Tierstudie: Wie Cannabinoide Angst verstärken können
Cannabinoide könnten Angst verstärken, indem sie eine natürliche Bremse bestimmter Nervenzellen im Mandelkern lösen, einer Hirnregion für Furcht und Stress – besonders, wenn zugleich Stress herrscht. Mäuse, denen ein synthetisches Cannabinoid gegeben wurde, mieden den Geruch eines Raubtiers stärker; waren diese Nervenzellen stillgelegt, verstärkte das Cannabinoid das Ausweichen nicht mehr, das Erstarren aber blieb.
1. Was die Forschung dazu sagt
Die Befunde stammen aus Versuchen an Mäusen, denen ein synthetisches Cannabinoid und kein Cannabis gegeben wurde. Ob dieselben Nervenzellen beim Menschen die Angst unter Cannabis auslösen, ist damit nicht gezeigt.
2. Wie es zu früheren Studien passt
Der Befund passt zu früheren Beobachtungen, dass Cannabis bzw. THC beim Menschen Angst verstärken kann und dass das Endocannabinoid-System an Angstzuständen beteiligt ist. Die neue Arbeit untersucht diesen Mechanismus im Mausgehirn; ob dieselbe Schaltung beim Menschen eine Rolle spielt, ist noch zu klären. The endocannabinoid system and the brain. (2013) · The psychotomimetic effects of intravenous delta-9-tetrahydrocannabinol in healthy individuals: implications… (2004) · The neurobiology and control of anxious states.00087-x) (2003)
3. Quelle
ScienceDaily: What happens in the brain when cannabis makes you anxious? (2026-10-06)
Jede Aussage auf dieser Seite trägt ihre Stufe — belegt, plausibel oder Vermutung — und führt zur Originalarbeit. Die Entscheidung im Einzelfall trifft die behandelnde Person; die Zusammenhänge liefern wir.