerzen durch Chemotherapie zeigte sich kein Vorteil 323340. Kleine Studien mit Zubereitungen zum Auftragen berichteten weniger Schmerzen 373846.

Angst

Bei Angst ist das Bild gemischt. Eine Übersicht hält eine Angstminderung für möglich, doch die Einzelergebnisse widersprechen sich 21. Eine weitere beschreibt angstlösende Effekte vor allem nach einmaliger Gabe 8. Mehrere kontrollierte Studien (mit Vergleichsgruppe) fanden dagegen keinen Unterschied zu einem wirkstofffreien Mittel 2939424344. Offen bleibt, welche Dosis, Reinheit und Behandlungsdauer für einen möglichen Nutzen entscheidend sind.

Epilepsie

Bei Epilepsie ist die Lage am klarsten. Bei schweren, meist im Kindesalter beginnenden Epilepsien verringerte CBD als Lösung zum Einnehmen die Anfälle stärker als ein wirkstofffreies Mittel 71122. Etwas mehr Patienten wurden anfallsfrei 27. Untersucht wurde vor allem eine hochreine Lösung als Zusatz zur Standardbehandlung. Das Präparat heißt Epidiolex, in Europa Epidyolex, und ist für Dravet-Syndrom, Lennox-Gastaut-Syndrom und Tuberöse Sklerose zugelassen. Nebenwirkungen waren häufiger als bei einem wirkstofffreien Mittel 112223.

Suchterkrankungen

Bei Suchterkrankungen brachte CBD in mehreren kontrollierten Studien keinen Vorteil gegenüber einem wirkstofffreien Mittel 394144. Nur das durch Drogenreize ausgelöste Verlangen sank in einer kleinen Studie 51. Die Studien sind klein und kurz. Zu Dosis, Reinheit und begleitender Behandlung fehlen oft Angaben.

Psychose

Bei Psychose und Schizophrenie ist das Bild gemischt. Zwei Übersichten sehen Hinweise auf eine Wirkung gegen die Krankheit 819. Eine dritte nennt vielversprechende vorläufige Befunde 25. Eine Übersicht fand bei Schizophrenie dagegen keine Überlegenheit 26. Eine kontrollierte Studie bei bipolarer Depression fand keinen Unterschied bei psychotischen Symptomen 42. Die kontrollierten Studien sind klein und kurz. Form, Dosis und Reinheit werden oft nicht berichtet.

Haut

Für die Haut ist die Beweislage gering. Eine kontrollierte Studie mit CBD-Öl zum Einnehmen fand bei Schuppenflechte keine Besserung, aber weniger Juckreiz 47. Eine kleine Studie mit einer Creme zeigte nach UV-A-Bestrahlung weniger Verdickung der Oberhaut 49. Weniger Rötung zeigte sich nur bei einem Teil der Teilnehmenden. Die Studien sind klein und kurz. Für die meisten Hautbilder fehlen belastbare Daten.

Schlaf

Zum Schlaf gibt es viele, meist kleine und kurze Studien. Die Ergebnisse sind gemischt. Die Schlafqualität besserte sich in zwei kleinen kontrollierten Studien 3648. Bei Schlaflosigkeit fanden zwei kontrollierte Studien keinen Unterschied zu einem wirkstofffreien Mittel 4554. Eine Übersicht fand für CBD allein keinen Effekt auf die Schlafqualität 6. Form, Dosis und Reinheit der geprüften Präparate schwanken stark.

Weitere Untersuchungen

Weitere Studien betreffen sehr unterschiedliche Fragen. Bei Bluthochdruck senkte CBD zum Einnehmen den Blutdruck in zwei kontrollierten Studien stärker als ein wirkstofffreies Mittel 3450. Bei Zahnfleischentzündung besserten sich die Entzündungswerte in einer kontrollierten Studie 31. Beim Körpergewicht sind die Befunde uneinheitlich 2452. Unter CBD zum Einnehmen traten mehr Nebenwirkungen auf als unter einem wirkstofffreien Mittel 72227. Die Leberwerte stiegen in mehreren kontrollierten Studien häufiger 72833.

4. Wie wurde CBD (Cannabidiol) in den Studien eingenommen?

In den Studien wurden vor allem Lösungen zum Einnehmen, Öl-Tropfen, Kapseln und Tabletten geprüft. Dazu kamen einzelne Hautprodukte zum Auftragen. Bei Epilepsie wurde überwiegend eine hochreine Lösung zum Einnehmen als Zusatz zur Standardbehandlung untersucht. Einzelne Untersuchungen nutzten Formen zum Inhalieren oder zum Auftragen. Form, Dosis und Reinheit des CBD unterschieden sich stark zwischen den Studien.

5. Ist CBD (Cannabidiol) sicher? Nebenwirkungen in den Studien

CBD kann Nebenwirkungen haben. Häufig waren Durchfall, Schläfrigkeit, Appetitlosigkeit und erhöhte Leberwerte 92223. In anderen Studien unterschieden sich die Nebenwirkungen nicht von einem wirkstofffreien Mittel 54453. Erhöhte Leberwerte und Schläfrigkeit traten vor allem bei gleichzeitiger Einnahme der Epilepsiemittel Valproat oder Clobazam auf 59. Enthält ein Präparat außer CBD weitere Cannabinoide oder Terpene, ist die Wirkung nicht dem CBD allein zuzuschreiben. Zu Dosis, Dauer und langfristigem Nutzen fehlen oft belastbare Angaben.

Alle Einzelheiten mit Tabellen und Quellen: ausführliche Fachseite zu CBD (Cannabidiol)

Häufige Fragen

Was bringt CBD (Cannabidiol) bei Schmerzen? Das zeigen die Studien

Stand der Forschung: noch unklar. Dazu gibt es 69 Studien am Menschen. Belege: 14161718

Was bringt CBD (Cannabidiol) bei Angst? Das zeigen die Studien

Stand der Forschung: noch unklar. Dazu gibt es 48 Studien am Menschen. Belege: 8121315

Was bringt CBD (Cannabidiol) bei Epilepsie? Das zeigen die Studien

Stand der Forschung: mehrere Hinweise. Dazu gibt es 49 Studien am Menschen. Belege: 1234

Was bringt CBD (Cannabidiol) bei Suchterkrankungen? Das zeigen die Studien

Stand der Forschung: noch unklar. Dazu gibt es 21 Studien am Menschen. Belege: 8101415

Was bringt CBD (Cannabidiol) bei Psychose? Das zeigen die Studien

Stand der Forschung: noch unklar. Dazu gibt es 14 Studien am Menschen. Belege: 8151920

Was bringt CBD (Cannabidiol) bei Haut? Das zeigen die Studien

Stand der Forschung: mehrere Hinweise. Dazu gibt es 4 Studien am Menschen. Belege: 9474955

Quellen

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International Health Research · https://ih-research.com/wissen/cbd/einfach/ · Stand: 2026-10-15